Vorgestellt: Schrebergärtner

Wolfgang
Schrebergärten, wer kennt sie nicht?

Die Gärten haben meist eine schiefe Laube, etwas Rasen und viele bunte Blumenbeete und noch mehr mit Gemüse. Teilen wird hier großgeschrieben und die Nachbarschafthilfe ist legendär. Ständig wird gejätet, gepflanzt und neue exotische Sorten ausprobiert, was, wann und wo besonderst gut wächst.
Tipps und Kniffe werden von den "alten Hasen" an die "Frischlinge" weiter gegeben.
und nichts geht über einen zünftigen Blumenbogen aus Kletterrosen, den geliebten schnellwachsenden Waldreben oder bunten Wicken.
Natürlich kommt die Erholung nicht zu kurz, mux mäuschenstill wird es am Wochenende zwischen 1 und 3. Alles scheint in einen Dornröschenschlaf zu fallen, allerdings nur für zwei Stunden.
Ringsherum duftet es nach Flieder, Salbei und Rosen, Vögel zwitschern... und oft lachen Kinder um die Wette. Was kann schöner sein, als mit netten Nachbarn,
bei schönem Wetter im Garten zu sein.

Wolfgang S. ist schon seit 40 Jahren dabei, seinen ersten Garten pachtete er im Gleisdreick, dort wo eigentlich nur Eisenbahner ihr Gärtchen hatten.
Aber sein Vater war ja einer und so lief alles wie am Schnürrchen. Vor einem Jahr zog er mit seinen Goldfischen und etlichen Pflanzen um, näher zur Wohnung. Den alten großen Schleierschwanz ließ er zurück, da er partout nicht in den Kescher wollte. Fische und Stress, das paßt nicht, meint er.
Nun läuft der Rentner täglich zu seinen Garten, jäht, pflanzt, steckt und werkelt an seiner Laube. Sein Enkel ist oft mit von der Partie..., vielleicht ein kommendes Mitglied?

Sabine D. buddelte schon im elterlichen Garten, mit Schaafen und 80 Kaninchen gab es etliches zu tun. Eigentlich war es ein Riesengrundstück und kein Kleingarten, meinte sie. Ihre Parzelle übernahm sie von ihren Eltern, die nun Sonntags zum Kaffete vorbei kommen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Kartäusernelken sind ihr ganzer Stolz.

Andreas, kommt nur zum Abhängen und müßte eigentlich mehr machen, meinte er und widmete sich dem Rasen. Er ist schon fast 18 Jahre dabei, pachtete, als sein Jüngster sieben war, die Zeit vergeht ebend wie im Fluge.

Frau Horsch ist wahrscheinlich eine der ältesten Pächterinnen, nicht in Lebensjahren. Früher nutzte sie jede Ecke zum Gemüseanbau, jetzt sitzt sie ganz gerne mit einem guten Buch in der Sonne.

Jule und Eva sind mit ihren drei Jahren eigentlich noch "Frischlinge",
die Kinder sollen sehen wie Gemüse wächst, gedeiht und wie gut selbst gezogenes schmeckt und natürlich auch mitmachen. Der Badespaß hier nicht zu kurz.

Christine und Lothar übernahmen diesen Garten von den Eltern und das ist auch schon ewig her, der Garten ist in Schuß, nur am Zaun sind einige Latten locker. Nachher wird noch gegossen ....

In Leipzig eröffnete ein Museum um, an die lange, zweihundertjährige Geschichte zu erinnern.
http://www.kleingarten-museum.de/
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