Halle, Hansefest: Fischerstechen der Halloren

Halle (Saale): Giebichensteinbrücke | Halle ist auf Salz gebaut, genauer gesagt auf den Abbau und Handel mit dem weißen Gold. Salz wird schon seit dem 8. Jh. v. Chr. in diesem Gebiet gewonnen. In kleinen Tonwannen die auf Füßchen standen, Briquetage Technik*, wurde die Sole erhitzt und so Salz gewonnen.
Die Halloren sind eine Brüderschaft der Salzwirker, die 1542 gegründet wurde und schaut auf eine auf lange Tradition des Salzsiedens zurück. Im Technischen Halloren und Saline Museum in Halle (Saale), Mansfelder Straße wird das Schausieden veranstaltet und an ausgewählten Tagen sind die spektakulären Pokale und Becher der Halloren zu bestauen.
Ein Besuch sollte ganz oben auf der Liste stehen. Den Grundstein dieser exquisiten Sammlung legten dankbare Mitbürger im Jahre 1671, denen die Halloren bei einer Feuerbrunst halfen. Die Halloren verteidigten u.a. auch einen Teil der Stadtmauer und waren die ersten Rettungsschwimmer.
Unter den vielen Traditionen ist auch das jährliche Fischerstechen auf der Saale.
Das Fischerstechen beginnt wenn sich die Kähne des Fähnrich der Brüderschaft und dem der Hallorenbräuten auf dem wässrigen Kampfplatz einfinden.
In kleinen Kähnen kämpfen vier Mannschaften um den Sieg, mit jeweils zwei Ruderern und einem Stecher. Die Stecher tragen ein Brustschild, das gleichzeitig als Zielscheibe dient, dort werden die Treffer plaziert.
Alle Teilenhmer, Halloren und DRK-Wasserwacht, schlugen sich wacker, konnten den amtierenden Gewinner Jens Thürmer, der zum 9. Mal hintereinander siegte,
nicht vom Thron stoßen. Das Preisgeld, ein Kuss der Hallorenbraut und ein Faß Bier, was braucht man mehr? Herzlichen Glückwunsch.
Das Laternenfest findet immer Ende August statt, also im Kalender 2015 vormerken.
* diese Teile sind im Landesmuseum für Vorgeschichte ausgestellt
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