HAVAG: Linie 7 - ein Spaziergang der Saale entlang, (1)

Himmelsscheibe
 
Zum Mohr
Halle (Saale): Burg Giebichenstein |

mit den Linie 7

Linie 7 vom Markt mit dem Händel Denkmal im Rücken zur Eichendorff Bank.
Entlang dieser Linie gibt viel zu sehen und zu besuchen, da wäre das Landesmuseum für Vorgeschichte, mit vielen einmaligen Fundobjekten, wie die Himmelscheibe die in Wangen auf dem Mittelberg ausgegraben wurde, auch sind Brigetage Formen zur Salzgewinnung zusehen und einige Archive Filme sind sehr aufschlußreich.... http://www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/
Vorbei oder Hinein geht es zum alten Gasthof "Zum Mohr" von 1556, der sich wahrscheinlich aus einer Zollstation entwickelte. Hier durchquerten die Kaufmannszüge aus Halberstadt und Magdeburg kommend, die Saale. Man fuhr in der Sicherheit einer Gruppe. Der "Mohr" wurde schon 1550 erwähnt, da der Besitzer 3 Pfennige Zins an die Giebichenstein Kirche zahlte. Weiter geht es am Historischen Straßenbahn Depot vorbei zum Reichhardts Garten, des Komponisten Johan Friedrich Reichhardt (1752-1814). Er verlor eine Stellung als Hofkapellmeister im Preußischen, da er sich etwas zuweit aus dem Fenster lehnte in Unterstützung von Napoleon. Später machte er eine schreckliche Erfahrung, französische Truppen plünderten sein Haus. Der Garten mit sehr alten Baumbestand wurde auch die "Herberge der Romantik" genannt, dort "sangen seine Töchter und Waldhörner ertönten leise, die Hasen hoppelten munter umher", da jagen ausdrücklich verboten war... Goethe weilte dort, das berichten alte Chroniken. Sein Garb liegt auf dem angrenzenden Friedhof der St. Bartolomäus Kirche. Haltestelle Emil Eichhorn Str., oder einen kurzen Fußweg, liegt links ein kleiner Hügel, der Klausberg. Dort steht die Eichendorffbank, im Mittelalter lebten dort Mönche, die Klausbrüder. Obenangekommen schweift das Auge über das Saaletal, schweift zur Burg Giebichenstein und zur Brücke. Joseph von Eichendorff studierte 1804/5 an der Universität Halle und schrieb viele Gedichte. Zur Saale steigt der Wandersmann/frau den kleinen Hügel hinunter und findet die Jahn Höhle, der Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, versteckte sich dort zwei Tage. Und weiter geht es zur schönen Saale, zur Anlegestelle der Ausflugsdampfer (beginnt Ostern) und zur alten Burg Giebichenstein. Dort lag schon im 7. Jh eine slawische Siedlung. Die Salzgewinnung begann mit den Hermunduren und Gatten die in diesem Gebiet siedelten. Die Burg selbst soll bis ins im 10. / 11. Jh. zurück gehen und wurde während des Dreißigjährigen Krieg total zerstört. http://www.halle.de/de/Kultur-Tourismus/Sehenswertes/Geschichte-entdecken/Burg-Giebichenstein/
Der kleine Amtsgarten liegt links neben der Burg Giebichenstein, den Hügel hinauf, dort versteckt liegt ein kleiner Garten, mit Lavendel, tiefhängenden rankenden Blüten (der blaue amerikanische Kreeper), kleinen Bänken und einen alten Gingko Baum. Gartenträume! http://www.region-halle-saale.de/de/aktiv/gartentraeume/
Läuft der frohgemute Wandersmann/frau wieder zur Saale hinunter führt der Weg am Rive Ufer entlang, zum Heinrich Heine Felsen und weiter zur Peißnitz Insel, die gehörte früher den Mönchen vom Neuwerk Kloster, wurde als Gemüsegarten genutzt, Wein angebaut und war auch schonmal Tauschobjekt.

Über die Steinmühlenbrücke geht es entweder zur Haltestelle im Mühlweg oder weiter entlang der Saale, Richtung Dreierbrücke und zur Moritzburg, linker Hand. Der Weg zieht sich etwas, ist aber sehr schön. Am Neuwerk entlang, zur Moritzburg. Nicht weit von der Moritzburg befindet sich der Botanische Garten in der Großen Wallstraße. http://www.halle.de/de/Kultur-Tourismus/Sehenswertes/Gruenes-Halle-entdecken/Botanischer-Garten/
Neben der Moritzburg, die Mühlgasse hinunter, liegt im kleinen Gässchen Mühlpforte, das über den Mühlgraben führt, steht rechter Hand, ein Ruine, die Neue Mühle, die gab es schon um 1280, die Mönche gehörte den Mönchen vom Kloster Neuwerk. Dort jedenfalls sind die alten Hochwasserstände eingemeißelt. Ich hoffe das sich jemand erbarmt und diese in ein Museum bringt, oder irgendwie restauriert, denn es ist schon einiges weggehackt.
Der Dom, mit einmaligen Skulpturen von Peter Schro! Die Augustiner Mönche, die diesen Dom als Stiftskirche St. Paul erbauten wurden in der Zeit Kardinal Albrecht einfach ausquartiert, da er ihn selbst benötigte. Der Dom wurde auch als Hof- und Schloßkapelle Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Georg Friedrich Händel war dort für ein Jahr als Organist angestellt, 1702.

Noch einen kurzen Weg die Mühlgasse entlang, steht die Neuen Residenz, die Kardinal Albert 1531 erbaute um der Reformation entgegen zu wirken.
Er mußte 1541 die Stadt verlassen.
Am Domplatz, linker Hand, führt die kleine Klausstr. Direkt zum Hädelhaus, dort ist auch ein Oliphant aus Elfenbein zu sehen. http://www.haendelhaus.de/de/
In dieser Gegend verbergen sich viele kleine Cafe's und ausgezeichnete Restaurants. http://mahns-chateau.de/?page_id=59
Es ist ein kleines Gewirr von Gassen, aber da geht niemand verloren.
Die Gr. Klausstr mündet in dem Marktplatz mit den fünf Türmen mit dem Händeldenkmal.
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2 Kommentare
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Basti S. aus Aystetten | 02.02.2015 | 21:41  
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Yvonne Rollert aus Halle | 03.02.2015 | 07:07  
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