Hannes Jaenicke dreht für ZDF-Doku im Großkatzenrefugium von VIER PFOTEN Schauspieler im Einsatz für akut bedrohte Löwen in Afrika

(Foto: Michael Glenister/Vier Pfoten)
 
Hannes Jaenicke im Lionsrock (Foto: Michael Glenister/Vier Pfoten)
Die Populationen afrikanischer Löwen in freier Wildbahn nehmen rapide ab. In den letzten 30 Jahren ist die Anzahl an Tieren von geschätzten 100.000 auf deutlich weniger als 40.000 geschrumpft. Der König der Tiere ist akut bedroht. Gleichzeitig nimmt die Zahl an für den Abschuss gezüchteten Löwen in Gefangenschaft drastisch zu. Um auf diese alarmierende Entwicklung aufmerksam zu machen, besuchte der Schauspieler und Tierschützer Hannes Jaenicke mit einem Kamerateam für mehrere Tage das Großkatzenrefugium LIONSROCK der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN im südafrikanischen Bethlehem. Jaenicke drehte dort für die ZDF-Tierdoku „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Löwen“ (Sendetermin: 7. Juli 2015, 22:15 Uhr im ZDF). Im LIONSROCK haben inzwischen 86 Löwen, die VIER PFOTEN aus afrikanischen Zucht- und Jagdfarmen sowie aus heruntergekommenen europäischen Zoos und Zirkussen gerettet hat, ein wunderschönes Zuhause gefunden.

Neben dem Verlust von Lebensräumen und Beutetieren sowie Konflikten mit der lokalen Bevölkerung ist auch die Trophäenjagd für den starken Rückgang der afrikanischen Löwen verantwortlich. Die grausamste Abart der Trophäenjagd ist das sogenannte "Canned Hunting" in Südafrika. Tausende Jagdtouristen aus Europa und den USA bereisen jährlich die Region, um gezüchtete und in Gehegen eingesperrte Löwen zu erschießen und eine Trophäe mit nach Hause zu nehmen.

Hannes Jaenicke:
„Diese wundervollen Großkatzen haben es nicht verdient, von uns Menschen in finsteren, engen Käfigen gehalten oder auf Zuchtfarmen abgeknallt zu werden. Ich bin in Afrika, um die Menschen über das Elend vieler tausender Löwen zu informieren. Und ich finde es großartig, was VIER PFOTEN hier im Großkatzenparadies LIONSROCK leistet, um Löwen und anderen Tieren aus grausamer Gefangenschaft zu befreien und hier auf 1250 Hektar Land in riesigen Freiluftgehegen ein schönes Leben zu ermöglichen, das dem in der Wildnis sehr nahe kommt.“ Der sympathische Schauspieler begleitete mehrere Tage lang ein VIER PFOTEN-Team im LIONSROCK bei der Arbeit und packte selbst auch tatkräftig beim Füttern und bei der Herstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten, so genannten Enrichment-Strategien, mit an.

In Südafrika gibt es die weltweit größte Industrie zur Ausbeutung von Löwen. Auf über 200 Zuchtfarmen vegetieren mehr als 6.000 Großkatzen in Gefangenschaft – das sind mehr Tiere als jemals zuvor. Gegenüber 2010 ist die Zahl der Löwen in Gefangenschaft um 50 Prozent gestiegen.

Thomas Pietsch (45), Wildtierexperte bei VIER PFOTEN:
„Viele Jungtiere werden mit nur wenigen Wochen den Müttern entrissen und dienen als Streicheltiere für nichtsahnende Touristen. Ab vier Jahren kommen die Tiere dann ins ‚Trophäenalter’ und werden an Jagdanbieter abgegeben. Bis zu 1.000 Löwen werden in Südafrika pro Jahr von Hobbyjägern aus dem Ausland geschossen. Die zunehmende Nachfrage nach Canned Hunting bedroht auch wildlebende Löwenpopulationen. Denn es werden auch Löwen aus der freien Wildbahn für die Zucht gefangen. Außerdem nimmt der lukrative Export der Knochen von Zuchtlöwen nach Asien für die Traditionelle Chinesische Medizin immer mehr zu. Dies birgt die große Gefahr, dass auch die Nachfrage nach Knochen wildlebendender Löwen steigen wird. VIER PFOTEN ruft die Europäische Union sowie die Vereinigten Staaten, die beiden größten Importeure von Löwen-Jagdtrophäen, dazu auf, zum Schutz der Löwen ein Importverbot von Jagdtrophäen zu erlassen und damit dem Vorreiter Australien zu folgen, das als erstes Land weltweit im März 2015 ein solches Importverbot ausgesprochen hat."

Hannes Jaenicke appelliert an alle Tierfreunde:
„Jeder von uns kann etwas gegen die Ausbeutung von Löwen tun. Wer nach Afrika reist, sollte unbedingt Zucht-, Streichel- und Jagdfarmen meiden und auch keine Zoos und Zirkusse besuchen, die diese Tiere nur ausbeuten.“

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Gaby Floer aus Garbsen | 02.06.2015 | 08:28  
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