"Was ist in Deutschland los"- Hagen Rether begeistert in der Stadthalle Gersthofen- Er nimmt kein Blatt vor dem Mund

Hagen Rether begeisterte in der Stadthalle Gersthofen. Fast vierstündiges Kabarett vom Feinsten
  Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ist Vegetarier und liefert ein fast vierstündiges Programm par Excellance ab. Der in Bukarest geborene Kabarettist Hagen Rether.
Rether der bevor er als Kabarettist auf Tournee ging, als Pianist von Dr. Ludger Stratmann.In der Stadthalle Gersthofen gab es wenige Requisiten. Ein Schreibtischstuhl, ein Klavier, dass er gegen Schluß seines Programms neben dem erzählen putzte, und eine Flasche Wasser.
Und immer wieder kam im ersten Teil die Frage: Haben sie Winterreifen?
Zu Beginn des dreidreiviertelstündigen Programms fragte er während er etwas gelangweilt in seinem Stuhl saß.Doch langweilig war der Abend zu keiner Sekunde.Warum er Kabarettist wurde? " Ich wollte Bauingineur werden, aber die Eltern haben gesagt, du bist Lustig, du machst Kabarett, erzählt Rether.
Was ist los in Deutschland. Wieso haben wir so einen Druck. Wieso müssen unsere Kurzen mit 17 schon das Abi haben? Wir fürchten die Langeweile wie der Teufel das Weihwasser, sagte Rether.
Die Facharbeiter sitzen zu Hause und lesen in der Zeitung das Facharbeiter gesucht werden. Was soll das? Fragte Rether.
Über Nacht hat die Regierung das G8 Gesetz auf den Weg gebracht. Warum haben die Doofen bei uns eine bessere Lobby? Du bist in Deutschland nur Schlau wenn du doof bist, sinnierte der gebürtige Rumäne.
Er nimmt kein Blatt vor den Mund.Über die Wutbürger erzürnte er sich ebenfalls wie über die Fleischesser. Rether: Die Wutbürger demonstrieren gegen Fluglärm, und dann wenn sie frei haben, fliegen sie nach Mallorca.
Der bekennende Vegetarier rechnete auch mit den Fleischessern ab. Man kann nicht ein Leben lang Fleisch essen, und dann mit einem Gichtanfall den Metzger anzeigen.
" Humor ist ja wichtig", doch die Nachrichten werden immer witziger. Als Beispiel fügte er an, wenn Karen Mioska schnippischer die Nachrichten liest als Klaus Kleber.
" Deswegen schaue ich mir gerne Pornos an, weil die so Humorlos sind."
Wem das Steuersystem nicht passt, der Verhön(t)es, lies er das Auditorium unter Beifall und Lacher wissen.
Er machte vor nichts halt. Die CIA hat rausbekommen, das Obama nicht echt ist, es ist der Wallraff.
Nach der eineinhalb Stündigen Begrüßung und der 20 Minütigen Pause ging es weiter.
Und er hatte noch genug Themen.Ratzinger durfte natürlich nicht fehlen. Ihn kritisierte er weil er Potter verbieten wollte. " Herzlichen Glückwunsch, wir sind im Mittelalter angekommen." so der Kabarettist, der eigentlich eher in die Sparte Kleinkunst reinpassen würde.
Bei N 24 bedankte er sich, das es einen Sender gibt, der Kampfhubschrauber testet.
Über die Edaty Affäre fragte sich, warum es so einen Hype um Edaty gibt. " Edaty ist zu Einseitig. Wenn er Priester gewesen wäre, wäre er in der Nachbargemeinde untergekommen."Das Klavier kam leider sehr wenig zum Einsatz. Schade, denn Hagen Rether ist ein Hervorragender Pianist. Gegen Ende des fast vierstündigen Programms, das schon um 19.30 Uhr wohl weißlich begonnen hatte, putzte er das Klavier, bevor er sich am Piano mit dem Earth Song von Michael Jackson verabschiedete. Eine Zugabe forderte zwar niemand mehr, wegen der Fortgeschrittenen Zeit. Das jedoch sagt nichts über das Hervorragende Programm aus. Er bekam Tosenden Applaus. Mit was? Mit Recht. Ein grandioser Abend, bei sich das Auditorium getrost und in aller Ruhe amüsieren konnte.
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myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 03.05.2014
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2 Kommentare
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Silvia B. aus Neusäß | 28.03.2014 | 22:21  
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Susi Sonnscheinschön aus Germering | 24.04.2014 | 18:15  
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