Michael Altinger kommt nach Burgau- Ein Interview über das Gastspiel und die Dreharbeiten über den Schlachthof

Michael Altinger kommt nach Burgau. Ein Interview (Foto: Martina Bogdahn)
 
(Foto: Martina Bogdahn)
Michael Altinger ist neben Christian Springer Gastgeber der Kabarettsendung " Schlachthof" im Bayerischen Fernsehen. Er ist ein Freund der Direkten Worte. Am 28. Februar kommt Michael Altinger mit seiner " Band" gemeint ist Julius Faber in die Burgauer Kapuzinerhalle um 20 Uhr. Im Vorfeld auf dieses Gastspiel habe ich mit Michael Altinger über das Gastspiel ein Interview geführt. Karten gibt es im Vorverkauf.


Thomas Rank: Ihr Programm mit dem sie unter anderem nach Burgau kommen, heißt: Ich sag´s lieber direkt. Sind sie ein Mensch direkter Worte?

Michael Altinger:Wer oft um den heißen Brei redet, wirkt vielleicht reflektierter und gebildeter, aber unterm Strich ist er doch einfach nur stinkfad. Da mag ich’s tatsächlich lieber direkt. Das ist provokativer, lebendiger und kann trotzdem ziemlich schlau sein, wenn man eine gut reflektierte Haltung zum Thema hat.


Thomas Rank: Warum haben sie diesen Programmnamen gewählt?

Michael Altinger:Ganz ehrlich: Das Programm war schon lange fertig und ich hatte noch immer keinen Titel.
Da hab ich einfach nochmal alles durchgeblättert und so lange gesucht, bis ich den Spruch hatte, der mich auf einem Plakat am meisten ansprechen würde.
Und im Nachhinein muss ich sagen: Der Spruch „Ich sags lieber direkt“,
das steht fürs Analoge, für Sinnlichkeit und Rock’n roll. Das passt.


Thomas Rank: Wie lange haben sie an dem Programm gearbeitet, oder arbeiten sie immer noch daran?

Michael Altinger:Genau. Ich arbeite immer noch daran. Und es ist auch noch lange nicht fertig.
Dieter Hildebrandt hat einmal gesagt:
„Ein Kabarettprogramm ist fertig, wenn es zum letzten Mal gespielt wurde.“
D.h. man verändert und verwirft und feilt… das darf nie aufhören, weil man sonst nicht mehr aktuell ist bzw. an der Lebenswelt der Zuschauer vorbeihaut.


Thomas Rank: Sie wollen dem Auditorium einen Weg aus der Kommunikationskrise zeigen. Wie machen sie das?

Michael Altinger:Indem ich sie erst einmal dazu bringe, während der Vorstellung ihr Smartphone in der Tasche zu lassen bzw. auszuschalten und dem zu folgen, was gerade wirklich und live auf der Bühne passiert. Das ist nicht weltbewegend, aber immerhin ein erster Schritt.


Thomas Rank: Wenn ich mir den Pressetext so durchlese, frage ich mich, sind sie nicht begeistert von der modernen Kommunikation?

Michael Altinger:Doch, bin ich schon. Und ich nutze die digitale Welt ja auch fleißig für meine Zwecke. Aber es wird immer einfacher, an Daten, Informationen und Meinungen heranzukommen.
Und bevor man sich eine Meinung gebildet hat, hat man sie schon abgegeben.
Aber man kommt sich ganz wichtig vor. Das ist die Hauptsache: wichtig sein!
Egal, wieviel Müll man dabei absondert, der uns nur Zeit und Lebenslust raubt und sogar gefährlich werden kann. Siehe Pegida.




Thomas Rank: Die Augsburger Allgemeine schreibt ihr Programm sei eine sarkastische Abrechnung mit dem modernen Leben. Sehen sie das ebenso?

Michael Altinger:Nein, dafür steckt einfach viel zu viel Spaß in der Sache drin. „Sarkastisch“ ist mir da ein zu hartes Wort! Ich würde eher sagen: eine liebevolle Ermahnung zum kritischen Umgang mit einer zu großen Vielfalt an Möglichkeiten, die unsere Zeit bietet.


Thomas Rank: Sie moderieren auch den Schlachthof, wie arbeiten sie da, und wie bereiten sie dich darauf vor?

Michael Altinger:Ich arbeite vor allem in einem Team, mit lauter gescheiten Leuten, die ich mag und schätze. Es findet ein ständiger Austausch zum aktuellen Zeitgeschehen statt. Das ist sehr bereichernd und aufregend, wenn man das Endprodukt dann in einer Live-Sendung präsentieren kann. Vor allem, weil die Sendung nie exakt so läuft, wie man sie zuvor besprochen hatte.
Da muss man schnell reagieren und den Spaß immer aufrecht halten können. Eine Herausforderung, die ich mir sehr gerne antue.


Thomas Rank: Was dürfen die Zuschauer in Burgau denn an diesem Abend erwarten.

Michael Altinger:Mich, wie ich auf der Bühne nicht anders sein kann, mit fast allem, was mich zur Zeit beschäftigt. Und natürlich Martin, Julius Faber. Der ist meine Band
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