Martin Rütter: Ich freue mich riesig auf Günzburg und die Atmosphäre im Forum - Ein Interview mit dem Hundeprofi vor seinem Gastspiel in Günzburg und seiner beginnenden Tournee

Martin Rütter kommt am 30. Oktober nach Günzburg. Ein Interview (Foto: Marc Rehbeck)
 
(Foto: Marc Rehbeck)
 
(Foto: Marc Rehbeck)

Am 30. Oktober kommt der Hundeprofi im Rahmen einer Warm- Up Tournee ins Günzburger Forum am Hofgarten. Im Rahmen der Warm- Up Tournee geht der Hundeprofi hauptsächlich in Hallen, die sonst nicht auf dem Tourplan stehen. Über die Tournee, das Gastspiel in Günzburg( für die es noch wenige Restkarten gibt),die bevorstehende Tournee sowie über die Dreharbeiten zum Hundeprofi konnte ich zwischen Tourvorbereitung, DVD Produktion und Dreharbeiten ein Interview führen.Die neue Tournee beginnt am 12. Januar 2015 in Cottbus.

Thomas Rank: Sie kommen mit ihrem neuen Programm“ NachSITZen“ nach Günzburg. Wie lange haben sie daran gearbeitet?

Martin Rütter:Im Grunde mein ganzes Hundetrainerleben lang. Denn letztlich schöpfe ich in meinen Live-Shows immer aus meinem riesigen Repertoire an interessanten und amüsanten Geschichten aus nunmehr rund 20 Jahren Hundetrainerdasein. Damit daraus ein schlüssiges, thematisch abgestimmtes Programm entsteht, ist natürlich jede Menge Feinarbeit notwendig. Gemeinsam mit meinem Team habe ich direkt nach Beendigung der letzten Live-Tour im Mai begonnen, intensiv an den neuen Inhalten zu feilen.
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Thomas Rank: Normalerweise bespielen sie ja große Hallen. Jetzt spielen sie einige“ Warm ups“ in „ kleineren Hallen“. Wie kam Günzburg zu der Ehre?

Martin Rütter:Bei den Warm-ups achten wir immer darauf, in kleineren Locations in Regionen zu spielen, die im normalen Tour-Betrieb nicht unbedingt auf dem Fahrplan stehen würden. So kommen auch Leute in den Genuss der Live-Show, die wir sonst vielleicht nicht erreichen würden. Das ist mir sehr wichtig. Und diesmal steht auch Günzburg auf der Liste.Ich freue mich jedenfalls riesig darauf und bin schon jetzt gespannt auf die Atmosphäre im Forum am Hofgarten.

Thomas Rank: Haben sie solche „ Warm ups“ schon öfters gespielt?

Martin Rütter:Ja, wir waren auch schon bei meiner letzten Live-Tour „DER TUT NIX! mit Warm-ups unterwegs. Diese sehr intimen, weil kleineren Veranstaltungen bieten mir die perfekten Rahmenbedingungen, um neue Inhalte auszuprobieren und gewisse Abläufe einzustudieren. Hier ist das Feedback durch das Publikum sehr direkt und deshalb ein guter Gradmesser. Bei den Warm-ups spielen wir ohne Bühnenbild und großen technischen Aufwand. Hier gibt es also Rütter pur (lacht).

Thomas Rank: Wie viele „ Warm up-Shows“ werden sie spielen?

Martin Rütter:Wir werden knapp 30 Warm-up-Auftritte haben und dabei quer durch die Republik reisen. Es sind wirkliche viele spezielle Orte dabei, in denen ich noch nie war. Und ich bin schon jetzt richtig gespannt, wie dem Publikum mein neues Programm gefallen wird.

Thomas Rank: Nach welchen Kriterien wurden die Spielorte ausgewählt. Gibt/ gab es da Auswahlkriterien?

Martin Rütter:Wie gesagt, wir suchen bewusst kleinere Spielstätten in kleineren Orten aus. Häufig nach dem Prinzip: Wo waren wir noch nicht, wo sollten wir mal hin. Das Ergebnis sind dann mitunter sehr entlegene Gegenden. Und nicht zuletzt dieser Umstand macht auch den Reiz dieser Veranstaltungen aus. Man weiß oft nicht, was einen erwartet. Das Überraschungsmoment ist dann fast immer sehr positiv (lacht).

Thomas Rank: Freuen sie sich auf die kleineren Hallen, oder lieben sie die großen Hallen?

Martin RütterBeides hat absolut seinen Reiz, deshalb machen wir das ja auch. Es ist toll, wenn man in einer kleinen Halle steht und mit praktisch jedem Zuschauer kommunizieren, quasi in einen direkten Dialog von Angesicht zu Angesicht einsteigen kann. Das hat etwas von gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre. Aber genauso gerne stehe ich in der KölnArena vor 12.000 Menschen auf der Bühne und plaudere über die Marotten von Zwei- und Vierbeinern. Beides macht mir einfach unglaublichen Spaß.

Thomas Rank: Wann beginnen sie mit der „ richtigen“ Tournee?

Martin Rütter:Der offizielle Start der Tour mit komplettem Bühnenbild und technischem Equipment ist am 12. Januar 2015 in Cottbus.

Thomas Rank: Ist eine Fernsehaufzeichnung geplant, wenn ja wissen sie schon wann die Ausstrahlung ist?

Martin Rütter:Ja, auch dieses Mal werden wir das Programm wieder für TV und DVD aufzeichnen. Die Aufzeichnung findet im Mai in Oberhausen statt. Der Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest, das kann noch dauern.

Thomas Rank: Was werden die Besucher erleben?

Martin Rütter:Wie bei meinen vorherigen Programmen wird es wieder einen Mix aus Information und Unterhaltung geben. Die Leute werden jede Menge Spaß haben, aber definitiv auch etwas lernen, das sie für ihren Alltag mit Hund nutzen können. Dieses Ziel werde ich bei meinen Shows immer verfolgen. Es geht nie darum, nur irgendwelchen sinnfreien Klamauk zu veranstalten. Ich habe in meiner Tätigkeit als Hundetrainer so viel erlebt und gelernt, das ich an die Leute weitergeben möchte, damit sie mit diesem Wissen eine vernünftige Beziehung zu ihren Hunden aufbauen können. Das neue Programm heißt ja „nachSITZen“, wird werden uns also diesmal in einem Schul-Szenario wiederfinden. Ich werde unter anderem die angeblich Hochbegabten entlarven. Da pinkelt ein Hund dreimal unfallfrei gegen einen Baum, und schon meint der Halter, er hätte da Einstein auf vier Pfoten an seiner Leine. Auch das Thema Ernährung werde ich ansprechen. Und und und…

Thomas Rank: Wenn sie „ Der Hundeprofi“ drehen, wie lange dauern die Dreharbeiten?

Martin Rütter:Inklusive Problemschilderung und -analyse muss man rund drei bis vier Drehtage pro Fall einplanen. Die Leute erhalten in der Regel 10 bis 50 Trainingseinheiten, natürlich auch abseits der Kamera. Wir veranstalten ja keinen Hokuspokus, sondern zeigen echte Fälle, die wir nachhaltig lösen möchten. Da kann die Trainingsarbeit schon mal mehrere Woche oder gar Monate in Anspruch nehmen.

Thomas Rank: Können sie in Kurzform von den Dreharbeiten (Ablauf etc.) berichten.

Martin Rütter:Zu Beginn findet immer ein ausführliches Sondierungsgespräch mit den jeweiligen Haltern statt. Das ist enorm wichtig, damit ich mir einen Eindruck von den Menschen, ihren Lebensumständen, ihren Ansichten, ihrer Beziehung zu ihrem Hund, also ihrem kompletten Alltag verschaffen kann. Erst dann schaue ich mir den Hund und das skizzierte Problem an, entwickele einen Lösungsansatz, um dann final mit der eigentlichen Trainingsarbeit starten zu können.
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myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 18.10.2014
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