Good Thing von Paul Young- Neues Album von dem Brit Award Gewinner erscheint am 15.April

Paul Young mit neuer CD (Foto: Agentur)
 
(Foto: Agentur)
 
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Good Thing ist eine gute Sache: Eine große Kollektion von Klassikern, aber auch unterschätzten Insider-Hits des R&B, die von einem der besten Soul-Sänger aufgenommen wurden, die England je hervorgebracht hat: PAUL YOUNG! Es ist zwar das erste „richtige Album“, das der Brit-Award Gewinner nach langer, langer Zeit nun aufgenommen hat, doch schon in jenem Moment, wenn er den ersten Ton von Al Greens mitreißendem L-O-V-E anstimmt, ist es, als wäre er nie fort gewesen.

Good Thing erscheint 35 Jahre nachdem PAUL zum ersten Mal auf der Pop-Szene auftauchte: Zunächst mit der Street Band, die mit Toast im Jahr 1978 einen ersten UK-Hit ablieferten, dann mit den Bläser-gesättigten R&B-Querläufern Q-Tips, die Producer Mickie Most einst als die beste Live-Bands der Insel bezeichnete. Als Solokünstler feierte er gigantische Erfolge mit Wherever I Lay My Hat (That’s My Home) und Love Of The Common People, das in Deutschland 1983 Platz 5 der Charts erreichte. Er glänzte sowohl bei Live Aid als auch auf dem Band Aid-Track Do They Know It’s Christmas. Schließlich brach er auch die Herzen der amerikanischen Fans mit Everytime You Go Away. Auf beiden Seiten des Atlantiks gehörte er zu den größten Stars in der Ära der achtziger Jahre.

Wenn PAUL YOUNG in den späten neunziger Jahren und danach nur wenig in Erscheinung trat, hatte das nichts mit Faulheit zu tun. Der Grund dafür ist ganz einfach: Er war zunächst ausgiebig auf Tournee und er war sich nicht sicher, welchen Weg er nach seinem siebten Album Paul Young (1997) einschlagen sollte. „Ich weiß selbst nicht, was ein typisches Paul Young-Album eigentlich ist“, so erklärt er selbst und ist dabei wild entschlossen, sich wieder ins Getümmel zu werfen. „Es war von Album zu Album jedes Mal anders. Zwischen Song 1 und Song 12 waren auf jedem Album immer viele unterschiedliche Stile vertreten. Es war schwierig, genau zu bestimmen, was von mir erwartet wurde. Also habe ich es immer wieder verschoben.“ Schließlich entschied er, dass es „Zeit war, zu meinen musikalischen Wurzeln zurückzukehren“ – zum Soul der 60er und 70er Jahre, zur Musik von Stax, Motown und Memphis

Das ergibt einen Sinn, denn das erste Album, das PAUL YOUNG sich in seiner Jugend in Luton, wo er aufwuchs, zulegte, war das Greatest Hits-Album von Stevie Wonder. Im Anschluss entdeckte er die rauen und zarten Vertreter wie Otis Redding und Sam & Dave, Joe Tex und Wilson Pickett. So ging er zurück in die Vergangenheit, um die Zukunft zu finden.
„Ich begann zu denken wie ein Musiker“, erinnert er sich. „Ich wollte wissen, wo die 70er, der Philly-Soul und Disco, ihre Wurzeln hatten.
Ich hörte mir Cover-Alben an wie Bowies Pin Ups von 1973 und Bryan Ferrys These Foolish Things, das auch 1973 erschien. Sogar die Beatles und die Stones fingen an, indem sie andere Künstler coverten - so fanden sie ihren eigenen Stil – und ich fand nie, dass sie sich dafür schämen mussten. Ich entdeckte das große Können von Interpreten wie Rod Stewart, Tony Bennett und Frank Sinatra.“

Auf Good Thing ist PAULs Vision reiner, wenn auch mit einem gewissen Sinn für das Spielerische. Und wer hätte seine Rückkehr ins Studio besser unterstützen können als Arthur Baker, der DJ und außergewöhnliche Producer, dessen bahnbrechendes Werk seit den späten 70ern in die Geschichtsbücher eingegangen ist – im Hip-Hop mit Afrika Bambaataa und Planet Petrol und im elektronischen Pop mit New Order und den Pet Shop Boys? Schließlich wird er aus gutem Grund auch „Pate des Elektro“ genannt. Aber wird das Publikum vom Zusammentreffen von Baker und YOUNG nicht sehr überrascht sein?
„Nun ja, man kennt mich als Pate des Elektro, aber ich habe schließlich auch mit Al Green zusammengearbeitet“, erwidert Arthur. „Mein Herz schlägt für diese Art von Alben. Ich war ein großer Fan aller dieser Songs, als sie zum ersten Mal herauskamen.“

Nun also erlebt man sie wieder zusammen, auf ihrem ersten Projekt in Albumlänge. Die ursprüngliche Idee dafür war, dass ein einziger Künstler - PAUL YOUNG – sich „an ein bestimmtes Repertoire eines Publishers“ heranarbeitet, in diesem Fall des East Memphis Publishing House. Ein logischer Schritt angesichts PAULs Liebe zum Southern- und Memphis-Soul. Er hatte 1984 ja bereits einen Top-10-Hit mit Ann Peebles I’m Gonna Tear Your Playhouse Down.

Das Ergebnis zeigt sich aber letztendlich wesentlich breiter angelegt als geplant. Und so stößt man auf Songs wie die erste Single L-O-V-E, Slipped, Tripped And Fell in Love von Peebles, Touch A Hand, Make A Friend von den Staple Singers, Eloise (Hang On In There) von William Bell, Eddie Floyds Big Bird, Johnny Taylors I Believe In You (You Believe In Me), Lou Rawls Your Good Thing (Is About To End) und den Bee Gees-Klassiker Words.

„Ich hatte diese Idee, Coverversionen von Lieblingssongs mit Künstlern aufzunehmen, mit denen ich bereits zusammengearbeitet hatte“, erklärt Arthur Baker. „Stimmklassiker, die Songklassiker aufnehmen. Paul war der erste, der mir dazu einfiel.“
Das Tracklisting für Good Thing entstand dann in einer atemlosen „Plattensammler-Session“, wie PAUL es nennt, in der er und Arthur Vorschläge austauschten.
„Es ging die ganze Zeit so: ‚Was ist hiermit, was ist damit?“, erinnert sich PAUL an die aufregende Fan-Boy-Aktion. Dabei mieden sie zumeist die ausgetretenen Pfade, zu denen zum Beispiel auch R.E.S.P.E.C.T. gehört, und entschieden sich im Zweifelsfalle für die unbekannteren Optionen.
„Wir haben versucht, nicht gerade die augenfälligen Songs auszusuchen“, so PAUL. „Viele von ihnen bewegten sich unter dem Radar, aber es sind trotzdem sehr gute Songs. Ich glaube, das ist etwas, was ich immer getan habe: Weniger bekannte Künstler auf den Tisch zu bringen, Sänger mit unglaublichen Stimmen wie Johnnie Taylor, aber auch Songs, die vielleicht nicht die Top-20 erreichten, die aber eine hohe Qualität haben. Das ist das, was das Album macht: eben diese aus der Versenkung zu holen.“

Arthur Baker fungierte als Executive Producer, die tägliche Arbeit wurde James Hallawell übergeben, der seine Fähigkeiten schon mit Stereo MCs, The Waterboys, David Gray und anderen bewies.
Arthur, Paul und James sind alle einer Meinung: Good Things ist ein zeitloses Vergnügen. Ein purer Genuss für alle, die bläsergesättigten, leidenschaftlichen R&B lieben. Die Performances jedes einzelnen Instruments sind absolut makellos und bringen den Ansatz des Albums auf den Punkt, die Produktion könnte nicht authentischer sein und PAULS Gesang erweckt die Soul-Ära zu neuem Leben. Er macht mit Words von den Bee Gees das, was Al Green mit How Can You Mend A Broken Heart gemacht hat: Er tränkt es mit Memphis-Feuer und großem Können.

Gab es ein bestimmtes Publikum, das sie im Sinn hatten, als die das Album aufnahmen? „Nein, wir haben auf kein besonderes Publikum abgezielt“, erklärt PAUL. „Es ist ein Album geworden, das man überall hören kann – wenn man herumfährt, oder wenn man zuhause ist und mit Freunden ein gutes Essen und einen Drink genießt.“
„Wir wollten einfach großartige Songs aufnehmen und ein großartiges Album daraus machen“, ergänzt Arthur und bringt damit das Konzept von Good Things auf den Punkt. „Meine Idee war ja, einen großartigen Sänger einige großartige Songs singen zu lassen. Ich meine, was kann da schiefgehen?“
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