Fred Jaklitsch:"20 000 Menschen kommen zum Jubiläums Open Air am Grundlsee"-Ein Interview mit dem " Chef" der Band " Die Seer" Fred Jaklitsch

Die Seer im Interview (Foto: Kerstin Joensson)
 
Das Cover der aktuellen CD (Foto: Agentur)
 
(Foto: Ariola)
Die neue CD der SEER trägt den Titel ‚echt seerisch‘. In diesem Jahr feiern sie ihr 15 Jähriges Jubiläum. Die " Seer". Über das Jubiläum und die aktuelle CD hier ein Bericht sowie ein Interview mit Fred Jacklitsch.
Angeblich weiß ja Google alles, aber dem ist nicht so. Beim Suchbegriff ‚seerisch‘ schummelt sich gerne ein ‚h‘, also „seherisch“ dazwischen, aber der ‚Seher‘ hat damit definitiv nichts zu tun. …fragt man die SEER, dann kann man das ‚Seerische’ nur spüren. Es ist die Harmonie von textlichem Inhalt, Melodienfolge der Lieder und das Zusammenspiel der Stimmen…, es ist eine Art Lebensgefühl!

Eigentlich ist es eine Premiere, denn ‚seerisch‘ war noch nie Teil eines Album Titels. 18 Songs haben Fred Jaklitsch und seine 7 SEER eingespielt und somit die Tradition weiter geführt. Es sind die Stimmen, die Intros, die Harmonien und sobald die ersten Takte erklingen, ist das für die Ohren wie Heim-kommen. Grobe Experimente finden keine statt, der Unterschied zu den Vorgänger-Alben liegt im Detail und es sind auch erneut die Geschichten, welche faszinieren. Da gibt es das Lied "Heut heirat die Liebe meines Lebens". Eine Ballade, ein großer Song. Sassy‘s Stimme schwebt auf einem Fundament von schönen Chöre und nimmt sich eines Themas an, das (k)ein Happy End kennt. Es ist eine Frage der Betrachtung, eine von‚ des einen Freud ist des anderen Leid‘. Wenn die Liebe des Lebens unerfüllt bleibt…

Eine völlig andere Anmutung hat das Lied: Du rettest täglich mein Leben. Der Mid Tempo-Titel, interpretiert von Astrid, hat diese Art des unaufdringlichen Ich-hab-dich-lieb-Sagens. Es ist wie ein zärtliches, kleines Flüstern ins Ohr, wie eine kurze, innige Umarmung, diese Zeichen die uns alle gut tun wenn sie spontan passieren und in unseren Alltag einen Tupfer Farbe und Harmonie bringen. Als eine wirkliche „Rarität und Neuheit“ darf Männer vom Land bezeichnet werden. Ein Teil der SEER-Burschen-Riege, also Fred, Tom, Jürgen und Mario treten zum ersten Mal gemeinsam als Sänger an. Ein witziger Uptempo-Song. Alpen-Machismo? Aber nein, viel Augenzwinkern steckt da drin. Live ist das Lied ein Bringer. Hat alle Chancen sich zur Burschen-Hymne zu entwickeln. In diesem Jahr nun feiert die Band am 2.8 am Grundlsee das 15 jährige Jubiläum.

Über das neue Album und das 15 jährige Jubiläum habe ich mit Fred Jaklitsch ein Interview geführt

Thomas Rank:Die Band wurde im Herbst 1996 gegründet, war ursprünglich ein Experiment zwischen Volks- und Popmusik. In diesem Jahr feiert ihr euer 15 jähriges Jubiläum. Wie erklärt ihr euch den Erfolg?

Fred Jaklitsch:Das kann man sich eigentlich nicht erklären. Es gibt wenige, denen das über so viele Jahre gelingt. Dafür gibt es kein Rezept. Das ist einfach auch das Bauchgefühl.

Thomas Rank: Was war damals geplant?

Fred Jaklitsch:Es sollte eine Band mit einem Regionalen Faktor werden. Die Songs damals sind zu Hause am Küchentisch entstanden. Zwei Frauen haben damals bei der Studiotür hereingeschaut, und die gehören heute noch zu der Gruppe.

Thomas Rank: Ihr habt zusammen mit Rainhard Fendrich EAV usw. auf der Bühne gespielt. Wie war das für euch?

Fred Jaklitsch:Das war sehr Positiv. Wir gehören mit unserer Musik zum Austro Pop. Unsere Musik passt eigentlich in keine Schublade.Das hat großen Spaß gemacht mit den Herrschaften, die auf diesem Level spielen, zusammenzuarbeiten.

Thomas Rank: Kommen wir zu eurem neuen Album: Beim zweiten Titel" Juche" erweckt sich bei mir der Eindruck, daß viele musikalische Einflüsse der Bandmitglieder eingeflossen sind. Gehe ich da recht in der Annahme?

Fred Jacklitsch:Ja, das ist wirklich Unglaublich. Das ist das Faszinierende daran, daß alle ihre Eindrücke einbringen. Unser Schlagzeuger z.b. kommt aus der Hardrockmusik. Unsere Sängerin Sabine „Sassy“ Holzinger war die beste Countrysängerin in Österreich. Diese Eindrücke, lassen unsere Musik zu einer Musikalischen Einheit werden.

Thomas Rank:"Hallo Papa" erzählt davon, daß sich die Familie kaum sieht. Ist dies ein Problem, daß in dem Lied verarbeitet wurde?

Fred Jaklitsch:Ich habe das Lied geschrieben, weil sich viele Paare trennen. Das ist ein sehr Zeitgeistbezogenes Lied. Der Papa ist oft weg, und das geht dann schief. Doch eigentlich ist das Wohl des Kindes wichtig. Das wird vielfach vergessen.

Thomas Rank:Im Lied" Lieblingsmensch" geht es darum, das es sehr schwer ist, gute Freunde zu finden, denen man alles anvertraut. Kommt der wirklich schöne Titel aus eigener Erfahrung?

Fred Jaklitsch: Ich habe rund 350 Lieder geschrieben. Die Texte die wir in den Liedern verarbeiten, sollen Autobiografisch sein, daß ist uns sehr wichtig. Es ist uns auch wichtig, daß sich viele in der Band mit den Texten beschäftigen.

Thomas Rank:"Männer vom Land" finde ich vom Text her gigantisch. Wie kam der Text denn zustande?

Fred Jaklitsch:Das ist ein etwas Ironisches Lied. Hat aber einen ernsten Hintergrund. Es ist ein Lied gegen die Landflucht. Die jungen Menschen müssen wegziehen, obwohl die Lebensqualität auf dem Land wirklich gut ist. Ich wohne selber auf dem Land. Und ich genieße das jeden Tag aufs neue.

Thomas Rank: Wie entstehen bei euch die Texte?

Fred Jaklitsch: Die Grundidee kommt von mir. Ich bin ein sturer Hund( lacht) Die einzelnen Mitglieder bringen ihre eigenen Ideen dann mit ein.

Thomas Rank:Wie lange habt ihr an der aktuellen CD gearbeitet?

Fred Jaklitsch:An der aktuellen Platte haben wir rund ein Jahr gearbeitet. Ein halbes Jahr habe ich die Ideen gesammelt, und dann ging es an die Arbeit. Bereits jetzt sammle ich die Ideen für unsere 18. CD.

Thomas Rank:Wie sind die Fanreaktionen auf die Platte?

Fred Jaklitsch:Wir sind jetzt mit unserer Platte Nummer 1 in Österreich. Wir sehen uns aber nicht so sehr als Stimmungsband. Natürlich haben wir Lieder zum Tanzen und Mitsingen, aber wir sehen uns als Liedermacher. Texte wie " Hallo Papa" sind uns sehr wichtig.

Thomas Rank: Ihr feiert am 2.8 am Grundlsee euer 15 jähriges Jubiläum. Unter anderem spielt Boney M. Wie kam es zur Verpflichtung dieser Band?

Fred Jaklitsch: Ich war früher Sänger und Komponist der Band "Joy"
(Touch by Touch"). Wir haben damals bei Auftritten in Rußland Boney M kennengelernt. Seitdem sind wir in Kontakt. Jetzt haben wir sie nach Österreich eingeladen, daß sie das Land auch mal kennenlernen. Sie haben die Einladung angenommen und werden bei unserem Fest spielen.

Thomas Rank:Am 29.8. soll das Konzert auf CD und DVD erscheinen. Wird das Konzert ungekürzt zu sehen sein?

Fred Jaklitsch: Nein. Es wird ein Querschnitt darauf zu sehen sein. Es wäre ja gegenüber den Fans die kommen nicht gerechtfertigt. Gerade bei den Konzerten kann man in den Gesichtern absehen, wie es den Besuchern gefällt.

Thomas Rank:Was wird bei dem Jubiläum geboten?


Fred Jaklitsch:Ein Ausverkauft wird es nicht geben. Wir haben in der Naturarena Platz für mindestens 20.000 Menschen. Es wird ein Familienprogramm geben. Eine Österreichische Volksmusikgruppe wird auftreten. Die Münchener Freiheit wird spielen, Moderiert wird das Programm von EAV Sänger Klaus Eberhartinger. Wir feiern auf einer riesigen Wiese. Es ist für jeden Platz. Die Naturarena macht das Fest zu etwas besonderem.


Thomas Rank: Warum sollte man " Die Seer" Unbedingt Live erleben?

Fred Jaklitsch:Live Konzerte sind immer etwas besonderes. Die Stimmung kann man auf CD gar nicht so erleben, wie auf einem Konzert.
Wir werden im Winter rund 30 Konzerte Unplugged unter dem Motto „DIE SEER – STAD“ mit ganz wenig Technik spielen. Die Konzerte finden in " kleineren "Clubs mit maximal 500 Besuchern stattfinden. Das werden sehr Gefühlsintensive , energetisch aufgeladene Konzerte. Obwohl wir bei jedem Konzert 100% geben, muß man sich augenscheinlich um jeden Bemühen. Da hört man wirklich jeden Ton. Wir freuen uns darauf.
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