Die ganze Pracht der Denkmäler bei Nacht „Langer Abend des offenen Denkmals“ am 10. September von 18 bis 22 Uhr

Acht Vereine und Unterstützerkreise haben sich zusammengetan, um gemeinsam mit der Stadt Günzburg den „Langen Abend des offenen Denkmals“ am 10. September zu organisieren. Acht Denkmäler werden an diesem Abend für die Bürgerschaft geöffnet sein. Begleitet wird der Abend von einem stimmungsvollen und abwechslungsreichen Rahmenprogramm (Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg)
„Gemeinsam Denkmale erhalten“: Unter diesem Motto veranstaltet die Stadt Günzburg mit örtlichen Vereinen den „Langen Abend des offenen Denkmals“ am Samstag, 10. September, in der Zeit von 18 bis 22 Uhr. Acht Baudenkmäler werden an diesem Tag für die Bürgerschaft geöffnet. Die Veranstaltung findet mit einem abwechslungsreichen Programm an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet statt.
Die Freunde der Hofkirche e.V. öffnen das im 16. Jahrhundert erbaute Denkmal auf dem Schlossplatz. Sie gilt als eine der wenigen erhaltenen Kirchenbauten der Spätrenaissance in Süddeutschland. Die Kirche ist heute profaniert; eine einfühlsame Restaurierung der Fassade, die vor rund zehn Jahren abgeschlossen wurde, hat dem Gebäude viel von seinem alten Glanz zurückgegeben. In der Kirche wird die Ausstellung „Innere Stimme – die Schöpfung im Baum“ des Künstlers Bernhard Schmid zu sehen sein. Außerdem laden die Dillinger Barockbläser um 21 Uhr zur Serenade „Bläserglanz und Orgelklang bei Kerzenschein“ ein.
Der Historische Verein Günzburg e.V. öffnet das ehemalige Piaristenkolleg, das heutige Heimatmuseum, für Besucher. Es zählt zu den wichtigsten Baudenkmalen der Stadt und wurde zwischen 1755 und 1757 erbaut. Am „Langen Abend des offenen Denkmals“ finden laufend ca. 20 Minuten dauernde Führungen durch die Räumlichkeiten des Museums statt. Von 19 bis 21 Uhr bietet der Günzburger Autorenverein außerdem eine Lesung im Rokokosaal an. Zu hören sind Werke der Vereinsmitglieder, darunter etwa Mundartgedichte. .
Die Altstadtfreunde Günzburg e.V. gewähren Einblicke in das Wahrzeichen der Stadt, das Untere Tor. Zu sehen ist die Ausstellung „Moderne Malerei im historischen Stadtturm“ sowie die Dauerausstellung „Zeitmessung“ im vierten Obergeschoss. Zudem hat das Café in der Türmerstube geöffnet.
Seine Pforten für Besucher öffnen wird außerdem der Ursulaturm. Der aus dem 15. Jahrhundert stammende Turm hatte die kleinste „Wohnfläche“ aller noch erhaltenen Stadtmauertürme. Bereits seit 1974 ist der Turm von der Stadt an einen kleinen Freundeskreis vermietet, der in Eigenleistung die Renovierung der Innenräume durchgeführt hat. Diese in der Zeit von 2011 bis 2013 durchgeführten Maßnahmen werden als Ausstellung zu sehen sein.
Ein weiteres Denkmal, das am „Langen Abend des offenen Denkmals“ besichtigt werden kann, ist der Kuhturm. Dieser wurde vom Verein zur Pflege des Brauchtums Günzburg e.V. in jahrelanger Arbeit saniert und präsentiert sich heute wieder als architektonisches Schmuckstück. Der Verein zeigt die Ausstellung „Historische Baumaterialien“. Über die Restaurierungsmaßnahmen des ehemaligen Gefängnisses informiert der Restaurator Richard Rau.
Die Frauenkirche gehört zu den herausragenden Denkmälern im Stadtgebiet. Durch die rührige Unterstützung des Fördervereins Frauenkirche e.V. konnte die Kirche von 1993 bis 2002 mit einem Kostenaufwand von 5,5 Millionen Euro saniert werden. Der Förderverein zeigt am 10. September die Ausstellung „Generalsanierung von 1997 bis 2002“ und bietet
laufend 20 Minuten dauernde Führungen über die Nonnenempore an.
Besucher haben außerdem die Möglichkeit, die Jahnhalle zu besichtigen. Eigentlich schon zum Abbruch bestimmt, erwachte in der Einwohnerschaft eine alte Liebe zu dem 1929 errichteten Gebäude. Dieses intensive Engagement führte nicht nur zur Gründung des Fördervereins Günzburger Jahnhalle e.V., es bewirkte auch die Aufnahme in die Denkmalliste der Stadt im Jahr 2000. Am 10. September können Besucher Klettervorführungen des Deutschen Alpenvereins der Sektion Günzburg bestaunen. Die neue Tanzabteilung des VfL Günzburg zeigt verschiedene Trainingseinheiten. Um 19 Uhr führt Architekt Martin Endhardt unter dem Motto „Bau der Jahnhalle mit Berücksichtigung
der Bürgerbeteiligung“ durch die Jahnhalle. Der Förderverein serviert an diesem Abend Cocktails.
Zwischen den Städtischen Anlagen und der Reisensburg gelegen befindet sich der Kalvarienberg. Dieser entwickelte sich um 1700 zu einem viel besuchten Wallfahrtsort.
Beim „Langen Abend des offenen Denkmals“ werden die Anlagen auf dem Kalvarienberg festlich beleuchtet. Um 19 und 20 Uhr findet in der Kreuzbergkapelle eine Musik zur Besinnung mit Harfe und Flöte statt. Außerdem hat der Kreuzbergbeauftragte eine Führung organisiert. Diese beginnt um 19 Uhr und dauert ca. eine Stunde. Treffpunkt ist an der Reisensburger Straße 40.
- Weitere Informationen: Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Günzburg,
Ansprechpartnerin: Gabriela Karnowski-Bachofer, Telefon: 08221/903-175, E-Mail-
Adresse: Karnowski-Bachofer@rathaus.guenzburg.de
- Der Flyer zum Programm liegt in der Tourist-Information sowie in weiteren
Einrichtungen in der Stadt aus
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.