Die Drei Damen „Träum weiter“-Neues Album auf dem Markt-Live unter anderem in Augsburg und Memmingen

(Foto: Agentur)

Es ist eine absolut hörenswerte Platte, die auf dem Markt erschienen ist. Ich konnte mich an dem Album kaum satt hören.Bairisch, jazzig, weiblich - geht das? Und wie das geht! „Die Drei Damen" nennt sich ein schier unglaubliches Trio, das eine neue Welle kreiert und das Erscheinungsbild des Jazz um eine facettenreiche Variante bereichert hat. Die Zutaten für den erfrischenden Cocktail sind schnell ausgemacht: Drei tolle Stimmen, höchste Virtuosität an den Instrumenten und (überwiegend) bairische Texte. Gesuchte Nähe zu dem seit kurzem so oft verwendeten Begriff „Heimatsound“? Mitnichten, denn laut Brockhaus ist Heimat ein Ort, „in den der Mensch hineingeboren wird, wo die frühen Sozialisationserfahrungen stattfinden, die weithin Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und auch Weltauffassungen prägen". Kurz: eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Womit wir bei der Herkunft der drei Künstlerinnen sind: Bayern. Mit diesem Lebensgefühl und seinen humorvollen, besinnlichen und poetischen Texten in unterschiedlichster musikalischer Verpackung präsentiert sich das Trio auf ihrem neuen Album „Träum weiter" in Höchstform.

Das kommt nicht von ungefähr, denn Die Drei Damen wissen was sie tun. Zum einen kombinieren sie chansoneske Kompositionen mit afro-kubanischen Anleihen, zum Anderen werden Klassiker mit Einflüssen von Samba bis Tango neu interpretiert. Sprachwitz in Mundart und Schriftdeutsch kennzeichnen die Texte und was auf den ersten Blick nicht zusammen passt wird kurzerhand passend gemacht und belegt, wie unbeschwert anspruchsvolle Unterhaltung sein kann. Was besonders auch für die Bühne gilt, wenn sich hohe Musikalität mit den besten Merkmalen des Kabarett paart: Spontanität, Schlagfertigkeit und Witz.

Wer sind nun die drei Damen, die uns so charmant vorführen, dass der Jazz nach wie vor zu den kreativsten Musikformen zählt? Beginnen wir mit der bis weit über die Landesgrenzen hinaus hoch angesehenen Sängerin Lisa Wahlandt aus dem idyllischen Rottal, die diese Formation ins Leben gerufen hat. Bestens ausgebildet am Bruckner Konservatorium in Linz und gefördert durch ein Stipendium für die Manhattan School of Music in New York gleicht ihre stimmliche Vielfalt der Farbenpracht eines bunten Frühlingsstrauß'. Besonders eindringliche Momente sind die Balladen, bei denen Lisa Wahlandt auf die Ausdruckskraft ihrer Stimme setzt und die Gehörgänge zart wie Schmetterlingsflügel berührt. An ihrer Seite die Münchner Pianistin und Sängerin Andrea Hermenau, die ihre Fingerfertigkeit und ihre Improvisationsgabe ihrem Studium am Richard-Strauss-Konservatorium, in erster Linie aber ihrem Talent verdankt. Dass ihr Spiel mitunter an Kollegen wie Chick Corea oder Deutschlands N° 1-Latin-Jazz-Pianist Sebastian Schunke erinnert, beeindruckt nicht nur die Kenner der Szene. Und, last not least, Bassistin und Sängerin Christiane Öttl aus Passau. Seit Jahren ein gern gesehener Gast auf europäischen Konzertbühnen liefert die Multiinstrumentalistin und Dozentin die „Tiefton-Basis" für das Trio. Ihr Bassspiel swingt, ist flink, sicher und ausdrucksvoll. Nicht zu vergessen ihre wohlklingende Stimme, die den dreistimmigen Satzgesang vollkommen macht.

Auf die Frage, was den Reiz der Band ausmacht, erklärt Lisa Wahlandt: „Der Reiz unserer Musik liegt in der Kombination der vielfältigen Einflüsse. Stilistische Grenzen setzen wir uns beim Komponieren nicht. Wichtig ist nur die Aussagekraft und das Gefühl eines Songs. Wir lieben die Herausforderung, auch ohne komplexe Instrumentierung dichte Atmosphäre und Stimmung zu entwickeln."
All das und noch viel mehr sind die Basis für ein wunderbar ungewöhnliches Programm. Der große Bogen reicht von dem wärmenden, an die großartige Flora Purim erinnernden Morgensonne-Mundart-Song „D'Sunn" über eine jazztriefende Neu-Version des NDW-Megahits „Sternenhimmel" von Hubert Kah bis „I dad di scho meng", ein Liebeslied mit bajuwarischem Samba-Feeling. Emotional-poetisch wird es im Hochdeutsch gesungenen „Unbekannte", 50er Jahre-Feeling hingegen verbreitet „Liebeslied an die Cote d´Azur", eine Calypso-Hommage an Südfrankreich. Die Bearbeitung von Herbert Grönemeiers „Männer" lässt sicher alle Frauenherzen höher schlagen und Freunde des Tango kommen bei „Wenn ich reich wär" auch noch voll auf ihre Kosten.

„Träum weiter" - ein Album für das musikalische Charakterfach.





Die Drei Damen live:

Oktober 2016

Sa. 01. München Unterfahrt
Mi. 05. Augsburg Parktheater Göggingen
Sa. 08. Memmigen PiK, Parterretheater im Künerhaus
Fr. 14. Kaufbeuren Kulturring Kaufbeuren e.V.
Sa.15. Garmisch-Partenk. Kulturbeutel GAP e.V
Fr. 21. Poppenreuth bei Fürth Pfarrscheune

November 2016

Do. 10. Windisch-Eschenbach Schafferhof
So. 13. Haar Kleines Theater
Di. 15. Rosenheim Le Pirate
Fr. 18. Passau Staatliche Berufsschule 2
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