Gedanken zum 5. Fastensonntag

Gersthofen: Pfarreiengemeinschaft | Immer wieder sind wir sehr erschüttert, wenn wir in den Nachrichten davon hören, dass es auch heute noch in manchen Ländern die grausame Strafe der Steinigung gibt!

Die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau zu Jesus, die beim Ehebruch ertappt worden war (vgl. Joh 8,1-11). Im Gesetzt ist es doch vorgeschrieben eine solche Frau zu steinigen... Warum immer die Frauen - so möchte man zunächst fragen? Hat denn der Mann keine Schuld auf sich geladen? Und dann noch diese grausame Strafe! Kann man denn mit der Schuld eines Menschen und mit zwischenmenschlichen Konflikten nicht anders umgehen?

Jesus zeigt einen Ausweg! Zunächst wendet er sich an die Selbstgerechten: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie". Neben der öffentlichen Zurechtweisung ist das auch eine Einladung, in sich zu gehen, nachzudenken und sich selber mit der eigenen Selbstgerechtigkeit in Frage zu stellen! Vielleicht haben manche dieser Schriftgelehrten und Pharisäer diese Lektion verstanden und einen guten Weg für sich und ihre Mitmenschen gefunden...? Danach wendet sich Jesus an die Frau: "Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!" Die Barmherzigkeit Jesu ist größer als die Forderung des Gesetzes. Jesus beurteilt die Frau nicht nach ihrer Vergangenheit. Er eröffnet ihr eine neue Chance, einen guten Weg in die Zukunft!

Es bleibt offen, wie es nun weiter geht.... Wir erfahren nichts über die weiteren Lebenswege der Frau oder der Schriftgelehrten und Pharisäer. - Wir selber sind nun eingeladen, uns in diese Geschichte hineinnehmen zu lassen. Denn auch wir dürfen uns - egal wo wir uns wiederfinden - von der Barmherzigkeit Jesu beschenken oder auch positiv herausfordern lassen!
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