„Oldies but Goldies“ zu Gast bei der Judoabteilung des SC Unterpfaffenhofen-Germering

v.lo.n.r.: Lutz Meier-Staude, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im BJV, Franz Dausch, Seniorenbeauftragter im BJV, Joachim Kröppel, Breitensportreferent im BJV, Mike Jäger, Judoabteilungsleiter im SCUG
 
Obwohl es eng war, klappte alles super

Es war ein großer Tag für den Bayerischen Judosport

Ein Forum scheint sich zu etablieren

Zu den zweiten „Oldies but Goldies“ in diesem Jahr kamen Judoka aus allen Himmelsrichtungen nach Germering bei München. Waren es bei der ersten Veranstaltung dieser Art in Erlangen noch 21 Teilnehmer gewesen, hatten sich dieses Mal 42 Judoka angekündigt. Damit war die alte Halle der Kirchenschule in Germering „randvoll“. Der älteste Judoka war mit 76 Jahren der rüstige Robert Roth, der aber wegen einer Verletzung auf der Matte nicht bis zum Schluss aktiv sein konnte. Breitensportreferent Joachim Kröppel wertete die hohe Teilnehmerzahl in seiner Ansprache als positives Signal einer verstärkten Nachfrage nach Veranstaltungen dieser Art. So würden im kommenden Jahr wieder zwei „Oldies but Goldies“ stattfinden, einmal in Nordbayern und dann in Südbayern. Lutz Meier-Staude (BJV-Presseteam) wies in seiner kurzen Ansprache daraufhin, dass es nicht nur wichtig sei, neue Mitglieder zu gewinnen; es gehe auch konkret darum, ältere Judoka mit einem verstärkten Angebot dem Judosport zu erhalten.
Zum Schluss kam noch SCUG-Abteilungsleiter Mike Jäger zu Wort, der kurz und bündig alle Judoka zum Mittagessen einlud. Dazu würden Leberkäse, Rollbraten, Kartoffelsalat und weitere Zutaten bereits jetzt im SCUG-Vereinsheim zubereitet.
Dann übernahm Franz Dausch das Kommando auf der Matte, und alle folgten fasziniert seinen Ausführungen. Auf seine ruhige und besonnene Art brachte er die „Oldies“ mit interessanten Aufwärmübungen in Schwung. Alle machten mit, weil ja alles so easy war. Danträger und Kyugrade in den verschiedensten Abstufungen waren gleichermassen begeistert bei der Sache.
Bei den Standtechniken richtete Franz Dausch sein besonderes Augenmerk auf das vielerorts vernachlässigte Kuzushi. Auf einfache Art und Weise verdeutlichte er dies am Beispiel von De Ashi Barai und O Goshi; und schon ging es mit den Techniken viel leichter. Es war das Vermitteln von Detailwissen, was bei den Judokas den Aha-Effekt auslöste.
Auch Randori kam nicht zu kurz, wobei Franz Dausch genau darauf achtete, dass daraus kein Kampf auf Biegen und Brechen herauskam. Nicht der Sieg wäre das Ziel im Randori, sondern die Weichheit, das Ausweichen, das lockere Weiterführen von Ukes Angriff zum eigenen Vorteil. Wichtig sei dabei die ständige Aktivität.
Joachim Kröppel sorgte zum Schluss der ersten Einheit mit Entspannungsübungen für einen angenehmen cool down.
Zum Mittagessen hatte die SCUG-Judoabteilung zwischenzeitlich in der Vorhalle Biertischgarnituren aufgestellt, und sehr schnell saß man vereint in der Vorhalle beim Mittagessen. Der Hunger war groß und dem Autor wurde mitgeteilt, dass nichts Essbares übriggeblieben sei.
Der Nachmittag war den Bodentechniken gewidmet. Dabei standen einfache Techniken im Vordergrund, die aber durch Detailwissen von Dausch den Judokas oft neue Betrachtungsweisen ermöglichten. Es war wirklich eine gelungene Veranstaltung. Danach kam noch einmal Joachim Kröppel mit abschließenden Dehnübungen und gegenseitigen Massagen.
Zum Abschluss der Veranstaltung ergriff Joachim Kröppel noch einmal das Wort, bedankte sich beim SCUG für die gelungene Veranstaltung, und bei den Teilnehmern im fortgeschrittenen Alter, die ja heute durch ihre vielfältigen Funktionen in den Vereinen eigentlich das Rückgrat des BJV seien. Er wolle das Angebot für diesen Personenkreis und allen anderweitig Interessierten in den nächsten Jahren aufrechterhalten und intensivieren.

Bilder: Oliver Lang
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