TuS-Panther erst in der zweiten Halbzeit bissiger

Nicht nur in dieser Szene konnte sich Julian Prause gegen die Abwehr des HSV Bad Blankenburg durchsetzen
 
Tizian Maier kurz vor dem Treffer zum 4:2
- Gäste finden kein Mittel gegen die bewegliche und aggressive Abwehr und müssen die Heimreise mit einer deutlichen 30:14 (12:8) Niederlage antreten -

Obwohl Trainer Martin Wild mit der Angriffsleistung seines Teams in der ersten Halbzeit wahrlich nicht zufrieden sein konnte und dies auch deutlich in der Halbzeitpause ansprach, war es für die rund 700 Besucher vielleicht der optimalere Verlauf des Spieles. Von Beginn war zu erkennen, dass wir gegenüber dem HSV Bad Blankenburg die bessere Spielanlage hatten und der Gästeangriff mit unserer gewohnt beweglichen und aggressiven Abwehr so seine Probleme hatte. Was dennoch aufs Tor kam war fast immer eine sichere Beute von Torhüter Lucas Kröger. Dass wir nach 14. Minuten dennoch nur mit 5:4 in Führung lagen war der schon zu diesem Zeitpunkt ungewohnt fahrlässige Umgang mit den sich bietenden Torchancen. Eine Zeitstrafe, die ein weiterer HSV-Spieler glaubte kommentieren zu müssen, brachte diesem ebenfalls eine Zeitstrafe ein. Die doppelte Überzahlsituation nutzten wir zur 9:4 Führung, die aber nicht dazu beitrug, konzentrierter die Sache anzugehen. Über den 11:5 Zwischenstand (25.) wechselten beide Teams mit dem 12:8 Halbzeitstand die Seiten. In der gab es von Seiten des Trainers an der guten Abwehrarbeit wahrlich nichts auszusetzen, der im Abschluss aber ein wenig mehr Konzentration forderte.
Ein moralischer „Tiefschlag“ für die Gäste und ein „Hallo wach“ für unser Team war die 36. Minute, in der Michael Luderschmid, der in der zweiten Halbzeit im Tor stand, beim Spielstand von 13:10 den Siebenmeter von Dusan Maric halten konnte. Als der HSV im Gegenzug auch noch eine Zeitstrafe hinnehmen musste, nutzte dies unser Team eiskalt aus und erhöhte den Vorsprung auf 17:10. Jetzt wurden auch die sich bietenden Chancen konsequenter genutzt, so dass die TuS-Fans fast nicht mehr aus dem Jubeln heraus kamen. Nach dem 22:10 glückte den Gästen erst in der 44. Minute wieder ein Treffer zum 22:11. Unser Team ließ jetzt aber nicht mehr locker und erhöhte den Vorsprung bis zur 54. Minute auf 27:12. Nicht nur in dieser Phase gab Trainer Martin Wild seinen jüngsten im Team die Gelegenheit Spielpraxis zu sammeln, was sich in den Schlussminuten auch darin zeigte, dass mit Alexander Leindl, Yannick Engelmann, Vitus Batzer, Fabian Almendinger und Tizian Maier fünf Spieler der Jahrgänge 95-97, wobei Tizian Maier schon zu den Stammspielern zu zählen ist, den Endstand zum verdienten 30:14 herstellen konnten.
Nicht nur, dass wir uns mit diesem Sieg weiterhin in der Spitzengruppe der Liga halten, können wir nach der Niederlage des HC Elbflorenz in Bad Neustadt zu diesem am kommenden Samstag als Tabellenzweiter reisen und den eigentlichen Topfavoriten auf die Meisterschaft und derzeitigen Tabellendritten in Dresden herausfordern. Für uns ist es eigentlich wie ein Märchen. Im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt um jeden Punkt gegen den Abstieg kämpfend, können wir unbeschwert nach Dresden reisen und dem HC sogar die Möglichkeit nehmen, an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga teilzunehmen. Dass Dresden der ganz große Favorit in diesem Spiel sein wird, darüber muss man sich keine Gedanken machen. Da wir aber auch Geschmack an dem zweiten Platz gefunden haben, wird die Mannschaft alles daran setzen, diesen auch zu verteidigen. Wer weiß, für was die letzten Minuten unserer Joungsters in dem Spiel gegen den HSV Bad Blankenburg gut waren? Wir freuen uns schon auf das Spiel, aber auch auf das letzte Spiel gegen den TSV Rödelsee am 23.04.2016, da es danach ganz sicher in der Halle etwas zu feiern gibt.
Das Spiel in Dresden beginnt um 17:30 Uhr. Wer mitfahren möchte, sollte um 09:00 Uhr in Fürstenfeldbruck, Auf der Lände, sein.


Für den TuS spielten:
Im Tor: Michael Luderschmid, Lucas Kröger, Fabian Almendinger
Alexander Leindl (2), Sebastian Scovenna (2), Marcus Hoffmann (8/3), Christian Haller (2), Korbinian Lex (4), Vitus Batzer, Yannick Engelmann (3), Philip Ball (1), Tizian Maier (2), Julian Prause (3), Tobias Prestele (3),
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