TuS-Panther erkämpfen einen Punkt gegen den Tabellenführer

Gegen zwei Hüttenberger Abwehrspieler konnte sich Chrissi Haller nicht durchsetzen, was ihm aber ...
 
... gegen einen gelang und danach der Weg frei zum Tor war.
 
Korbinian Lex, einer der Aktivposten im Angriff und ....
- Verdienter Punktgewinn beim 22:22 (9:12) Unentschieden gegen den TV Hüttenberg

Die Halle war mit 800 Zuschauern wieder sehr gut gefüllt und die meisten von ihnen haben in den zurückliegenden Spielen viele gute und dramatische Spiele miterleben können. Eine Steigerung gab es nochmals am Samstag gegen den designierten Meister TV Hüttenberg, was dem Trainer Martin Wild auch bei der Pressekonferenz in gewisser Weise noch eine Gänsehaut hervorrief. Das beruhte nicht nur auf dem Spielverlauf, sondern mal wieder auf die Unterstützung der Fans. Diese hatte sich die Mannschaft durch ihren bedingungslosen Einsatz auch redlich verdient und nötigte sogar dem Trainer der Gäste einen gewissen Respekt ab. Auch wenn es richtig ist, dass eine Mannschaft gemeinsam gewinnt oder verliert, so hat sie doch manchmal einen der für den Erfolg steht und dann auch jemanden, der als „tragische Figur“ für eine Niederlage steht. Auch wenn er sich beim Jubel über den verdienten Punkt gegen den Tabellenführer dezent im Hintergrund hielt, war Michael Luderschmid der Garant der seiner Mannschaft den notwendigen Rückhalt gab und den Hüttenberger Angriff zur Verzweiflung brachte. Dabei darf die besondere Leistung nicht nur an den letzten zehn Minuten festgemacht werden, in denen er auch in Unterzahlsituationen kein Tor mehr zuließ.
Der Tabellenführer zeigte von Beginn an, warum er in den bisherigen Spielen im Schnitt nur 21 Tore zugelassen hat. Kompakt stehend und rustikal zugreifend, wie es vermutlich in der zweiten Liga der Fall sein muss, verschafften sich die Hessen den notwendigen Respekt, was vor allem in der Anfangsphase Korbinian Lex zu spüren bekam, der in der Vorwoche noch zehn Tore erzielte. Dennoch kamen wir zu guten Chancen, die leider nicht genutzt werden konnten, so dass die Fans bis zur 9. Minute warten mussten, ehe sie den ersten Treffer durch Yannick Engelmann zum 1:2 bejubeln konnten. Dass den Gästen bis dahin auch nur zwei Treffer gelangen lag an unserer ebenfalls wieder kompakt stehenden Abwehr und einem dahinter bestens postierten Michael Luderschmid. Nach dem Anschlusstreffer konnten wir auch zum 2:2 ausgleichen, in dessen Folge das Spiel bis zum 7:7 in der 19. Minute ausgeglichen verlief. Dann zeigte Hüttenberg seine individuellen Qualitäten und nutzte jede kleine Nachlässigkeit, so dass wir nach 26 Minuten mit 7:11 in Rückstand lagen. Obwohl wir mit einem 9:12 in die Halbzeitpause gehen mussten, konnte Trainer Martin Wild mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden sein. Die Abwehr „stand“ und nur im Angriff hätten die sich bietenden Gelegenheiten besser genutzt werden müssen. Das sollte in den zweiten 30 Minuten nachgeholt werden.
Bis zur 36. Minute hielt der Favorit nicht nur den Abstand, sondern vergrößerte ihn mit dem 11:15 sogar auf vier Tore. Die nächsten vier Minuten brachten die Wittelsbacher Halle aber das erste mal zum Brodeln, als uns bis zur 40. Minute durch die Tore von Ball, Lex, Prause und Sebastian Scovenna der 15:15 Ausgleich gelang. Trainer Eyjölfsson nahm die Auszeit und seine Mannschaft wieder in die Spur. So konnte der Tabellenführer bis zur 46. Minute und dem 19:22 wieder einen Dreitorevorsprung erzielen, der bis zum 19:22 in der 50. Minute Bestand hatte. Was sich in den letzten zehn Minuten abspielte, wird vielen Fans und vermutlich auch den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben. Zunächst konnten wir bis zur 53. Minute den 21:22 Anschlusstreffer erzielen. Als dann in der 53. und 54. Minute Tobias Prestele und Korbinian Lex auf die Bank mussten, hatten die Hessen die große Chance bei einer 6:4 Überzahlsituation den Vorsprung wieder zu erhöhen, was vermutlich die Vorentscheidung gewesen wäre. Die letzten zehn Minuten waren aber auch die von Michael Luderschmid, der zum einen immer richtig stand und zum anderen mit tollen Reflexen keinen Treffer mehr zuließ. Diese Leistung rief auch die Fans wieder auf den Plan, die in der 55. Minute nicht nur den 22:22 Ausgleichtreffer durch Matias Scovenna bejubeln konnten, sondern danach bei der Auszeit der Gäste sprichwörtlich hinter ihrer Mannschaft standen. Das rief auch den Gästetrainer auf den Plan, der so etwas wohl bisher nicht kannte, dass sich hinter seiner Bank eine stehende „Fanwand“ aufbaute. Die Auszeit zeigte diesmal keine Wirkung und auch eine weitere Zeitstrafe konnten die Gäste nicht nutzen. So hatten wir plötzlich die Gelegenheit, nach dem 4:3 zum zweiten Mal in Führung zu gehen, womit uns zumindest das Unentschieden sicher gewesen wäre. Eine gute Parade des Gästetorhüter verhinderte die 23:22 Führung, so dass die Fans noch rund 30 Sekunden zittern mussten. In denen wurde nochmals alles in die Waagschale geworfen, so dass zum Schluss ein 22:22 Unentschieden gefeierte werden konnte.
Trotz dieses verdienten Punktgewinns bzw. Punktverlustes, je nachdem wie man den Spielverlauf analysiert und bewertet, hat sich die Mannschaft einen zusätzlichen Punkt bei den Fans erspielt. Diese Euphorie nehmen wir in die nächsten Spiele sehr gerne mit, auch wenn Gästetrainer Eyjölfsson schon vorausblickend darauf hinwies, dass es schwieriger wird, dies in der neuen Saison zu wiederholen, wünschte uns dazu allerdings viel Erfolg und Glück. Das ist allerdings noch Zukunft. Aktuell ist es so, dass Trainer Martin Wild auch in den letzten fünf Spielen mit Sebastian Meinzer auf seinen bisher besten Torschützen verzichten muss. Die Rückenprobleme lassen weitere Einsätze nicht zu. Erfreulich ist, dass sich Maximilian Lentner und Frederik Hartz auf dem Weg der Besserung befinden und durchaus die Möglichkeit besteht, dass sie bei der HSG Rodgau Nieder-Roden am 02.04.2016 wieder mit dabei sein können. Zunächst freut sich die Mannschaft auf ein paar handballfreie Tage und wir wünschen Ihnen frohe Ostern und weisen schon jetzt auf das nächste Heimspiel am Samstag, den 09.04.2016, 19:30 Uhr, hin, wenn wir den HSV Bad Blankenburg in der Wittelsbacher Halle empfangen.


Für den TuS spielten:
Im Tor: Michael Luderschmid, Lucas Kröger,
Alexander Leindl, Sebastian Scovenna (2), Marcus Hoffmann (2), Christian Haller (1), Korbinian Lex (3), Philip Ball (4/4), Andreas Knorr (1), Matias Scovenna (1), Titzian Maier (2), Julian Prause (1), Tobias Prestele (2), Yannick Engelmann (3)
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