Gerade noch mal gut gegangen - TuS Handballer machen es spannend

Spielführer Maximilian Dück bedankt sich beim neuen Hauptsponsor Christoph Sutor mit einem Trikot
 
Maximilian Lenter auf dem Weg zum 3:3 Ausgleich
- Mühevoller 29:26 (11:12) Erfolg gegen Bayreuth unter den Augen des neuen Hauptsponsors -
Ganz sicher hofften fast alle der rund 350 anwesenden TuS-Fans, dass ihr Team noch zu ihrem Spiel finden würde, nach dem Spielverlauf so richtig glauben konnten sie es aber nicht. Es war von Beginn an ein sehr zerfahrenes Spiel, in dem die Oberfranken das wahr machten, was sie im Vorbericht zum Spiel angekündigt hatten. Zum einen wollten sie mit geduldigem Spiel unser Tempospiel unterbinden und zum anderen über eine kompakte und aggressive Abwehr, mit einem gut aufgelegten Torwart, uns am Torerfolg hindern. Das mit dem geduldigem Spiel funktionierte nicht ganz, dafür aber mehr die Abwehr mit einem bestens aufgelegten Alexander Wittmann im Tor. Dass die Mannschaft von Trainer Martin Wild nicht wollte, kann man ihr nicht absprechen, nur in der letzten Konsequenz haperte es mal mehr und mal weniger. Nach einem 0:2 Rückstand, gelang Marcus Hoffmann erst in der 6. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2 und Maximilian Lentner in der 10. Minute der 3:3 Ausgleichstreffer. Da der Bayreuther Angriff auch nicht die große Durchschlagskraft entwickelte, konnte jedes Team bis zur 15. Minute jeweils nur ein Tor erzielen, in der Trainer Martin Wild mit einer Auszeit versuchte, seiner Mannschaft die richtigen Impulse zu geben. Das glückte zunächst, da wir erstmals in diesem Spiel mit 5:4 in Führung gehen konnten, was aber nur von kurzer Dauer war. Wer gedacht hatte, dass damit ein wenig Ruhe in das Spiel kommen würde, sah sich getäuscht, zumal auch die Torhüter ihren Vorderleute nicht unbedingt die dafür notwendige Unterstützung geben konnten. Über das 6:6 konnte Bayreuth bis zur 22. Minute mit 6:9 in Führung gehen, was wohl ein kleines „Hallo Aufwachen“ bei unserer Mannschaft bewirkte. So konnte der Rückstand bis zur 30. Minute und dem 11:11 egalisiert werden, ehe die Gäste mit einem verwandelten Siebenmeter mit der 11:12 Führung in die Halbzeitpause gehen konnten. Dort gab es kein Donnerwetter, da die Mannschaft wohl wusste an was es lag, dass sie in einem Heimspiel zur Halbzeit erstmals in Rückstand lag.
Leider konnte die Mannschaft die Verunsicherung der ersten Halbzeit nicht der Kabine ablegen, so dass sich an der Spielweise in der zweiten Halbzeit nichts änderte. Symptomatisch dafür war die 38. und 39. Spielminute, in denen wir in einer Überzahlsituation 6:4 zwei Treffer zum 14:17 hinnehmen mussten. In der 41. Minute beorderte Martin Wild erneut Robert Vuskovic ins Tor, der in der 43. Minute beim Spielstand von 17:18 einen Siebenmeter halten konnte, was aber für einige Minuten seine letzte Glanztat gewesen sein sollte. Wie zu Beginn angeführt, blieb unser Team in Reichweite, lief aber wegen individueller Fehler immer einem Rückstand hinterher, so dass bis zur 50. Minute wirklich nicht damit gerechnet werden konnte, dass auch das 17. Heimspiel in Folge von Erfolg gekrönt sein könnte. Ausgerechnet in einer Unterzahlsituation nahm das Spiel seine Wende zu unseren Gunsten. Nach dem Führungstreffer zum 24:23 musste Falk Kolodziej für zwei Minuten auf die Bank, da er beim Zurücklaufen weniger als drei Meter an dem am Anwurfpunkt stehenden Bayreuther Spieler vorbeigelaufen war und der sich behindert fühlte. Jetzt kam auch die Zeit von Robert Vuskovic, der zwei sehr wichtige Bälle hielt und Korbinian Lex in Unterzahl in der 53. Minute zum 25:23 erhöhen konnte. Bayreuth versuchte es jetzt mit einer noch offensiveren Deckung und auch mit einer Manndeckung für Falk Kolodziej. Der, das muss an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt werden, fast 60 Minuten schon in der zweiten Mannschaft gespielt hatte und dort mit seiner Übersicht diese zum 23:17 Erfolg führte. Auch im Spiel gegen Bayreuth führte er geschickt Regie und es zeichnet sich ab, dass er schön langsam in die Rolle des Spielmachers auf der Mittelposition schlüpfen könnte. Mit der Unterstützung der Brucker Fans wurde der Vorsprung jetzt verteidigt, so dass zum Schluss ein 29:26 Erfolg gefeiert werden konnte. Anzumerken ist, dass mit so einer Leistung ganz sicher kein Auswärtsspiel gewonnen werden kann und schon gar nicht nächste Woche in Lohr. Die TuS-Fans waren es, die an ihr Team glaubten und es trotz einer wahrlich nicht überzeugenden Leistung immer unterstützten. Das sieht auswärts ganz anders aus. Wenn hier der Heimverein seine Chance sieht, die ganz sicher auch Bayreuth hatte, und durch seine Fans unterstützt wird, kann mit so einer Spielweise ganz schnell die Tabellenführung weg sein. Ismaning lässt grüßen!
Zum Schluss darf auch noch ein Wort zu den Schiedsrichtern geschrieben werden, die in den letzten 10 – 15 Minuten wohl dem laufintensiven Spiel etwas Tribut zollen mussten, was sich in der Konzentration und den Entscheidungen widerspiegelte, die auf beiden Seiten ungläubiges Kopfschütteln bewirkten. Wie angeführt geht die Reise nächste Woche nach Lohr, was zu Beginn der Saison und den Prognosen ein Spiel um die Herbstmeisterschaft hätte werden sollen. An Brisanz hat das Spiel nichts verloren, da es für Lohr plötzlich darum geht, Punkte einzufahren, um Abstand von den Abstiegsplätzen zu halten. Wir wollen natürlich als Tabellenführer ins neue Jahr wechseln, was aber einer ganz anderen Leistung bedarf, als es gegen Bayreuth der Fall war.

Tor: Robert Vuskovic, Lucas Kröger, Myles Sasse
Nick Huber (6), Marco Müller, Markus Hoffmann (4), Falk Kolodziej (1), Christian Haller (1), Korbinian Lex (2), Markus Dangers (5), Andreas Knorr (3), Maximilian Dück (6/3), Julian Prause, Maximilian Lentner (1)
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