Erlangen zwingt TuS-Handballer zur besten Saisonleistung

Trotz Erlanger Überzahl kann sich Nick Huber durchsetzen und wenig später das 3:3 erzielen
 
Maxi Dück mit ganzer Körperspannung zum Torerfolg
- Abwehr legte den Grundstein zum verdienten 25:23 (11:10) Erfolg -

Dass sich unser Team am Gegner steigern kann, demonstrierte sie mal wieder in eindrucksvoller Weise gegen die zweite Mannschaft des HC Erlangen. Der war in seiner stärksten Formation nach Fürstenfeldbruck angereist und bot sogar Andreas Bayerschmidt im Tor auf, der sonst ein Garant im Tor der 1. Mannschaft ist. Der war es auch, der es uns sehr schwer machte, zum Torerfolg zu kommen. Dass sich Erlangen trotz dieses Rückhalts Anfangs nur über über eine knappe Führung freuen konnte lag daran, dass unser Team als kollektiver Abwehrverband agierte und dahinter Robert Vuskovic mehr Sicherheit ausstrahlte, als es noch in den letzten Spielen der Fall war. Bis zum 3:3 konnte unser Team den jeweiligen Rückstand immer wieder ausgleichen und in der 7. Minute selbst mit 4:3 in Führung gehen. Wie motiviert und engagiert das von Martin Wild bestens eingestellte Team war, zeigte sie in der 12. Minute, als sie in Unterzahl den 4:5 Rückstand in eine 7:5 Führung drehte. Obwohl die rund 400 Zuschauer in der ersten Halbzeit relativ wenig Tore zu sehen bekamen, hatte das Spiel trotzdem einen hohen Unterhaltungswert, da beide Mannschaften technisch guten Handball boten und auch Tempo im Spiel war. Dass unser Team nur knapp mit 11:10 in die Halbzeitpause gehen konnte, hatte sie sich kurz vor der Pause selbst zuzuschreiben, da sie eine Überzahlsituation bei dreimaligem Ballbesitz nicht nutzen konnte.
Das Spiel verlief in der zweiten Halbzeit ähnlich ausgeglichen wie in der ersten und sah unser Team immer dann eindeutig im Vorteil, wenn es in Unterzahl agieren musste. So z.B. in der 35. Minute, in der Abwehrchef Korbinian Lex für zwei Minuten auf die Bank musste. In diesen beiden Minuten konnten wir die knappe 13:12 Führung zum 15:12 ausbauen. Das war ein erster Knackpunkt auf dem Weg zum späteren Erfolg. Das gewonnene Selbstvertrauen wurde auch nicht erschüttert, als Maxi Dück in der 44. Minute beim Spielstand von 18:16 einen Siebenmeter vergab und Andi Knorr gleich im Anschluss einen Steilangriff nicht im Tor unterbringen konnte. Nach dem Anschlusstreffer war unser Team wieder am Zug, das nach der 20:17 Führung diese erneut in Unterzahl durch Maxi Dück und Nick Huber zum 22:17 in der 52. Minute ausbauen konnten. Jetzt versuchte es Erlangen mit einer sehr offensiven Abwehr, was zunächst nicht den erhofften Erfolg hatte, da der Vorsprung bis zur 55. Minute auf 24:18 ausgebaut werden konnte. In den letzten fünf Minuten folgte ein offener Schlagabtausch, in dem unserer Mannschaft folglich der vorgehenden Unterzahlsituationen durch Chrissi Haller in der 58. Minute das 25:20 gelang. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass das Spiel gewonnen ist, wurden in den letzten beiden Minuten noch beste Chancen vergeben, so dass Erlangen auf 25:23 verkürzen konnte.
Diese Spiel machte wieder Lust auf mehr und hat auch die Zuschauer begeistert, die zwei gleichwertige Teams gesehen haben, von denen wir zum einen weniger Fehler machten und zum anderen einen Tick mehr dieses Spiel gewinnen wollten, was die Tore in den Unterzahlsituationen belegen. Diese haben wir eindeutig für uns entschieden. Der Erfolg basiert auf einer geschlossener Mannschaftsleistung, so dass auch niemand eigens erwähnt werden muss, weil jeder mal in einer entscheidenden Situation die richtige Entscheidung traf und Entschlossenheit zeigte.
Auch wenn am kommenden Samstag gegen den HSC Coburg II eine vermeintlich leichte Aufgabe auf dem Spielplan steht, wird sie ganz sicher nicht einfacher als gegen den HC Erlangen. Zum einen wissen wir nicht, welche Unterstützung das Team von der ersten Mannschaft bekommt und zum anderen sollte unserem Team noch bestens das Spiel in Ismaning mit seinen Folgen in Erinnerung sein, wenn man einen Ligakonkurrenten im Vorbeigehen besiegen will. Mit so einer Einstellung könnte das Team die gezeigte Leistung gegen Erlangen wieder zur Makulatur werden lassen.

Mit diesem Spiel war auch die Benefizaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ des Vereins Geschenke der Hoffnung e.V. verbunden. Diesem können von den Mitorganisatorinnen Elke Raff und Linde Wagner neben einer Geldspende auch 14 Geschenke für bedürftige Kinder u.a. in Georgien, Bulgarien, Weißrussland und der Mongolei übergeben werden.


Für den TuS spielten:
Tor: Robert Vuskovic, Myles Sasse, Lucas Kröger (n.E.)
Nick Huber (5/1), Markus Hoffmann (1), Falk Kolodziej, Christian Haller (1), Stefan Gärtner (3), Korbinian Lex (3), Markus Dangers, Andreas Knorr (3) Maximilian Dück (7/2), Julian Prause, Maximilian Lentner (2),
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