27:28 (12:14) Niederlage lässt die TuS-Panther nachdenklich werden

Josy Stumpf mit sechs Toren einer der Aktivposten der Mannschaft
 
Die Herrenberger Abwehr hatte alles, wie hier Tobias Prestele, fest im Griff
- Aufholjagd gegen Herrenberg wird nicht belohnt -
Jede Niederlage gibt Anlass nach den Gründen und Ursachen zu suchen und manchmal kann man sie auch schnell analysieren und gemachte Fehler beim nächsten mal vielleicht abstellen. Eine Niederlage wie die gegen Herrenberg wirft aber mehr Fragen auf, als nur nach Fehlern zu suchen. Die könnte man rasch in vier vergebenen Siebenmeter finden oder in einigen vergebenen sogenannten 100%igen Torchancen. Von den technischen Fehlern ganz zu schweigen, die nicht sein sollten, aber auch zum Spiel gehören. Es beiläufig auf mangelnde Routine zu schieben, würde der Sache auch nicht gerecht werden. Die Mannschaft und der Spielverlauf machen es den Verantwortlichen nicht leicht, die wahren Gründe für die Niederlage zu finden. Eine Begründung in der mangelnden Einstellung zu suchen wäre eine Erklärung. Wäre es so, hätte sich die Mannschaft ganz sicher in der 54. Minute beim Spielstand von 22:26 aufgegeben. Tat sie aber nicht! Es begann eine Aufholjagd, die in der 58. Minute zum 27:27 Ausgleich führte. Dass sie danach weiter nach vorne spielte, statt auf Torsicherung auszugehen, mag mit der mangelnden Routine begründet sein. Nach einem Pfostentreffer landete der Abpraller bei einem Gästespieler, weil von uns schon zwei Spieler wieder auf dem Weg nach vorne waren. So konnte Herrenberg in der 59. Minute mit 27:28 in Führung gehen. Nach der Auszeit verblieben der Mannschaft noch 17 Sekunden, den möglichen Ausgleichstreffer zu erzielen. Warum hier nicht zumindest ein „Verzweiflungswurf“ versucht wurde, wird ihr Geheimnis bleiben, was wiederum hinterfragt werden kann. Genau so muss hinterfragt werden, warum sich die Mannschaft mit einer Zweiminutenstrafe für Herrenberg eigentlich selbst bestrafte. Gerade in der zweiten Halbzeit hatte sie in Überzahl mehrmals die Gelegenheit zumindest zum Ausgleich zu kommen. Nicht nur, dass sie dies durch eigene Unzulänglichkeiten nicht schaffte, mussten wir auch immer wieder einen Treffer hinnehmen, womit wir wieder bei der Einstellung wären, weil hier Tore im Nahbereich mit einem Schlagwurf erzielt wurden, was bei dem einen oder anderen durch konsequenteres Attackieren sicherlich hätte verhindert werden können.
Es ist eine Niederlage, die so nicht einkalkuliert war und in der frühen Phase der Saison für die Verantwortlichen eine Gratwanderung der Gefühle ist, wie man damit umgehen soll? Die haben ja im Vorfeld der Saison geäußert, dass man mit der jungen Mannschaft Geduld haben muss und auch Rückschläge in Kauf genommen werden müssen. Daran werden wir uns auch halten, jedoch intern die Dinge ansprechen, da die Mannschaft das Rüstzeug hat, das Unterfangen Klassenerhalt zu realisieren. Es wäre Schade, wenn dies nicht nur zum Wohle des Vereins, sondern der ganzen Region München, leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden würde. Die bisherigen Zuschauerzahlen und deren Unterstützung zeigt, dass Spiele auf diesem Niveau gewünscht werden.
Zum Spielverlauf nur kurz so viel, dass die Mannschaft nur sehr schwer ins Spiel gekommen ist und sich der gegnerische Torhüter mit einigen Glanzparaden schon Frühzeitig Respekt verschafft hat. Gerade Marcus Hoffman bekam das zu spüren, der sonst einer der sichersten Schützen ist und das nicht nur vom Siebenmeterpunkt. Nach ausgeglichenem Spielverlauf konnte sich Herrenberg zwischen der 10.und 17. Minute vom 3:3 auf 5:9 absetzen. Sechs konzentrierte Minuten reichten, um zum 10:10 auszugleichen und in der 24. Minute sogar mit 11:10 in Führung zu gehen. Diesen Rückstand drehten die Gäste bis zur Halbzeit wieder in eine 12:14 Führung. Diesen beiden Toren hechelten wir in der zweiten Halbzeit hinter her und hatten mehrmals die Gelegenheit, zumindest zum Ausgleich zu kommen. Warum es nicht dazu kam, hatte mehrere Gründe, die teilweise schon angeführt wurden. Neben den beiden Torhütern muss auch noch Josy Stumpf erwähnt werden, der als einziger Rückraumspieler wirklich für Gefahr sorgte. Jetzt heißt es zum einen den Kopf frei zu bekommen für die nächste, nach jetzigem Stand eigentlich nicht zu lösende Aufgabe gegen die SG Leutershausen, und sich intern klar darüber zu werden, wie sich jeder einzelne die weitere handballerische Zukunft vorstellt.
Trotz der Ernüchterung hofft die Mannschaft wieder auf lautstarke Unterstützung am kommenden Samstag, 18:10.2014, 19:30 Uhr, gegen die SG Leutershausen.

Für den TuS spielten:
Tor: Dubravko Grgic, Robert Vuskovic,
Falk Kolodziej (2), Nick Huber (1), Marcus Hoffmann (4/1), Christian Haller, Korbinian Lex, Markus Dangers (7/3), Andreas Knorr (5), Sebastian Meinzer, Josy Stumpf (6), Julian Prause, Maximilian Lentner (2), Tobias Prestele,
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