Eichenauer Kunstaktivitäten seit den Achtziger Jahren - Künstlerkolonie

Kunst vor dem Rathaus in Eichenau

Eichenau ist eine Künstlerkolonie im Verborgenen. Sie hat aber eine langeTradition, die zu den Anfängen der Gemeinde vor 100 Jahren zurück reicht und ab 1980 wieder belebt wurde und für 15 Jahre einen Aufschwung nahm. Zwei große Kunstausstellungen knüpften 2007 an diese Tradition an.

Zur Zeit sind elf Künstlerinnen und Künstler Mitglieder im Eichenauer Künstlerkreis, der seit 1986 in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde Kunstausstellungen macht. Viele Künstlerinnen und Künstler sind nicht organisert oder in den Künstlervereinigungen in der Umgebung.
Eine Übersicht zu den Eichenauer Künstlerinnen und Küstlern ist auch hier: http://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/beitrag/9...

1976 wurde in der Eichenauer Sparkasse die erste Ausstellung ‚Eichenauer Künstler’ gezeigt, die an die Künstlerkolonie aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg anschloss, als sich eine Gruppe um Else Plink und Bertra Greve im heutigen Haus der Töpferei Seeliger am Föhrenweg scharte. Die meisten dieser Werke sind heute noch im Besitz der Sparkasse Fürstenfeldbruck und werden 2007 wieder gezeigt.

Auf Anregung des damaligen Kulturreferenten, des CSU Gemeinderates Prof. Jürgen Gropp, kam es 1980 zur ‚Eichenauer Kulturwoche’, die ein erstes groß angelegtes kulturelles Ereignis in Eichenau wurde und über die es einen Film gibt, der viele ausgestellte Werke von 40 Eichenauer Künstlern zeigte. Da Jürgen Gropp nach der Wahl von Sebastian Niedermeier (SPD) zum Bürgermeister Fraktionssprecher wurde, übernahm seine Kollegin Marille Musolff das Amt der Kulturreferentin und engagierte sich für die Kulturwochen in den folgenden Jahren. Die Gemeinde stellte für wenige Jahre sogar eine eigene Fachkraft für Kultur ein (Susanne Schmelz), stattete den Posten aber nicht mit genügend Ressourcen aus. Dem Fraktionssprecher der SPD, Dr. Michael Gumtau, gelang es sogar zur Förderung örtlicher Künstler, den Gemeinderat zur Einrichtung einer Eichenauer Artothek zu gewinnen, so dass die Gemeinde in der Folge viele herausragende Kunstwerke aufkaufte und auch an Gemeindebürger auslieh. 2001 wurde die Artothek aufgelöst, ein Teil der Bilder verkauft und ein Teil in den Räumen des Rathauses als Zimmerschmuck eingesetzt.
Die Geschichte der Ausstellung und die Bedeutung der jeweils ausgestellten Werke wird den Rathausbesuchern leider nicht textlich vermittelt.
Im BEsitz derGemeinde befanden sich u.a.:
Joachim Oberländer:Ölbilder ; Rümmeleinhaus, Gegenlicht, Heuschober
Ewald Hense : Aquarelle: Das Gegenüber, Mirepox, Trockenblumen,
Josef Dering: Linoldrucke: Überspringen, Aufgeblitzt, FigürlicheKomposition,
Hannelore Lütje: Zeichnungen: KapeleRoggenstein, Kastanie,
Monika Seltner: Ölbild Haus, Auarelle Gifonda, Kloster Senanque, Villa Dieux,
Otto Sambs: Ölbilder: Kloster Seon, Rosen und Rittersporn,
Ingrid Redlich-Pfund: Farbradierungen und Siebdrucke, : Cirulla, OhneTitel, Der Manager,
Roland Helmer: Siebdrucke: Schwarz dominant, Senkrecht rot, blau,grün, Kleiner weißer Kreis,
Ingyda Suokaite: Deckfarben und Filzstift: Frühlingstreiben, Sommerspiele, Herbstwirbel,
Michael Lutz: Bleistiftzeichnung: Iris
Alto Fertl: Mischtechnik: ohneTitel
Ernst Geitlinger: Siebdrucke und Bleistiftzeichnungen: Kinder im Garten, OhneTitel ,
Hans Dietrich Weber: Aqurelle Acryl: Kreise schwebend,
Johann Simon Federzeichnung Mare Mosso
und viele andere.... deren Verbleib unklar ist.

Die Kunsthistorikerin Ursula Mosebach charakterisiert die Zeit des kulturellen Aufbruchs mit dem Beginn der Amtszeit von Bürgermeister Sebastian Niedermeier so: „Das Interesse der Eichenauer Bürger an der Kunst in ihrer Heimat war geweckt, die in Eichenau lebenden Künstler nahmen es wahr, und so wurde 1984 in JosefDerings Garten mit ihm, seiner Frau Angelika und dem Künstlerehepaar Ingryda Suokaite und Roland Helmer, sowie dem Privatgelehrten Horst-Dieter Rosacker die Idee geboren, einen Eichenauer Künstlerverein zu gründen. Ziel sollte es sein, das künstlerische Schaffen und Wirken in Eichenau zu fördern und mit gemeinsamen Ausstellungen und anderenkunstbezogenen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit zu treten. Die Idee fand ihre Verwirklichung in der Gründung des ‚Eichenauer Künstlerkreises (EKK)’ im Jahr 1985. Von den elf Gründungsmitgliedern sind heute noch vier im Verein vertreten, Henriette Hense, Monika Seltner, Helmut Sacher und Kurt Wieser, der seit 1995 als Vorsitzender den Verein leitet.“ ( Geschichte im Schatten der Großstadt, München 2007)
Von den Eichenauer Künstlern sind heute drei in der Münchner Künstlergenossenschaft von 1868 aktiv, davon der ehemalige Ingenieur Joachim Oberländer als ihr 1. Präsident. Ferner sind dort engagiert Henriette Hense und Monika Seltner.
Von den Eichenauer Künstlerinnen und Künstlern, Designern und Kunsthandwerkern wurden bei http://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/tag/kunst bisher die folgenden Personen vorgestellt:
Eva-Maria Kränzlein
Roland Helmer
Brigitte Storch
Emo Schuschnig
Rita Kappl
Josef Dering
Kurt Wieser
Beate Leonhardt
Henriette Hense
Joachim Oberländer
Trenz
Zoltan Jokai


Helmut Sacher
Michael Lutz
MonikaSeltner

http://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/beitrag/9...




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