„No Limits!“ – Marc M. Galal: „Das ganze Seminar ist verrückt!“

      Frankfurt am Main: Jahrhunderthalle |

In 48 Stunden mehr erreichen als in den vergangenen drei Jahren? Mit diesem Versprechen begeisterte der Frankfurter Trainer Marc M. Galal hunderte Besucher für ein zweitägiges Seminar in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Eine gelungene Mischung aus Motivationstraining, Wissensvermittlung, Interaktion und Verkaufsveranstaltung weckte und schürte die Begeisterung des Publikums dafür, mehr aus ihrem Leben zu machen. Das nach Autokennzeichen von nah und fern angereiste Publikum erlebte auf jeden Fall zwei eindrucksvolle Tage – und einen Trainer, der von morgens bis abends voller Energie und Begeisterung an seinen Themen arbeitete.

1,3 Millionen Leser, Zuhörer und Kontakte. Das Interesse an Kommunikation und an der Arbeit von Marc M. Galal ist ungebrochen. Davon profitieren konnten auch die Aussteller, die im Foyer der Halle Infostände aufgebaut hatten und dort nicht nur für eigene Trainings, sondern auch für Edelmetalle, Nahrungsergänzungsmittel oder Energiesparen warben. Doch die meisten Gäste waren in erster Linie wegen ihm hier. Marc M. Galal. Trainer seit 15 Jahren. Erfinder von nls – einer Abwandlung des Neurolinguistischen Programmierens in Richtung „Sales“. Galal weiß wie ein eindrucksvoller Auftritt gelingt. Countdown. Video. Und dann – fast wie bei einem Boxkampf – der Einmarsch des Gastgebers. Der zeigt sich begeistert: „Was für eine geile Kulisse“ ruft er in die wummernden Bässe und freut sich über die Begeisterung der Zuhörer in der sehr eng bestuhlten Jahrhunderthalle. Dann verspricht er, man werde viele verrückte Dinge machen, eigene Grenzen durchbrechen und dabei an Persönlichkeit, Einstellung und Mindset arbeiten. Dann lädt Galal das Publikum zum Mitmachen ein. Bei ihm geht es nicht nur um das Zuhören, sondern auch um das Nachsprechen von Kernbotschaften. Und um das gemeinsame Heben der Hand zur Bestärkung von Aussagen. „Verkauf ist genau das, was ich liebe“, ruft Marc M. Galal in die Halle. Das Publikum ist begeistert. Dann erzählt er von seiner Familie – und beklatscht sich selbst als er von dieser erzählt. Das Publikum ist begeistert. Einmal in Fahrt wird jede eingeladen, auch seinem Nachbarn Applaus geben. Das ist ungewohnt, aber irgendwie macht es auch Spaß, Applaus zu bekommen und zu geben. 30% mehr Umsatz seien mit einem veränderten Mindset leicht zu erreichen, verkündet Marc M. Galal und zu gerne möchte man ihm glauben. Einfach mehr vom Gleichen zu tun, sei aber keine Lösung.

Jeder Teilnehmer hat zu Beginn der Veranstaltung ein Arbeitsheft bekommen. In das trägt man eigene Ziele und Herausforderungen ein, die man den Sitznachbarn vorträgt. In dem vervollständigt man Lückentexte mit auf derselben Seite angegebenen Lösungen und ruft diese im Chor in den Raum. Und in diesem findet man Fachwissen, das im Laufe der zwei Seminartage gemeinsam erarbeitet wird. Manches wirkt trivial. „Lesen ist wichtig“, sagt Galal. Daher sei eine zentrale Botschaft „viel lesen“. Eine andere lautet „Verrückt sein macht Spaß!“ Das ist „Yeah, cool“, so Marc Galal. Was ist es? „Cool“, so die Reaktion der Masse im Saal. Lernen kann man durch Wiederholung oder starke Emotionen, erfährt das Publikum. Nun sei es an der Zeit, in unseren Keller zu gehen und aufzuräumen. Motivation bietet der an den beiden Tagen immer wieder wiederholte Schlachtruf „Du schaffst alles was Du willst!“ Dann folgt ein Abklatschen mit den Nachbarn.

Das Publikum des 2-Tages-Seminar ist bunt gemischt. Angehende Trainer. Verkäufer aus allen Branchen von Einzelhandel bis zu Finanzanlagen, Menschen auf der Suche nach Sinn und Geschäftemacher verbinden sich zu einem interessanten Netzwerk. Gemeinsam will man seine Ressourcen erkennen und die eigenen Fähigkeiten stärken. Bereits vorhanden seien Leidenschaft, Energie und Kraft. Nun sei das Ziel sich selbst finden um leichter Erfolg im Leben zu haben. Man bekomme auf diesem Weg nicht nur „mehr“, sondern erreiche ein höheres Lebenslevel. Der Einstieg ist sanft. Jeder Teilnehmer wird gebeten, drei andere Gäste zu begrüßen. Dabei spielt man einmal unsicher, einmal ängstlich und einmal begrüßt man den Fremden wie einen besonders guten Freund. Nun gilt es die Wirkung zu beobachten.

„Warum bist Du wirklich hier?“, will ein Fragebogen wissen und verlangt, dass man sich mit sich selbst beschäftigt. Nächstes Thema ist dann die Angst, die Vieles verhindert. Galal rät sich dieser Schritt für Schritt zu stellen und so eine Desensibilisierung zu erreichen. Generell sei Respekt gar nicht schlecht: „Wenn Du nicht ein bisschen Respekt hast, dann ist das Projekt zu klein für dich!“ Doch trotzdem gebe es viele Menschen, die den eigenen Traum nicht leben. Aus Angst? Die hänge weniger an einem Ereignis als an der diesem beigemessenen Bedeutung und der dann damit verbundenen Emotion. Es bestehe die Gefahr, dass daraus emotionale Muster würden. Besser sei es, das Leben positiv zu sehen und damit konstruktive innere Werte zu entwickeln. So könne man aus dem Leben ein Meisterwerk machen. „So wie du Kleines machst, machst du Großes“, warnt Marc M. Galal. Dann wird wieder ein Lückentext laut nachgesprochen.

Wichtige Einflussfaktoren seinen der Körper, die Aufmerksamkeit und die Ereignissen zugeschriebene Bedeutung. Galal präsentierte zudem eine Bedürfnispyramide. Diese geht davon aus, dass alle Menschen nach Sicherheit, Unsicherheit (Abwechslung), Anerkennung, Verbindung, Wachstum und der Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten streben. Erfolgreich sei allerdings nur, wer Dinge durchziehe. Dann gilt es für die Gäste, ihre Gedanken über das Leben, die Familie und den Erfolg miteinander zu teilen. Hunderte Besucher machen mit.

„Ist es verrückt? Ja! Ist Verrücktsein gut? Ja!“ Marc Galal macht aus dem Seminar für seine Gäste ein echtes Event. Fast nebenbei vermittelt er Wissen wie die Idee, dass aus einer Überzeugung Emotion resultieren, die das Handeln und damit die Ergebnisse beeinflussen. Wolle man nun die Ergebnisse verbessern, sei der beste Ansatzpunkt die Überzeugung zu verändern. Zustimmen fällt leicht, denn Marc M. Galal stellt als Antworten „Ja oder Ja“ zur Auswahl. Dabei nutzt er die Begeisterung der Gäste auch für den Verkauf von Büchern, DVDs und Seminarplätzen. Und kaum einer wundert sich, dass man plötzlich auch nachspricht, wie toll die Produkte und Dienstleistungen des Trainers sind. „Ist das ein tolles Angebot? Ja oder Ja?“

Nach der triviale Werbeveranstaltung geht es wieder um Inhalte. Galal spricht von der selektiven Wahrnehmung mit der Tendenz zur Selbstverstärkung. Zwischendurch sind alle Gäste zu einem kleinen Sportprogramm eingeladen. Mit fordernder Stimme bringt Conny das Publikum zum Tanzen und betont immer wieder, dass es ganz egal ist, wie es gelingt und aussieht. Dann geht es um oft aus der Kindheit stammende Glaubenssätze. „Manche stärken, manche schwächen uns“, erzählt Galal und empfiehlt „Smart arbeiten statt hart arbeiten.“ Glaubenssätze entstehen durch mündliche Konditionierung, Nachahmung und besondere Erlebnisse, berichtet der Experte und diagnostiziert, dass viele Menschen mit mangelndem Selbstvertrauen („Du bist nicht gut genug!“) und geringem Selbstwert („Du bist es nicht wert!“ / „Du wirst nicht geliebt!“) kämpfen. Nützlich sei ein Dialog mit den inneren Teilen, denen man jeweils eine positive Absicht zuschreiben könne. Auch das Sportprogramm geht weiter. Conny tanzt und springt und fragt „Geil oder geil?“

Später kommt Marc M. Galal zurück auf die Leidenschaft. Diese bedeute verliebt zu sein in das Ziel. Für Verkäufer hilfreich sei die Verkaufshypnose. Dazu präsentiert er ein Phasenmodell. Zu Beginn gelte es, eine Beziehung aufzubauen. Dann folge die Analyse der emotionalen Kaufgründe. Erst danach könne man ein Angebot machen und dann schließlich zur Einwandbehandlung argumentieren. Dann könne der Abschluss gelingen. Hypnotische Verkaufsmuster wie die Suggestion „Sie als Experte geben mir doch Recht?“ könnten den Erfolg stärken. „Hast Du die Unterschiede bemerkt?“ setze das Vorhandensein von Unterschieden stillschweigend voraus. „Was willst du von dem, was ich dir erklärt habe, als erstes umsetzen?“, sei ebenfalls manipulativ, denn es gehe davon aus, dass eine Umsetzung geplant ist. Auch in der Hypnose arbeite man mit verbalen Tricks. „Du hörst meine Stimme… Du entspannst dich…“, beinhalte eine falsche Kausalität. „Ja oder ja“ wecke den Anschein von Alternativen. Wichtig sei es, so Marc M. Galal, die eigene Vision umzusetzen und Ziele zu erreichen.

Auf positive Resonanz stieß auch der Gastvortrag „Be the Champion“. Mit den Worten „Ich liebe es, was ich tue!“ stürme Clemens Ressel über die Bühne und bat das Publikum sich an den Beginn eines Tages zu versetzen. Wie fängt der Tag an? Mit Begeisterung oder mit Zweifeln? Am Ende gelte es Regeln zu lernen, sie zu befolgen und sie dann bei Bedarf zu brechen. Im geschickten Wechselspiel mit seinem Partner Dr. Dirk Schöttendreier gab Ressel den Gästen zusätzliche Impulse mit auf den Weg. Interessant war auch der kurze Auftritt eines Shaolin-Mönchs, der einen Ausschnitt aus seinem Können zeigte. „Wenn das warum da ist und stimmt, kommt das wie von alleine!“, so eine der Erkenntnisse von der Veranstaltung. Eine weitere ist, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man als Gruppe gemeinsam lernt und sich mitreißen lässt von der Kraft eines guten Redners. Und ein leiser Zweifel, wenn das so gut gelingt, dass einer der Gäste auf die Frage, ob man Kinder habe, in der Euphorie der Masse den Arm hochreißt, stutzt, den Kopf schüttelt und ihn dann langsam wieder senkt.
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