"Schulkonzert der Chöre, Solisten und Instrumentalisten der Edertalschule" 2014 entpuppt sich als "Edertalschule - Night of Voices and Music" - Tolles Konzert in der Kulturhalle Frankenberg

  Rund 140 Akteure auf der Bühne bescherten den Gästen in der Kulturhalle Frankenberg am Freitag (21.2.2014) einen Abend, den man statt „Schulkonzert der Chöre“ eher „Edertalschule Night of Voices and Music“ hätte betiteln können. Denn der Abend bot weit mehr, als der Konzert-Titel vermuten ließ.

Fröhliche junge Leute auf der bunt illuminierten Bühne präsentierten ein ebenso überaus buntes Musikprogramm mit Show-Charakter, Solisten am Flügel, Pop, Klassik, mitreißenden Songs, Mouth-Percussion, Kerzen, mit vielen kreativen Ideen und der Begeisterung für das, was man mit Kehlkopf, Stimmbändern und über 60 Muskeln tut: „Wenn die Stimmlippen mitwippen, bis sie richtig schwingen, bezeichnet man den Vorgang allgemein als Singen“.

Diese Textzeile von den Wise Guys in dem Lied „Sing mal wieder“ war nur ein Highlight des Oberstufenchores, der mit dem Song „Happy ending“ des Sängers Mika aus dem Jahr 2007 zeigte, wie sehr ihm moderne Chorliteratur liegt. Bravourös auch die zwei Titel aus Peter Schindlers Kantate „Sonne, Mond und Sterne“ mit der musikalischen Begleitung eines Streichensembles des Jugendsinfonieorchesters der Schule.

Ober- und Mittelstufenchor sangen neben beliebten Evergreens wie „Aux Champs Elysées“, „Bridge over troubled water“ oder „I got Rhythm“ auch den Sprechkanon „Der Ritter“, bei dem Hufeklappern, Regentropfen und das Niesen des im Regen reitenden und daher rostenden Ritters zu einem raffinierten Klangbild verschmolzen. Bei „Ein Freund, ein guter Freund“ erlaubten sich die etwa 70 Schülerinnen und Schüler einen Streich: Leiter Matthias Müller musste als Wandersmann mit Stock und Hut durch die Halle laufen.

Der etwa 40-köpfige Unterstufenchor präsentierte bestens vorbereitet eine Geschichte, die Schülerinnen des Chores geschrieben hatten, um einige Lieder der Kinderchor-Literatur „einzubauen“: Mit kleinen Requisiten sangen die Kinder fröhlich und mit kräftigen Stimmen Lieder wie „Finster, Finster“, „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren“ und den allseits beliebten „Gummibär-Song“ mit einem leuchtenden Gummibär in ihrer Mitte. Leiterin Gertrud Will begleitete schmunzelnd am Klavier.

Der Kollegiums-Chor hatte unter der Leitung von Matthias Müller zwei Stücke vorbereitet und durfte an diesem Abend nicht fehlen, hatte er doch unter anderem Beatles „When I'm sixty four“ über „Liebe im vorgerückten Alter“ vorbereitet und mit Spaß und Hingabe vorgetragen. Schön, wenn Lehrer und Schüler an so einem Abend vereint auf der Bühne stehen.

Immer für eine Überraschung gut sind Ausnahmetalente und solche, von denen man nicht ahnte, welches Potential in ihnen steckt. So spielte „Piano Woman“ Kathrin Obermann am Flügel mit Mundharmonika beeindruckend Billy Joels „Piano Man“ aus dem Jahr 1973. Daniel Strauch hatte – ebenfalls am Flügel – nochmal seine verjazzte Bach „Invention“ a-Moll im Gepäck und wurde begleitet von Lennart Gabriel (Drums) und Mike Theiß (Bass). Er begeisterte damit die Zuhörer in der vollen Halle ebenso wie Benedikt Kantert (Flügel) und Dominik Brandenstein (Akustik-Gitarre), die ein romantisches Duett sangen und damit mehr als überraschten und die Herzen berührten.

Zum Schluss standen alle Akteure zusammen auf der Bühne und schlossen den zweieinhalbstündigen Musik-Abend mit dem Kanon „Dona nobis pacem“ und als Zugabe „Guten Abend, gute Nacht“. Durch den Abend führten sympathisch Sandra Lieder und Dennis Pfundheller. Schulleiter Stefan Hermes brachte es mit den Worten des amerikanischen Dichters Henry Wadsworth Longfellow auf den Punkt: „Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“. Schön, dass es an diesem Abend die gemeinsame Sprache aller Beteiligten in der Kulturhalle war.
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