USS Nimitz in Breitscheid vor Anker: „Early Birds“, viel heiße Luft und feuchte Landungen auf dem Flugzeugträger

Schnappschüsse fürs Familienalbum. Die Helmkamera ist immer dabei. Absprünge aus dem Korb eines Heißluftballons haben für Fallschirmsportler einen ganz besonderen Reiz. (Foto: Stefan Gessner/Holger Linke)
Die USS Nimitz geht am morgigen Samstag (1. August) in Breitscheid vor Anker. Der kapitale Flugzeugträger der amerikanischen Navy macht auf dem hiesigen Flugplatz die Leinen fest. Gut, nicht das Original. Aber dessen kleinere, maßstabsgerecht geschrumpfte Schwester. Der „Pott“ dümpelt in einem auf der Landewiese der Fallschirmsportler platzierten Wasserbassin vor sich hin. Aufgabe der Springer ist es nun, ihn bei der Landung zu berühren, ohne die fragile Konstruktion zu beschädigen.
Eine ziemlich feuchte Angelegenheit mit viel Spaßpotential. Angesichts der vorherrschenden Celsiusgrade aber eine sehr willkommene, die jedoch nur temporäre Abkühlung verschafft. Und gleichzeitig eine stilvoll-angemessene Überleitung zum traditionellen Sommerfest der Skydiver am Abend darstellt. Damit enden Sprungwoche und Sommer-Boogie der Luftsportler, die fast 200 Schirm-affine Freunde aus allen Teilen Deutschlands und der Schweiz auf die „Hub“ gelockt hatten.
Das Wetter hatte sich dabei, zumindest in der ersten Spielzeit, als grenzwertig erwiesen. Man/frau wusste sich zwar zu helfen, doch Kletterhalle, Kartbahn oder Paintball-Parcours waren nur Verlegenheitslösungen und hatten bestenfalls den Charakter von aus der Not heraus geborenen Beschäftigungstherapien. Aber die (Wetter-)Frösche hielten Wort und ließen nach Sturmtief „Zeljko“ und Tief „Andreas“ den Sommer pünktlich zum Wochenende zurückkehren.
Auf der „Hub“ herrscht Hochbetrieb. Die bunten Farbtupfer am Himmel sind kaum zu zählen. Begehrt waren vor allem die Hüpfer aus den Heißluftballons sowie die „Sunrise“-Sprünge, „Early Birds“ genannt. Dabei gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Sie beginnen mit dem Start im Morgengrauen, wenn die Welt noch dunkel, grau und düster ausschaut und man die Hand kaum vor den Augen sieht. Aber dann geht die Sonne zweimal auf. Oben in 4500 Meter Höhe wartet sie längst. Und sie kommt, nachdem die Freifaller wieder Boden unter den Füßen haben, zaghaft, aber mit zunehmendem Glanz am östlichen Horizont hervorgekrochen. Hat was, vor allem Atmosphäre. Auch für Tandempassagiere ein einzigartiges Erlebnis.
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