Rotes Power-Männeken: Die Hagebutte als Wahlkampfhelfer für die CSU und Running Gag in den Kasernen

„Männlein“, die nicht allein im Wald stehen. Hagebutten sind lecker und gesund – für Mensch und Tier. (Foto: Pixabay)
Was Hoffmann von Fallersleben mit Hannibal Lecter, der CSU und einem Hauptgefreiten zu tun hat, erschließt sich einem auch nicht auf den ersten Blick. Von ersterem, dem Librettist der deutschen Nationalhymne, stammt ja auch das Kindervolkslied „Ein Männlein steht im Walde“. Dieser 1843 entstandene Hit tauchte 164 Jahre später als wiederkehrendes Motiv in dem Thriller „Hannibal Rising – Wie alles begann“ auf. Und die Christsozialen aus Bajuwarien missbrauchten den Song in leicht abgewandelter Form in Folge zu Wahlkampfzwecken.
Mit besagtem Männlein war übrigens die von Mensch und Tier geschätzte Hagebutte gemeint. Selbige, ein nährstoff- und vitaminreiches Produkt der Wildrose, trägt zwar ein purpurnes Mäntelchen, hängt aber nicht allein im Forst ab, sondern tritt meist in größer Stückzahl auf, und zwar an dornenbewehrten Sträuchern an Waldrändern, in Feldgebüschen, Gärten und Parks. Man kann Konfitüre, Wein, Likör und Sirup draus machen, sie hilft u.a. bei Gicht, Rheuma und Erkältungen. Und sie gab dem Soldaten Butte, einem Hauptgefreiten, der als Running Gag Jahrzehnte lang durch die Kasernenflure stiefelte, seinen Namen. Dieser Mannschaftsdienstgrad wird mit „HG“ abgekürzt. Schnell gesprochen wird „Ha-Ge-Butte“ daraus. Da muss man auch erst mal drauf kommen. Jetzt ist übrigens die beste Zeit, die kleinen roten Powerfrüchte zu ernten:
http://www.rotorman.de/ein-hauptgefreiter-mit-klei...
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