Helmut Wellers neue Multivisionsschau: Turnender Bienenfresser, Mio. Finken und die Marburger Sperlingskäuze

Sportlich, sportlich: Der Bienenfresser trainiert für Olympia. Seine bessere Hälfte scheint von der athletischen Kraftanstrengung aber völlig unbeeindruckt. Eine von zahlreichen Meisterfotos aus Helmut Wellers neuer Multivisionsschau. (Foto: Helmut Weller)
 
Abendspaziergang am Hohneck in den Vogesen: Junge Gämsen gehen Gassi - ohne Mama und Papa. (Foto: Helmut Weller)
Ganz keck am Reck: Die Übung hat sich der kleine Kerl bei Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen abgeschaut. Doch Frauchen scheint völlig unbeeindruckt von den athletischen Kraftanstrengungen ihres Herrn Gemahls. Eine solche Szene einzufangen gelingt selbst erfahrenen Tierfotografen nicht alle Tage. Helmut Weller aus Ehringshausen-Daubhausen hat dieses Bienenfresser-Paar im vergangenen Jahr in Bulgarien am Fuße der Rhodopen abgelichtet. Hierzulande kommen diese auffällig bunten Vogel in kleinen Beständen nur am Kaiserstuhl und in einem Teil Sachen-Anhalts vor.
Der exquisite Schnappschuss ist nur einer unter zahlreichen anderen bestechenden Aufnahmen, die der Mann zu seiner neuen Multivisionsschau „Neues von draußen-Bilder und Geschichten 2014“ zusammengefügt hat. Selbige präsentierte der 61-Jährige in Mittenaar-Ballerbach erstmals in der Öffentlichkeit. Eingeladen dazu hatte der Verein der Naturfreunde. 60 Zuschauer und -hörer hatten den Weg ins hiesige Dorfgemeinschaftshaus gefunden. Für sie wurde es ein sehenswerter Streifzug durch die europäische Fauna und Flora.
Weller wartete mit eindrucksvollem Bildmaterial auf, das er ausnahmslos 2014 bzw. Anfang dieses Jahres zusammengetragen hatte. Fast jedes Foto ein kleines Meisterwerk für sich, für das sich der Referent meist Stunden lang auf die Lauer hatte legen müssen, ehe es im Kasten war. In Griechenland und Bulgarien ebenso wie im Bayerischen Wald, im Taunus, den Vogesen und in seinem unmittelbaren Umfeld, in und um Ehringshausen und Greifenstein. Ob Geier auf dem Balkan, Pelikane in Hellas, Sperlingskäuze im Marburger Burgwald oder Gämsen in Ostfrankreich, die Kunst besteht auch darin, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. Ein Abstecher zu den zwei Millionen Bergfinken, die derzeit am Haiger-Steinbacher Sportgelände Hof halten und nächtigen, durfte im visuellen Portfolio natürlich nicht fehlen. Das eindrucksvollste Naturschauspiel, das seit vielen Jahrzehnten in Mittelhessen zu bestaunen war und noch ist.
Das Interessante liegt sowieso oft ganz nah, wie jener selbstbewusste Fuchs, der am hellen Tag durch bKatzenfurt flanierte, oder die Zaunkönigin, die ihren Nachwuchs in einem profanen Jackenärmel aufpäppelte. Hinter jeder Aufnahme steckte eine eigene Geschichte, ein „Verzählcher“, eine Anekdote. Die Fotos wurden teils durch Originaltöne und Videosequenzen untermalt und ergänzt, wobei die Botschaft, der Mensch möge im eigenen Interesse verantwortungsvoll und schonend mit der ihm anvertrauten Schöpfung umgehen, allgegenwärtig war
Eintritt nimmt Weller bei seinen Vortragsveranstaltungen grundsätzlich nicht. Stattdessen bitten er und seine Frau Monika um Spenden für ein von ihnen unterstütztes schulisches Hilfsprojekt in Tansania.
Am 8. April ist der Fotograf mit seiner Schau bei den Dillenburger Gartenbauer in der hiesigen Stadthalle zu Gast. Beginn: 19 Uhr. Seine nächsten Termine sind am 22.Februar in Dorlar, am 1. März in Kölschhausen, am 15. März in Naunheim und am 27. März in Daubhausen. Weitere Informationen über Helmut Wellers Arbeiten und Projekte unter http://www.blickpunktnatur.de
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