Abrocken im Rekonvaleszenz-Kabinett: Highlife zwischen Ergotherapie und den Wildecker Teichrosen

Blick in die VIP-Lounge der Reha-Klinik: Warten auf Godot und den Ergotherapeuten. (Foto: Pixabay)
Die Kur- und Reha-Branche ist (nicht nur) in Deutschland ein Multi-Millionen-Euro-Betrieb. Zigtausende lassen sich in den einschlägigen Kliniken und Sanatorien aufpäppeln und genießen Auszeit und therapeutisch-medizinische Zuwendung. Doch drei oder vier Wochen in einem solchen Rekonvaleszenz-Kabinett sind nicht jedermanns Sache und können ganz schön lang werden.
Das Essen ist mitunter fad, wird aber gereicht, als befände sich auf dem spärlich gefüllten Teller die praktische Examensarbeit von Paul Bocuse. Das Bier, soweit im Ausschank, ist hochpreisig und wird offenbar vom Apotheker geliefert. Als nichtamtierender Lottokönig hat man es da schwer, ein Level zu erreichen, das über die Tristesse hinweg hilft und ein Überleben ohne psychische Langzeitschäden garantiert. Wären da nicht die wöchentlichen bunten Abende. Ein taffer Alleinunterhalter kämpft sich im Foyer der Wellness-Oase durch die aktuellen Charts von vorgestern und servierte die neuesten Hits von Semino Rosè und den Wildecker Teichrosen. Da kommt Freude auf.
Und es gibt auch eine Kreativ-Werkstatt, in der man zwischen Ergotherapie, Mucki-Bude, Wirbelsäulengymnastik und Bindegewebsmassagen lernt, unfallfrei handgeblasene Topflappen zu häkeln. Ich bin kuriert! Ein nicht ganz ernst gemeinter Erlebnisbericht aus erster Hand: http://www.rotorman.de/die-kur-abenteuer-urlaub-zw...
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