Abenteuer Segelfliegen: Ferienpass-Kids aus Haiger und Breitscheid erkundeten den Westerwälder Luftraum

Antrittsbesuch auf der „Hub“. Erstmals hatten in diesem Jahr auch Haigerer Ferienpasskinder den Weg auf den Breitscheider Flugplatz gefunden und ließen sich von erfahrenen Piloten die Heimat von oben zeigen. (Foto: LSG)
Für die Haigerer Ferienpass-Kids sollte es das berühmte erste Mal sein. Der Programmpunkt Segelfliegen war im Rahmen des städtischen Sommerprogramms bisher nämlich völlig ausgespart geblieben. Warum, weiß niemand. Dabei liegt das Gute so nahe. Und nicht von ungefähr führt die Luftsportgruppe in Breitscheid auch den Zusatz „Haiger“ in ihrem Namen. Also höchste Zeit für eine Visite auf dem Westerwälder Flugplatz.
Elf aufgeweckte Buben und Mädels hatten sich mit ihren Betreuern aufgemacht, den Luftraum über ihrer Heimat zu erkunden. Dem Rundflug in einem der schnittigen Doppelsitzer mögen die jungen Gäste mit Spannung entgegen gefiebert haben. Die Krönung eines erlebnisreichen Tages. Zuvor hatte es, Pflichtfach, etwas Theorie gehagelt. Die entsprechende Einweisung besorgte dabei ein Gleichaltriger auf Augenhöhe: der 14-jährige Luca Born. Der pfiffige Knabe aus Haiger hatte erst im Frühjahr bei der LSG mit seiner Flugausbildung begonnen und inzwischen schon seinen ersten Alleinflug gemeistert. So lässt es sich, sofern man sich richtig in die Sache hineinkniet, auch in einer so anspruchsvollen Sportart zu etwas bringen. Ansporn für ehrgeizige Nachahmer.
In der Woche zuvor hatten sich, gleiche Welle, gleiche Stelle, Ferienpass-Inhaber der Gemeinde Breitscheid auf dem „Airport“ umgesehen. Diese Besuche haben seit vielen Jahren Tradition. Natürlich wollten, das ist ja schließlich Sinn der Sache, auch diese 15 Kinder und Jugendlichen hoch hinaus und wurden nach der Landung von den hiesigen Landfrauen, alle Jahre wieder, mit leckeren Waffeln aus eigener Herstellung verwöhnt.

Wo der Iltis Flügel bekommt

Von einer etwas anderen Art war der Besuch, der den Piloten am vergangenen Samstag ins Haus bzw. auf den Flugplatz geschneit war. Die Teilnehmer eines bundesweiten Iltis-Treffens an der nahegelegenen Grillhütte nutzten die Gelegenheit zu einem Abstecher auf das Flugfeld, um daselbst in Folge ebenfalls etwas Höhenluft zu schnuppern. Kein Problem. Um Missverständnissen vorzubeugen: Bei den Gästen handelte es sich mitnichten um Züchter der fidelen, gleichnamigen putzigen Marderart. Der geländegängige VW-Iltis ((Typ 183) war bis Ende der 90er Jahre fester und unverzichtbarer Bestandteil des Bundeswehr-Fuhrparkes gewesen und hat auch heute, viele Jahre nach seiner Außerdienststellung, viele zivil orientierte Verehrer, die sich ihr Hobby durchaus etwas kosten lassen. Gut, für längere Distanzen wäre eine neuzeitlichere Limousine vielleicht doch etwas komfortabler – oder eben ein Flugzeug.
Und jetzt freut sich das fliegende Personal der Luftsportgruppe erst einmal auf Aero-Ferien. Mit Kind, Kegel und gesamter Luftflotte geht es zu jeweils einwöchigen Fliegerlagern nach Brandenburg und Bayern. Ende September sind die Breitscheider dann Gastgeber des 30. Bundesjugendvergleichsfliegens.
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