Nach Typisierung in Emsdetten - Handballfeier wird zur Hilfsaktion für Leukämiekranke

Mit einem Wangenabstrich lassen sich die Spieler des TV Emsdetten als Stammzellspender registrieren.
 
Schon mehrmals unternahm Dieter Engbersen Radtouren zugunsten der Stefan-Morsch-Stiftung.
Emsdetten: DRK-Heim |

Sechs Tage lang rief in Emsdetten (Kreis Steinfurt) das DRK gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung zur Blutspende- und Typisierungsaktion auf. Dieter Engbersen, seit Jahrzehnten bekannt als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung, betreute die Aktion vor Ort und erklärt den Blutspendern den Ablauf: Nach dem Motto „Einmal stechen, zweimal helfen“ werden bei der Spende 5,6 ml mehr Blut – knapp ein Fingerhut voll – abgenommen. So kann man sich ganz einfach als möglicher Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei, aufnehmen lassen und vielleicht einmal einem Leukämiepatienten das Leben retten.

Die Stefan-Morsch-Stiftung betreibt seit fast 30 Jahren mit viel Engagement und Know-how Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Einen Teil dieser Aufklärungsarbeit leistet die Stiftung direkt in Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden. Dabei ist nicht die Größe des Kooperationspartners entscheidend, sondern der Wille zu helfen. Die Identifikation mit dem eigenen Verband, der eigenen Schule, dem Verein und das soziale Engagement der Verantwortlichen haben dazu geführt, dass viele Menschen motiviert wurden, Mitglied im Team der Lebensretter zu werden: Die Kooperation mit dem DRK-Blutspendedienst West, die im Herbst vergangenen Jahres angelaufen ist, ist ein gutes Beispiel dafür.

In Emsdetten ließen sich so mehr als 50 Personen als Stammzellspender registrieren. Dieter Engbersen ist begeistert: „Es ist toll, zu sehen, dass sich gerade so viele junge Menschen für Leukämiekranke engagieren.“ Wer Engbersen kennt, weiß, dass er rastlos und unermüdlich ist, wenn es darum geht, Menschen für die Stammzellspende zu begeistern. Seit 15 Jahren engagiert sich der 58-Jährige für die Stefan-Morsch-Stiftung. Er ist einer, der anpackt, wenn er gebraucht wird. Gebraucht wurde er nach der Typisierungsaktion auch beim Heimspiel der zweiten Mannschaft des Handballvereins TV Emsdetten gegen die HSG Wetzlar – als Grillmeister. Nach dem Spiel fragt Engbersen, immer auf der Suche nach möglichen Lebensrettern, in die Runde, wer von den Spielern noch nicht typisiert sei. Mit umgelegter Grillschürze macht er dann spontan bei 15 Freiwilligen einen Wangenabstrich, um die Gewebeproben an die Stiftung weiterzugeben, wo sie auf die Gewebemerkmale hin untersucht werden. Emil Morsch, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Stefan-Morsch-Stiftung ist froh: „Die Spontanität der Spieler ist erstklassig. Für uns als Stammzellspenderdatei ist es wichtig, gerade junge Menschen für das Thema zu gewinnen, denn sie sind die idealen Spender.“

Weitere Informationen erhält man auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung www.stefan-morsch-stiftung.com. Ansprechpartnerin für die Organisation von Typisierungsaktionen ist: Elisabeth Terboven, Telefon: 06781-993391, Email: info@stefan-morsch-stiftung.de oder in Emsdetten Dieter Engbersen, Telefon: 0151-41833626.


Wie wird man Stammzellspender?



Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren registrieren lassen. Wenn Sie nicht älter als 40 Jahre sind, können Sie kostenlos typisiert werden. Ältere Spender werden um einen Beitrag in Höhe von 50 Euro zu den Typisierungskosten gebeten. Denn obwohl man bis zur Vollendung des 61. Lebensjahres in der Datei für weltweite Suchanfragen gespeichert ist, werden ältere Spender selten von den Transplantationskliniken ausgewählt – sofern mehrere kompatible Spender zur Verfügung stehen. Im Jahr 2013 waren etwa zehn Prozent der Spender zum Zeitpunkt der Stammzellspende 40 Jahre oder älter. Gleiches gilt für Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften (auch Fehlgeburten zählen dazu). Denn im Rahmen von Schwangerschaften können Antikörper gebildet werden, die nach heutigem Kenntnisstand den Transplantationserfolg gefährden können. Weniger als zwei Prozent der Spender im Jahr 2013 waren Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften. Weitere Ausschlusskriterien lassen sich auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.dee) nachlesen. Bei Fragen kann man sich an die gebührenfreie Hotline 08 00 - 766 77 24 wenden.

Die nächste Gelegenheit, sich typisieren zu lassen:
Montag, 10. Juni, 17 bis 20.30 Uhr, 49479 Ibbenbüren, Paul-Gerhard-Schule, Hainbuchenweg 3
Sonntag, 29. Juni, 16.30 bis 20.30 Uhr, 48493 Wettringen, Friedensschule, Bültstraße 2
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