Schieben Sie den Einbrechern den Riegeln vor!

Hauptoberkomissar Herbert Dieminger und stellv. Vorsitzende Renate Grundgeir
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Wie kann ich mein Eigentum schützen und welche Maßnahmen sind wirklich sinnvoll? Dies erklärte Hauptoberkomissar Herbert Dieminger am Freitag Abend allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Freien Wähler Nordendorf/Blankenburg.

Alle 3 Minuten wird in Deutschland eingebrochen und bald herrscht wieder Hochkonjunktur. Denn wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, sind wieder viele Kleinkriminelle unterwegs. Dabei liegt die Haupttatzeit zwischen 16.00 und 21.00 Uhr-sog. Dämmerungseinbrüche.

Herr Dieminger räumte mit vielen Vorurteilen auf, wie z.B. "Wenn einer rein will, dann kommt er rein" oder " Bei uns gibt es ja sowieso nichts zu Holen" oder aber auch "Wir sind ja versichert". Das stimme so vielfach nicht! Zu 98% handle es sich um Kleinkriminelle, nicht Profis, die statistisch gesehen nach 3 Minuten gehen, wenn sie nicht ins Haus gelangen konnten und sich dann ein anderes Objekt suchen. Dabei wird zu 70% ein Hebelwerkzeug verwendet, wie z.B. ein Schraubenzieher. Die restlichen 30% gehen auf den Griff oder das Schloß. An 1. Stelle steht dabei die Terassentüre, gefolgt vom Fenster, dem Kellerlichtschacht und der Kellertüre. Durch die Haustüre kommen die Einbrecher in Einfamilienhäusern nur selten. Die Täter sind vor allem auf Bargeld und Schmuck aus oder auf Gegenstände, die leicht zu Transportieren sind.
Oftmals ist es gar nicht der materielle Schaden, sondern die psychische Belastung, die vielen Opfern zu Schaffen macht. Auch Familienerbstücke, die vor allem von persönlichem Wert sind, bedeuten für die Geschädigten einen großen Verlust.

DIES ALLES MUSS NICHT SEIN!

Die einfachste Methode ist, dem Täter den Eindruck zu vermitteln, daß Jemand zu Hause ist. Das kann z.B. über eine Zeitschaltuhr gemacht werden, die ein helles Licht im Haus schaltet. Die Kleinkriminellen legen es nämlich nicht darauf an, den Bewohnern des Hauses zu begegnen, sondern bevorzugen Objekte, wo sie ungestört ihre "Arbeit" verrichten können. Ein hell beleuchtetes Zimmer signalisiert dem Einbrecher: "Da könnte Jemand zu Hause sein." Desweiteren gibt es einige mechanische Sicherungen, wie z.B. Mehrfachverriegelungen mit Pilzzapfen, Querriegelschlösser, Kellerschachtverriegelungen, absperrbare Türgriffe, Bandsicherungen usw.. Wichtig dabei ist auf die DIN-Klasse 18104 zu achten. Auch eine Widerstandsklasse von mind. 2 ist empfehlenswert.

Seit 2009 wurde ein permanenter Anstieg der Einbrüche Kleinkrimineller verzeichnet. Auch in unserer unmittelbaren Umgebung sind Fälle bekannt. Da kann auch die gute alte Nachbarschaftshilfe helfen, Einbrüche zu verhindern. Achten sie auf verdächtige,fremde Personen und Fahrzeuge. Spielen sie nicht den Helden, sondern rufen sie im Verdachtsfall die 110.

1/3 aller Einbrüche kann durch sicherungstechnische Maßnahmen und aufmerksames Verhalten verhindert werden, das zeigt die Erfahrung der Polizei!

Hauptoberkomissar Herbert Dieminger und stellv. Vorsitzende Renate Grundgeir
Bürgerreporter:in:

Knippsi Knippsilein aus Ellgau

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