Obst- und Gartenbauverein Ehingen: "Ein Fühl-Pfad für die Kneipp-Anlage"

Harmonische Töne bei der Jahreshauptversammlung des Ehinger Obst- und Gartenbauvereins - nicht nur beim Vortrag eines selbstgetexteten Liedes der Gartler, sondern auch beim Blick der Vorsitzenden Maria Drohner-Liepert auf ein blühendes Vereinsleben. Sie berichtete über vielfältige Aktivitäten im vergangenen Jahr, von der ehrenamtlichen Pflege der gemeindlichen Grünanlagen über einen Weidenflechtkurs bis hin zu Aktionen im Rahmen des Ferienprogramms. Auch wurde ein "Gärtle" im Außenspielgelände des Kinderhauses Ringelreihen in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat angelegt , die Bewirtschaftung des kleinen Nutzgartenbereichs war sehr erfolgreich. "Es bringt bereits die Kleinsten mit dem Obst- und Gemüseanbau in Berührung und weckt Begeisterung für die Schönheit der Natur", formulierte die Vorsitzende das Ziel des Projekts. Betreut wird die Anlage von Rita Deininger als Kinderhausbeauftragte, Unterstützung erhält sie künftig von Rita Kratzer und Martina Meyer. Kassiererin Judith Hausmann konnte einen soliden Kassenstand aufzeigen. Zur Diskussion steht der Kauf eines neuen Vertikutierers als Investition in die Gemeinschaft. Der Abend bot auch Gelegenheit, langjährige Mitglieder zu ehren. Bürgermeister Franz Schlögel dankte dem Verein für das vorbildliche Engagement. Auch in diesem Jahr haben die Gartler wieder viel vor. Sie werden wieder mit Tatkraft für ein gepflegtes Ortsbild sorgen, die traditionellen Aktionen wie Maibaum und Kräuterbüschel binden fortsetzten sowie die Anlage eines "Fühl-Pfad" an der Kneippanlage realisieren - zusammen mit dem Arbeitskreis Freizeit, Erholung, Sport. Weiter ist geplant, auf Elterninitiative von Bettina Speer und Carola Streitberger eine Kindergruppe anzubieten.
Gastredner des Abends war Norbert Metz, Dipl. Ing. für Landespflege. Er referierte über die Bedeutung der landschaftsprägenden und ökologisch wertvollen heimischen Streuobstbäume, die Obstspezialitäten mit hohem Nährstoffgehalt liefern. Leider habe der Bestand in den letzten Jahrzehnten drastisch abgenommen, von 20 Mio Bäumen im Jahr 1965 sind heute noch 6 Mio verblieben. Kleinmostereien oder nachbarschaftlich gemeinsam genutzte Obstpressen seien im Zuge dieser Entwicklung verschwunden, gleichzeitig sei zwischen 2002 und 2007 die Importmenge von chinesischem Apfelsaft-Konzentrat von 14.000 Tonnen auf 112.000 Tonnen gestiegen. Projekte setzen sich heute gezielt dafür ein, dass das wertvolle Streuobst eine Nutzungsperspektive und somit eine Überlebenschance hat.
Ehrungen mit langjährige Mitgliedschaft (Kasten):
15 Jahre (Bronze): Susanne Korner, Anton Häußler
40 Jahre (Gold): Ehrenvorsitzende Centa Kratzer
60 Jahre (Goldenes Abzeichen am Bande): Xaver Schlögel, Alois Müller
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 03.05.2014
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