Premiere: "Vorhang auf" bei den Theaterfreunden Ehingen

  Ehingen Vor voll besetzten Reihen fand bei den Ehinger Theaterfreunden die Premierenvorstellung von „ Der ewige Spitzbua“ statt. Mit dem diesjährigen Stück haben die Laiendarsteller unter der Regie von Kerstin Egetemeir und Michael Ostermeier wieder einmal gezeigt, wie gelungenes Schauspiel aussieht. Den sechs Darstellern Gerhard Schmid, Michael Ostermeier, Andrea Schormair, Petra Miller, Iris Harms und Angelika Gump-Kienmoser – allesamt Spieler mit langjähriger Bühnenerfahrung – gelang es perfekt, sich in die Charaktere hinein zu versetzen. So strapazierte das humorvolle Stück aus der Feder von Anton Maly und Toni Gerlin mit viel Spielwitz und Situationskomik gehörig die Lachmuskeln des Publikums.
Der Theaterabend war noch in anderer Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal öffnete sich der Vorhang an neuer Spielstätte, dem Landgasthof „Zum Oberen Wirt“. Alexander Eder hatte mit einem Stab von Helfern, ehrenamtlichen Handwerkern und Technikern in vielen Stunden eine neue Bühne samt stimmungsvollem Bühnenbild geschaffen. Und dort geht es vom ersten Akt an turbulent zu.
Die Handlung: Zu Lebzeiten veranlasste der als Spitzbua bekannte Jochenbauer, dass nach seinem Ableben seine drei Jugendlieben Katharina (Petra Miller), Margarete (Iris Harms) und Anastasia (Angelika Gump-Kienmoser) zur Testamentseröffnung auf seinen Hof eingeladen werden. Einst hatten die drei Frauen den heiratswilligen verschuldeten Bauern abblitzen lassen. Doch als es nun ums Erben des inzwischen vermögenden Hofes geht, sind die Damen freilich da, die „Möchtegern-Reichen“. Wirtschafter Bartl (Gerhard Schmid) hat alle Hände voll zu tun, den drei erbfreudigen Ex-Heiratskandidatinnen Herr zu werden. Auf dem Hof wohnen auch noch Magd Burgi (Andrea Schormair) und Knecht Flori (Michael Ostermeier), der zusätzlich Verwirrung stiftet. Das hat schließlich zur Folge, dass sich der geplagte Bartl kaum mehr vor den zudringlichen Annäherungsversuchen der holden Weiblichkeit retten kann. Am Ende ist die mit Spannung erwartete Testamentseröffnung für manche ein wahrer Schock, für andere dagegen der Himmel auf Erden.
Hinter den Kulissen sorgt ein starkes Team, dass die Schauspieler bei ihren Rollen glänzen: Martina Belli und Martina Keßler fungieren als Souffleusen, für die Maske ist Theresa Kuchenbaur mit Team zuständig. Für Layout und Werbung zeigt sich Alfred Weglehner verantwortlich. Zum Schluss wurde das gesamte Ensemble vom Publikum für seine beeindruckende Leistung mit langanhaltendem Applaus belohnt.
Doch die Theaterfreunde bereiten mit ihrem Herbstspiel nicht nur den Zuschauern einen vergnüglichen Theaterabend, sie zeigen auch Herz für Bedürftige. Der Verein beteiligt sich an der Aktion „Heimatbühne mit Herz“ für das Leserhilfswerk unserer Zeitung, der Kartei der Not. Ein Euro jeder Eintrittskarte geht an den guten Zweck. Die nächsten Gelegenheiten, die Ehinger Theaterfreunde in Aktion zu erleben und dabei noch die gute Sache zu unterstützen, sind am 21./ 22./ 28./ 29. Oktober jeweils um 19.30 Uhr im Landgasthof „Zum Oberen Wirt“. Zur Aufführung am 21. Oktober hat sich der Lokale Fernsehsender A-TV angekündigt. Der Beitrag wird ausgestrahlt am 24. Oktober um 18.30 Uhr in der Sendung „Land und Leute“.
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