Mountainbikegruppe des DAV führte alpine Tagestouren in Lenzerheide durch

von Bernd Kitscher

Die als Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für Hochschulsport angelegte, erste größere Hochalpentour der Mountainbikegruppe Marburg führte in die Region Lenzerheide/Arosa im Kanton Graubünden.
Nachdem das Jahr 2016 unter meteorologischen Aspekten eher als labil zu bezeichnen war, bereitete die ab den 22.08. herrschende, gefühlte erste stabile Hochdruckwetterlage den neun Teilnehmern des DAV neben der grandiosen Graubündener Bergwelt den idealen Rahmen für sportlich-alpine Herausforderungen.

Die Kooperation mit der Philipps-Universität bezog sich zuvorderst auf die gemeinsame Anmietung der äußerst preiswerten Unterkunft in Parpan – ein ehemaliges Hotel, welches von der hiesigen Bergbahngesellschaft an „low-budget“-Veranstalter“ untervermietet wird – und auf gegenseitige Einladungen zu den Touren. Das Aufeinandertreffen der Generationen, das Alter der teilnehmenden DAV-Mitglieder lag zwischen 38 und 57, klappte prima, die Stimmung war insgesamt besser als gut.

Als ideale Vorbereitung für die technisch und konditionell anspruchsvollen Tagestouren in Höhenlagen zwischen 2860 mNN (Rothorn) und ca. 600 mNN (Chur) erwies sich die regelmäßige Teilnahme an den Freitagsrunden um Marburg unter der fachlichen Leitung von Rüdiger Butz-Braun. Hier wurde in den letzten beiden Jahren die Basis dafür gelegt, dass die technisch zum Teil schwierigen (schwarz, S1/S2) Wege mit großem Vergnügen und auch verletzungsfrei bewältigt wurden.

Im Gegensatz zu den reinen Downhillern (bergab fahren auf speziellen verblockten und wurzeligen Trassen in Höchstgeschwindigkeit) und den Cross-Country-Fahrern (Forst- und Waldwege mit geringem technischen Anspruch) liegt der Schwerpunkt der Marburger Mountainbikegruppe des DAV in einer Art Synthese von mehreren Disziplinen: neben Fahrtechnik und Kondition spielt das Landschaftserleben eine große Rolle, quasi eine Art Triathlon.

Die Region Lenzerheide/Arosa hat sich zumindest für den Sommer stark auf die breit gefächerte Zielgruppe der Mountainbiker eingestellt. Neben der hervorragenden Infrastruktur – Liftmitnahme, klassifizierte Beschilderung, Reinigung...- passte auch das oft zitierte Miteinander zwischen Radlern, Wanderern und sonstigen Nutzern der Wege. Das von der Tourismusregion überall an vorderster Stelle positionierte Bekenntnis zum gegenseitigen Respekt aller wurde auf den für alle Nutzer offenen Wegen offensichtlich nicht nur von den selbstverständlich auch wandererfahrenen Marburger Mountainbikern praktiziert; nirgends ein böser Blick, geschweige denn ein böses Wort. Allerdings muss man auch konstatieren, dass insgesamt sehr entspannte Verhältnisse in der Region herrschen; vielleicht eine Folge der zum Teil absurden Preise auf den Almen, die nicht nur der Gruppe öfter mal das Verzichten lehrten, sondern den einen oder anderen ganz und gar an alternative Urlaubsziele – außerhalb der Schweiz - denken lassen.
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