Sternsinger beim Dreikönigstreffen des Handwerks

Die Sternsinger beim Handwerk.

Traditionell lädt das Handwerk zum Neujahrsempfang in die Düsseldorfer WGZ-Bank ein. Höhepunkt des Dreikönigstreffens am 16. Januar waren der Besuch der Sternsinger und der Gastvortrag des EU-Abgeordneten Herbert Reul.

Die Heiligen Drei Könige segnen zum Jahresbeginn Haus und Hof, um Unheil fern zu halten. Auch das Handwerk erhofft sich, dass es von Unheil verschont bleiben möge. Deshalb gehört der Besuch der Sternsinger beim Handwerk zur guten Tradition.

Zuvor hatte beim Dreikönigsforum zum Thema „Wie kann die Energiewende noch gelingen“ eine hochkarätig besetzte Podiumsrunde mit Reiner Priggen (Vorsitzender der Grünen im Landtag), Hildegard Müller (Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung und Präsidiumsmitglied des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft), Lothar Hellmann (Landesinnungsmeister der Elektrotechnischen Handwerke in NRW) sowie Professor Dr. Justus Haucap (Düsseldorf Institut for Competition Economics an der Heinrich-Heinrich-Heine-Universität) unter der Moderation von FAZ-Herausgeber Holger Steltzner kontrovers diskutiert.

NWHT-Präsident Professor Wolfgang Schulhoff bezeichnete in seinem Eröffnungs-Statement die EEG-Umlage als „Planwirtschaft übelster Art“. Er forderte konkrete Abschreibungsmöglichkeiten für Hausbesitzer, um die Sanierung von Gebäuden anzukurbeln. „Insgesamt sehe ich derzeit nicht die Bereitschaft, das Ruder wirklich herumzuwerfen und marktwirtschaftliche Prinzipien durchzusetzen“, beklagte er.

Lothar Hellmann riet jedem Verbraucher und Hausbesitzer, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen, um Einsparpotenziale zu entdecken. „Wir, das Handwerk, bringen Energieeffizienz in die Gebäude“, sagte er. „Das ist ein Markt ohne Ende, da müssen wir nur los marschieren.“ Hildegard Müller sah bei den Bürgern wenig Bereitschaft zu investieren. „Wir brauchen klare Ziele. Viele alte Heizkessel könnten ausgetauscht werden“, so Müller. Priggen bemängelte, dass die Strompreise für die Industrie auf dem Niveau von 2005 liegen, während die Bürger die Zeche für die EEG-Umlage zahlen müssten. Er warte auf Vorschläge von der Bundesregierung. Einig waren sich aber alle, dass die Energiewende kommen muss.

Herbert Reuls Rede drehte sich um die Frage: „Haben wir die Europäische Union überfordert? Perspektiven der europäischen Idee.“ Von Überforderung könne keine Rede sein, so Reul, im Gegenteil: er wünschte sich vom Handwerk, sich stärker einzumischen und die Parlamentarier stärker zu fordern. Reul beklagte beispielsweise den mangelnden Sachverstand von Europa-Abgeordneten, die Gesetze verabschiedeten, die sich auf die heimische Wirtschaft negativ auswirken. Mit mehr Sachkenntnis würden manche Entscheidungen wohl anders getroffen.
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