65. Meisterfeier der Handwerkskammer

(Foto: Wilfried Meyer)

Am Sonntag, 18. Mai, feierte die Handwerkskammer Düsseldorf zum 65. Male ihre Meister mit 2500 Gästen in der Stadthalle. Der neue Kammerpräsident Andreas Ehlert, der nach dem Tode Wolfgang Schulhoffs jetzt die Kammer führt, gab ein gelungenes Debut. 1023 Meister und Meisterinnen erhielten ihren Meisterbrief, 21 Jahresbestmeister auf der Bühne persönlich vom Kammerpräsidenten und dem diesjährigen Gastredner EU-Kommissar Günther Oettinger. Dieser hatte auf sich warten lassen und reiste mit Verspätung an. Sein Flieger war verspätet in Köln gelandet.


Der Meisterbrief muss bleiben

Der Auftakt der Feier stand ganz im Zeichen des verstorbenen Wolfgang Schulhoff. "Wolfgang Schulhoff war mehr als ein Jahrzehnt das Gesicht des Handwerks! Nicht nur des Handwerks in unserem Kammerbezirk, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen", erinnerte Ehlert zu Beginn seiner Rede. Und dann zeigte der neue Präsident, wie er für das Handwerk kämpft: "Wir brauchen keinen Clement 2.0!" Diese Worte waren an Oettinger gerichtet, da die EU den Meisterbrief als Wettbewerbbehinderung sieht und am liebsten abschaffen möchte. So wie Clement dies bereits auf Bundesebene gemacht hatte. Die Abschaffung des Meisterbriefs in vielen Gewerken sei ein "krachender Fehlschuss" gewesen, stellte Ehlert fest. Clement nannte er einen "Propheten der unbewiesenen Paradiese". Er richtete einen leidenschaftlichen Appell an die Poiltik: "Handwerk ist Qualifikation - oder es ist kein Handwerk! Also: Hände weg vom Meisterbrief!"

Oberbürgermeister Dirk Elbers, der wegen seiner Verletzung mit Krücken auf die Bühne kam, bedankte sich in seinen Grußworten beim Handwerk für seine "ordentlichen Gehhilfen". Auch er bekannte sich zum Meisterbrief.

"Wir werden alles tun, um den Meisterbrief zu erhalten", beteuerte Oettinger. Deutlicher konnte er seine Unterstützung für die Meisterqualifkation nicht ausdrücken. Die EU-Kommission prüft zurzeit noch, ob Qualifizierungspflichten ein unzulässiges Beschäftigungshindernis darstellen.

Zum Höhepunkt der Feier überreichten Oettinger und Ehlert den 21 Prüfungsbesten ihre Meisterurkunden auf der Bühne.
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