Dillenburg - "Eine Hymne für die Niederlande" -

Statue des Wilhelm I von Oranien vor dem Wilhelmsturm in Dillenburg
Dillenburg: Wilhelmsturm | Immer, wenn ich auf der A 4 an Dillenburg in Richtung Siegen unterwegs bin, wird mein Blick auf den hoch über der Stadt liegenden Wilhelms-Turm und das herrliche Dilltal geleitet.

Heute habe ich mich entschlossen, in Dillenburg einen Zwischenstopp einzulegen, um den Turm zu besteigen und die Schlossanlage zu besichtigen. Ich erkenne sofort an den zahlreichen gelben Autonummern unseres Nachbarlandes, dass dies ein beliebtes Ziel vieler Holländer ist. Schließlich wurde im Jahre 1533 dort der Prinz Wilhelm I von Oranien geboren. Eine bronzene Statue des Freiheitshelden mitsamt Hund, die im Jahre 2000 von Königin Beatrix enthüllt wurde, deutet die Verbundenheit des Königshauses mit Hessen-Nassau an. Aus dem Exil im Schloss organisierte Wilhelm, der Schweiger, so wurde er genannt, den Widerstand gegen die Spanier (1567-1572).

Wenn die Niederländer zu festlichen Anlässen ihre Nationalhymne ("Wilhelmus") anstimmen, dann erinnern sie sich der Geschichte Dillenburgs, sicher auch an den von vielen Holländern eher unerwünschten Text: "Wilhelmus, bin ich von deutschem Blut". Weiter folgt ein fast nationaler Schwur: "Dem Vaterland bleib ich treu bis in den Tod". Von deutschem Blut wollen sie auf keinen Fall nach dem schrecklichen Weltkrieg sein. Dabei war die Hymne eigentlich als Ehrerbietung an Wilhelm von Oranien verfasst; denn die Anfangsbuchstaben aller fünfzehn Strophen der Nationalhymne bilden den Namen "Willem von Nassov".
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Birgit Ritter aus Kirchhain | 17.09.2015 | 10:58  
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