"Jetzt wird es höchste Zeit"

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Bickenbach: bürgerhaus | BICKENBACH. Jetzt wird es höchste Zeit, so lautet der Titel des neuen Theaterstücks der Spielgemeinschaft Bickenbach, die am Freitag den 11. April ihre Premier im Bürgerhaus Bickenbach hatte. Auf dem Terminkalender stand für den Samstag das Stück gleich zweimal und noch einmal für den Sonntag am 13. April. Eine weitere Vorstellung wird am 26. April um 19:00 Uhr im Alsbacher Bürgerhaus stattfinden.

In der ersten Szene begegnen sich alle Personen im Bahnhof. Aus Versehen landet die vornehme und hochnäsige Filmproduzentin Fiona (Melanie Barz) auf dem Bahnhof eines kleinen Dorfes, dass aufgrund der vielen Zugverspätungen auch Bickenbach sein könnte. Im Bahnhofsraum wartet sie mit der Magd Klara (Tanja Suttheimer), dem Holzfäller Xaver (Peter Schuster), der Friseurin Kitti (Jessica Altrichter) und dem Arbeitslosen Jojo (Oliver Schnaus) auf den Zug. Der Zug hat erst Verspätung und wird während hitziger Gespräche auch noch verpasst, da Stationsvorsteher Bene (Peter Anders) den Zug nicht ankündigte. In Xavers Waldhütte neigt die Filmproduzentin dem Most zu, der wegen seines Alkoholgehalts ihr ziemlich zusetzt. Gleichzeitig greift man die Idee der Filmproduzentin auf, einen Heimatfilm zu drehen und probt schon mal. Erst am nächsten Tag, wieder in der Bahnhofshalle erfahren alle, ein paar Geheimnisse.

Dieses Mal wurde ein Bauerntheaterstück ausgewählt, dass in seinen drei Akten recht einfach gehalten wurde. Marc Leisinger, Regisseur der Bickenbacher Spielgemeinschaft, hat es gekonnt in Szene gesetzt, obwohl es an einigen Stellen zu lang wirkte. Hier hätte man doch den Rotstift ansetzen können. Weil es in ländlicher Umgebung eines Dorfbahnhofs und einer Waldarbeiterhütte spielt, musste zwischen den Akten umgebaut werden. Der spartanische Einsatz der Bühnendekoration ermöglichte es den Besuchern am Samstag nach Kaffee und Kuchen, sich ganz auf die Schauspieler zu konzentrieren. Drei Damen und ein paar gestandene Mannsbilder sorgten dafür, dass es keine Pärchenbildung gab. Damit blieb das Lustspiel auf die Personen konzentriert, die sich auf der Bühne grösste Mühe gaben, den Besuchern einen gelungenen Nachmittag zu bieten.

Die Laienschauspieler, Profiarbeiter ohne Bezahlung, mussten sicherlich lange Proben, um das Stück bühnenreif zu gestalten. Mit seiner Rolle wächst man nicht nur in eine andere Person hinein, sondern auch über sich selbst hinaus. Das beste Beispiel dafür, welche bunt schillernden Energiepotenziale frei gesetzt werden, zeigen jährlich die Mitglieder der Bickenbacher Spielgemeinschaft. Sechs Hauptrollen, denn Nebenrollen gibt es nicht, sorgen für Spaß und Unterhaltung, nicht nur bei den Zuschauern sondern auch bei den Akteuren, tragen zum Gesamterfolg bei. Mit Hilfe von der Souffleuse Martina Andersen direkt vor der Bühne und zahlreichen Helfern dahinter konnte man die Aufführung am Samstag Nachmittag als gelungen bezeichnen.
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