Spacedays 2014 - internationale Modellbautage

  Darmstadt: Bürgermeister Pohl Halle | Die Science Fiction Freunde der Weltraumstadt Darmstadt mit dem Sapcedays e. V. laden wieder einmal ein, für ein paar Stunden die Erde zu verlassen und den Weltraum zu erkunden. Am Wochenende 25. und 26. Oktober fanden die Spacedays im Wixhäuser Bürgermeister-Pohl-Haus statt. Deutschlands größte Ausstellung für Modellbau in Science Fiction, Fantasy und Raumfahrt findet alle zwei Jahre statt. Das nationale Ereignis findet immer mehr internationale Beachtugn, denn die Modellbauer kommen nicht nur aus Deutschland, sondern inzwischen auch aus den angrenzenden europäischen Ländern. Neben den Modellbauern finden sich zusätzlich viele Kostümierte. Darth Vader von Star Wars mit seinen Troopern treffen auf Klingonen aus Star Trek oder Daleks von Dr. Who. Der Star Wars Kostüm Club war bei den Spacedays im Bürgermeister-Pohl-Haus ein begehrtes Fotoobjekt, wie auch all die anderen Kostümierten, die nicht unbedingt in einem Klub organisiert sind. Für Kinder fand zudem ein Kinderschminken statt, sodass innerhalb von ein paar Minuten diese kleinen Besucher ihren Helden ähnlich sahen oder einfach nur in ihrer eigenen Fantasie-Welt aufgingen. Bereits am Eingang der Halle sah man einen aufgeblasenen, übergroßen Raumfahrer stehen. Denn die ESA / ESOC beteiligte sich mit einem Vortrag und Modellen an dieser Veranstaltung. Die Berührungsängste, die zwischen seriöser Wissenschaft und Phantastik herrschten, bauen sich in Deutschland langsam ab. Im Veranstaltungssaal verdichtet sich das bunte Treiben bei der deutschlandweit größten Modellbauausstellung für Science Fiction, Fantasy und Raumfahrt zu einem wundersamen Gemenge. Modellbaufans, bekannte Personen aus der Phantastik-Szene und natürlich knapp eintausend Besucher. Während die Erwachsenen mit den Modellbauern fachsimpelten, begeisterten sich die jüngeren Besucher einfach nur an den Modellen. Vor allem als an beiden Tagen des öfteren das Licht gedämmt wurde um die beleuchteten Modelle besser zur Wirkung kommen zu lassen. Das ging natürlich nur, als die Teilnehmer der Iron-Modeller Extreme mit ihrer Arbeit fertig waren. Auf der Bühne, gleich neben dem übergroßen Modell von Ohnezahn, aus Drachenzähmen leicht gemacht, mussten die Teilnehmer aus Modellbauresten und Weltraumminiaturschrott innerhalb von 90 Minuten ein Modell zum Thema: Wir sind nicht allein, basteln. Insgesamt drei Teams sitzen an den Tischen und basteln was das Zeug hält. Um es nicht zu einfach zu gestalten, wird die Arbeit mit Pinsel und Kleber durch Fragen unterbrochen. Wer sie beantworten kann erhält einen kleinen Vorsprung gegenüber den anderen Teilnehmern. Dieser kann sich aber auch schnell zum Nachteil wandeln, wenn man falsch oder gar nicht antwortet. In den 90 Minuten, die die Modeller haben, ihr Modell zu bauen, haben die Besucher kaum Zeit alles, geschweige denn auch nur ein Fünftel zu bestaunen. Da gibt es Modelle aus der Serie Star Wars, die als Buch und Film überall erhältlich sind, Raumpatrouille Orion ist ebenso als Modell vertreten, leider nicht mit den Büchern zur Fernsehserie, wie Raumschiff Enterprise. Mondbasis Alpha Eins, wie es in Deutschland hieß, trifft auf Dr. Who, Warhammer 40.000 auf Herrn der Ringe. Zu letzterem gab es ein Großdiorama. Auf einer Fläche von 7 x 2 m = 14 m² wurden circa 3.000 3cm große Modelle aufgebaut. Hinzu kamen Figuren, die bis zu 30 cm gross waren. Jede einzelne Figur wurde per Hand bemalt. Monatelang war man nur beschäftigt, die Figuren zu grundieren, bevor sie auch nur annähernd erfolgreich bemalt werden konnten. Der Marsch der Orks aus dem Fantasy-Epos Herr der Ringe nach Minas Tirith wird darstellt. Die Besucher hatten zudem die Möglichkeit, Modelle aus dem Wettbewerb zu bewerten. Neben den Modellen zu bekannten Serien finden sich auch phantasievolle Eigenkreationen. Auch ein Maler zeigt, wie er sich die Welt der Zukunft und entsprechende Raumschiffe vorstellt.
Neben der grossen Halle, in der die Modelle bewundert wurden, gab es in einem Nebenraum weitere Glanzlichter. Lee Stringer sagte sein kommen zu den SpaceDays 2014 zu. Unter anderem entwarf er Modelle für Iron Sky, Battlestar Galactica, Firefly und baute sie Maßstabsgerecht. Als CG Supervisor war er bei unzähligen Film- und Fernsehproduktionen beteiligt. christian Humberg hatte eine Lesung und weitere Vorträge begeisterten die Besucher. Für nur einmal Eintritt bezahlen wurde mehr geboten, als in manch einer grossen Messe oder ähnlicher Veranstaltung.
Zwei Tage lang konnten sich die Besucher an dieser veranstaltung erfreuen. Modelle aus Plastik, Metall, Papier, Gips und anderem mehr fanden viel Zuspruch. Eine Gruppe von Tabletop-Spielern zeigt, dass man Papiermodelle nicht einfach nur in die Vitrine stellt, sondern auch als Teile einer spielbaren Landschaft benutzen kann. Mit dem ein Meter grossem Papiermodell der ISS sollte man dies jedoch nicht tun. Neben den Modellbauern fanden sich ein Stand mit Videos, und ein Stand mit Spielzeug. Leider hat man den Verlag vom letzten Mal nicht mehr zugelassen. Dabei konnte dieser die Verbindung von Literatur und Modellbau eindrucksvoll darstellen. Dessen Bücher zu Raumpatrouille Orion wurden von Papiermodellen begleitet und zu einer großen Modellkathedrale startete er damals eine Kurzgeschichtenausschreibung.
Damit die Modellbauer genügend Zeit haben, neue Modell zu bauen, finden die Spacedays alle zwei Jahre statt.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.10.2014 | 00:31  
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