Auferstehung und Himmelfahrt Jesu , Oratorienchor Burgwedel e.V.

Das Frühjahrskonzert des Oratorienchor Burgwedel e.V. am vergangenen Sonntag in Großburgwedel stand ganz im Zeichen von Carl Philipp Emanuel Bach, der im vergangenen Jahr seinen 300. Geburtstag feierte. Bei der ersten Programmnummer schauten die zahlreich erschienen Besucher etwas erstaunt in das Programmheft und als der Chor das erste Stück anstimmte hörten sie umso erstaunter zu. Der Eingangschorsatz „Jauchzet, frohlocket“ des Osteroratoriums von Carl Philipp Emanuel Bach ist identisch mit dem ersten Chorsatz des Weihnachtsoratorium seines Vaters Johann Sebastian Bach. Als Hamburger Musikdirektor war Carl Philipp Emanuel Bach verpflichtet an den 5 Hauptkirchen dort jährlich bis zu 200 Konzerte zu geben und hierfür auch die entsprechende Werke zu komponieren. Um diese große Aufgabe bewältigen zu können bediente er sich auch bei den Kompositionen seines Vaters.

Der zweite Programmpunkt war die Darbietung des Oratoriums „Auferstehung und Himmelfahrt Jesu“. Dieses nicht oft aufgeführte groß angelegte Werk kann man nicht mehr dem Barock aber auch noch nicht der Klassik zurechnen. Mit lautmalerischen Klängen werden die zugrunde liegenden biblischen Ereignisse beschrieben und die Musik mutet zuweilen romantisch an. Die musikalische Hauptlast trugen die Vokalsolisten, insbesondere Florian Neubauer, Tenor und Torsten Gödde, Bass. Rezitative und Arien wechselten einander ab. Die Sopran Solos sang Julia Meineke. Begleitet wurden die Solisten und der Chor durch das Barockorchester L’Arco. Die Besetzung umfasste neben Streichern zwei Flöten, zwei Oboen, Fagott, zwei Hörner, drei Trompeten, Pauken und Basso continuo. Die Musiker verwendeten alte Barockinstrumente zu deren Handhabung es besonderer Fertigkeiten bedarf. Die Leitung des Konzertes lag in den bewährten Händen des langjährigen Dirigenten des Oratorienchor Burgwedel Martin Helge Lüssenhop.

Von Solisten, Chor und Orchester wurden die Besonderheiten des Werkes mit spontanen Takt- und Rhythmuswechseln und seiner eigenen Dynamik ansprechend gemeistert, so dass der Applaus des Publikums lange anhielt.
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