In das Herz des Burgwaldes - Zu den Franzosenwiesen

Das Herz des Burgwaldes - Die Franzosenwiesen
Burgwald: Franzosenwiesen |

Eine Wanderung zu den Franzosenwiesen, die nicht nur wegen ihrer zentralen Lage als das Herz des Burgwaldes gelten, lohnt eigentlich zu jeder Jahreszeit, aber gerade der Herbst und die Zeit um Halloween oder Allerseelen bilden dort ein fast mystisches und gruseliges Ambiente. Einerseits kann dieser Ort im Herbst bei Sonnenschein durch seine Wasserspiegelungen im Moor und den tollen Farben der umliegenden Laubbäume sehr freundlich wirken, andererseits bieten die momentan oft feuchten und nebligen Tage eine geradezu gespenstische Atmosphäre.

Die Franzosenwiesen liegen in einer Senke mitten im Burgwald. Sie bestehen aus einem ökologisch wertvollen Komplex von Mooren, Feuchtwiesen, Stillgewässern und Auenwäldern. Gerade die durchschnittlichen Jahresniederschlagsmengen liegen im Bereich der Franzosenwiesen mit ca. 535 mm weit unter den Normmengen.
Im Sommer können im Tagesverlauf Temperaturunterschiede von bis zu 30 Grad Celsius auftreten. Langzeitmessungen der Uni Marburg haben ergeben, dass es hier schon in jedem Monat zu Nachtfrost gekommen ist. Seltene Tier- und Pflanzenarten, die in unserer Gegend gar nicht beheimatet sein dürften, haben sich hier und auch im gesamten Burgwald angesiedelt.
Die Franzosenwiesen gehören mittlerweile fast wieder komplett dem Staat. In den vorigen Jahrhunderten wurden sie zumeist von den Schwabendorfer Hugenotten bewirtschaftet. Der westliche Teil der Wiesen ist als Moor erhalten geblieben, während der östliche Teil zum Zwecke der Bewirtschaftung entwässert wurde.
1985 gehörten 45 Grundstücke der Forstverwaltung und 20 Grundstücke waren noch in Privatbesitz. Dass dieses Gebiet 1987 unter Naturschutz gestellt wurde, erschien als logische Konsequenz.
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Der Burgwald zeichnet sich durch eine ganze Reihe besondere Lebensräume aus, die den hier vorkommenden seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten.
Durch die klimatische und bodenbedingte Situation konnten sich einige Biotope entwickeln, die es in dieser Ausprägung in Hessen nicht mehr oder nur noch sehr selten gibt.


Quelle: www.ag-burgwald.de
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2 Kommentare
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Peter Gnau aus Kirchhain | 31.10.2014 | 17:32  
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Volker Beilborn aus Marburg | 31.10.2014 | 20:28  
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