PFINGSTGEDICHTE ..
PFINGSTGEDICHTE |
PFINGSTEN, DAS LIEBLICHE FEST...
Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es
grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen
und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden
Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die
Erde.
(Johann Wolfgang von Goethe | aus Reineke Fuchs)
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DER NACHTIGALL PFINGSTGESANG
Zu Pfingsten sang die Nachtigall
nachdem sie Tau getrunken;
die Rose hob beim hellen Schall
das Haupt, das ihr gesunken!
O kommt ihr alle trinkt und speist,
ihr Frühlingsfestgenossen,
weil übers ird`sche Mal der Geist
des Herrn ist ausgegossen.
Die Himmelsjünger groß und klein
sind von der Kraft durchdrungen,
man hört sie reden insgemein
zu wunderbaren Zungen.
Und da ist kein Zung` am Baum
Kein Blatt ist da so kleines,
es redet auch mit drein im Traum
als sei`s voll süßen Weines.
Oh, Ihr Apostel gehet aus
Und predigt allen Landen
mit Säuselluft und Sturmesbraus
von dem, der ist erstanden!
Legt aus sein Evangelium,
auf Frühlingsau`n geschrieben,
daß er uns lieben will darum,
wenn wir einander lieben.
Wer liebend sich ans nächste hält
Und will nur das gewinnen,
umfaßt darin die ganze Welt,
und Gott ist mitten drinnen!
(Friedrich Rückert)
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WENN'S PFINGSTEN REGNET
Wenn`s Pfingsten regnet
Oben aus dem Fahnenhaus
Guckt das schwarze Wettermännchen raus,
Spreizt die Beine und grinst uns an;
Schäme dich, alter Wettermann!
Am Ostersonntag, vor sieben Wochen,
Hast du dem Fritze fest versprochen,
Daß zu Pfingsten, im Monat Mai,
Das allerschönste Wetter sei.
Und nun regnets, liebe Not,
Alle hellen Blüten tot,
Sie liegen da wie nasser Schnee,
Auf den Wegen steht See an See;
Ja, wenn wir schon drinnen baden könnten,
Wie die Spatzen oder die Enten!
Wir dürfen aber garnicht raus,
Sehn so mucksch wie Maulwürfe aus;
Röch nicht der Kuchen so lecker her,
Wüßt man gar nicht, daß Feiertag wär.
Nicht mal die Pfingstkleider kriegt man an;
Schäme dich, schwarzer Wettermann!
(Paula Dehmel)
--
sehr schöne gedichte,danke.
schöne pfingsten,
gerda
Sehr schöne Auswahl, liebe Romi,
die den Vergleich des Motivs Pfingsten zu verschiedenen Zeiten ermöglicht.
Ein frohes Fest!
dank schön Gerda, Roland - und jetzt: auf in die Sonne!
Ich bin immer wieder überrascht, von Neuem erstaunt über die zeitlose Prägnanz Goethes. Mich (und ich hoffe auch Euch und sich) hat Romi mit den Versen 'neuermuntert'.
Hallo, Dein Betrag hat den Abschluß dieses schönen 1. Pfingstages erst richtig gekrönt.
DANKE !
Ein Gutshof der schon 40 Jahre Demeter- Landwirtschaft und -Tierhaltung betreibt hatte, wie jedes Jahr, heute wieder seinen Tag der offenen Tür. Ein Familientag, für groß und klein mit den unterschiedlichsten Aktivitäten.
Meine Aktion war solche Blumensträuße zu machen, wie Deiner da oben und auch mit anderen Gartenblumen. Ich kann davon einfach nicht genug bekommen - ein Suchtverhalten!? Leider gingen mir um fünfzehn Uhr die Blumen aus. Ein schöner Tag !
L.G. Bärbel
dieser wunderschöne Strauß wurde mir Mitte Januar geschenkt und stand danach mindestens vier Wochen auf meinem kleinen roten Tisch -- dann fing er an zu stauben und ich habe ihn in die Küche verbannt, bis ich ihn Ostern blutenden Herzens endlich doch dem Müll anvertraute ..
Hallo Du da !
Meine Garten- Rosen hatten alle den betörenden Sommerduft - nimm mal menthal eine Nase voll.
Sönen 2. Pfingsttag. L.G Bärbel
Übrigenens den Regen hatten wir auch - pünktlichen zu Veranstaltungsende.
@ Kurt
das hast du schön geschrieben!
wir hatten ein ähnliches Thema ziemlich ausführlich (auch das in allen Sprachen reden..) in einem Beitrag von Markus Maiwald --
http://www.myheimat.de/meitingen/beitrag/98172/dei...
der war Lesenswert.
gruss ro.
(ps: der Tip zum beitrag kam bei mir an..)
Barbara, das MUSS Gedankenübertragung sein !!
:-))
Ich WOLLTE Dir vor ca. einer Stunde schreiben, auf Deinen Kommentar zu Kurt Keeses Zeilen über den "Frieden im ALTER"...
und IHM auf jeden Fall auch
.
denn ich bin gar nicht damit einverstanden, was er da schreibt ---
wer keine Wünsche mehr hat an sich und andere, der hat in MEINEN Augen nicht den Frieden gefunden, der ist innerlich tot!
sorry, wenn das hart klingt, aber ich kenne auch einen Haufen 'alte Leute'
(und gleich kommt die Frage: AB WANN IST MAN ALT?)
für einen sehr jungen Menschen sind sicher alle spätestens ab 45 uralt...
aber glaub mir, wenn Du einmal soweit bist, wirst Du keinen Unterschied in Deinem eigenen Denken und Fühlen spüren zu heute ---
das wird sich nie ändern, Körper und Seele altern nicht parallel – in Deinem Herzen wirst Du auch noch in der letzten Stunde genauso sein wie heute ----
(ein Thema, das es wert wäre, ausführlicher drüber zu schreiben …)
Gruss Ro.
@ Kurt -- Du hast vollkommen recht !
Halte es bitte der späten oder frühen Stunde, in der ich schrieb, zugute.
(nicht böse sein --- aber ich denke halt so.)


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