Wanderer im TSV-Egestorf besuchen das Steinerne Herz

Wandergruppe im Osterwald unterwegs

Für die herbstliche Wanderung hatten dieses Jahr die Wanderführer den östlichen Osterwald ausgesucht. So startete die Gruppe in der Nähe vom Vorwerk Farrensen und wanderte am Bach Ohe entlang durch die sagenumwobene Drachenschlucht stetig bergan zur Pionierstraße. In der Drachenschlucht, so die Sage, soll einst ein großer Lindwurm gehaust und jedes Jahr eine Jungfrau verspeist haben. Erst ein Schusterjunge aus Eldagsen soll mit brennendem Reisig und Schusterpech diesem dann den Garaus gemacht haben.

Auf der Pionierstraße angekommen, inzwischen hatte sich auch die Sonne gegen den Morgendunst durchgesetzt, wurde ein kleiner Abstecher zum Steinernen Herz gemacht. Die Pionierstraße ist nach dem 10. Pionierbataillon Hannover als Erbauer der Straße benannt, die so das Gebiet um die Barenburg, einer Fluchtburg aus der Zeit der Cherusker, erschlossen hat.

Das Steinerne Herz ist in einem großen aufrechtstehenden Felsstein gehauen worden, der in einem Rund aus Felsbrocken unterhalb der Pionierstraße steht. Das eingemeißelte Herz und auch die Inschriften sind stark verwittert und nur schwer lesbar. Leider konnte die Gruppe nicht zu dem Gedenkstein hinabsteigen, da der Abstieg durch gefällte Bäume versperrt war. So musste der Wanderführer aus mitgebrachter Literatur die Inschriften erklären.
Das Herz trägt die Jahreszahl 1878 mit der Inschrift: Pionierweg erbaut 1900 v. Hann. Pion.Batl. 10, Sta, viator, hic manebitur (übersetzt: steh, Wanderer, hier verweile).

Nach einer Trinkpause führte der Weg erst etwas auf der Pionierstraße zurück, um dann später auf der Wildschuppenstraße über Kleinen- und Großen Rotehengst die Holzmühle zu erreichen. Hier stärkten sich die Wanderer mit deftigen Speisen für den Rückweg, der auf der Holzmühlenstraße durch den Südbruch am Forsthaus Farrensen vorbei, durch die Feldmark mit Aussichten in das Calenberger Land, zu den Fahrzeugen führte. Am Ende der Wanderroute zeigte der Kilometerzähler 13km mit insgesamt 225 Höhenmetern und alle Teilnehmer waren sich einig, eine sehr schöne Wanderung bei herrlichem Herbstwetter gemacht zu haben. Die beginnende Laubfärbung, besonders der Ahornbäume, Birken und Linden, hat hier bestimmt dazu beigetragen.

Karl-Heinz Pfennig

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