Landschaftspflege flächendeckend - Donautal-Aktiv etabliert mit dem Landkreis Dillingen und 27 Partnerkommunen einen Landschaftspflegeverband

In seiner Einführung zur ersten Vollversammlung „Landschaftspflege“ des Vereins Donautal-Aktiv brachte es der Vorsitzende und Landrat Leo Schrell auf den Punkt: „Wir haben es geschafft“. Gemeint war der durchaus schwierige Weg, den Bereich Landschaftspflege bei Donautal-Aktiv auf solide Beine zu stellen. Das gewählte Finanzierungsmodell sei für die Kommunen sehr positiv und verlange ein hohes Maß an Solidarität zwischen Landkreis und Kommunen. Nachdem es lange Jahre nicht danach aussah, ziehen nun bis auf zwei Gemeinden alle im Landkreis Dillingen mit. Außerdem sind Mertingen und Tapfheim dabei. „So gut und breit aufgestellt können wir für den Natur- und Artenschutz in unserer Heimat zukünftig viel erreichen“, so Schrell. Insbesondere weil Donautal-Aktiv nach dem Motto handelt: Bei jedem Mitglied mindestens eine Maßnahme. Die Freude, aber auch die Erwartungen an das nun breite Arbeitsfeld, kamen in den Statements von Erhard Friegel (Gemeindetag), Klaus Beyrer (BBV Dillingen) und Thomas Kraus (BN Holzheim) zum Ausdruck. Die drei Vertreter stehen für die Drittelparität von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz bei der Steuerung der Landschaftspflege. Während Friegel besonders auf das moderierende Wirken des Teams Natur & Landschaft bei Donautal-Aktiv in schwierigen Situationen abhob, war für Beyrer wichtig, bei den Maßnahmen die Anliegen der Nutzer immer fest im Auge zu haben. Für Kraus vom Bund Naturschutz ist es in erster Linie eine große Errungenschaft, nun die Landschaftspflege auf der ganzen Fläche etabliert zu haben.

Die enorme Bandbreite der Arbeit kam dann bei der Tätigkeitsübersicht und der Jahresplanung 2016 von Teamleiterin Susanne Kling zum Ausdruck. Man habe zwar eine gewisse Spezialisierung in Sache Gewässerpflege erreicht und werde bei den Gemeinden stark darüber wahrgenommen, doch 200 ha Streuwiesen- und Magerrasenpflege sowie die in 2016 wieder neu anlaufende Heckenpflege mit mehreren Gemeinden sprechen eine deutliche Sprache. Daneben widme sich Susanne Kling mit ihrem Team speziellen Projekten wie boden:ständig Finningen, das durch das ALE Schwaben finanziert werde und einem über fünf Jahre laufenden Bachmuschelprojekt an Brunnen-, Kloster- und Nebelbach, gefördert über den Bayerischen Naturschutzfonds. Spezielle Artenschutzmaßnahmen laufen auch beim Nesterschutz für den Brachvogel im Donauried und bei der Biotopoptimierung für den Storch in Lauingen, wofür Donautal-Aktiv unter dem Titel „Bayerns Ureinwohner“ Gelder des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) akquiriert hat.

So fand auch der Gastredner Nikolas Liebig, Landessprecher des DVL, nur lobende Worte für die bisherige Arbeit und das breite Maßnahmenprogramm. Ebenso finde man die Integration von Naturschutz, Regionalentwicklung und Tourismus, wie sie bei Donautal-Aktiv praktiziert werde, so nur an sehr wenigen Stellen in Bayern. „Das ist vorbildlich“, so Liebig. Auch das in kurzer Zeit erarbeitete Fach- und Praxiswissen zum Thema Gewässerpflege mache Donautal-Aktiv bayernweit zum kompetenten Ansprechpartner.
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