Rückblicke, Ein- und Ausblicke bei der Mitgliederversammlung des Tourismusvereins Dillinger Land

v. l. Landrat Leo Schrell, Angelika Tittl (Team Tourismus, Donautal-Aktiv e.V.), Anja Müllegger (Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben), Erhard Friegel (1. Vorsitzender, Tourismusverein Dillinger Land
Der 1. Vorsitzende Erhard Friegel zeigte sich mit der Entwicklung sehr zufrieden und betonte übereinstimmend mit Landrat Leo Schrell, „dass die steigende Zahl an klassifizierten privaten Unterkunftsbetrieben sowie die erfolgreiche Markteinführung der Donautal Panoramawege das erfreuliche Ergebnis einer konsequenten Entwicklungsarbeit sind“. Anschließend informierte Angelika Tittl vom Team Tourismus bei Donautal-Aktiv über die durchgeführten touristischen Maßnahmen im Jahr 2014. Auf großen Zuspruch stießen die Eröffnungen der Via Danubia-Fahrrad-Lauschtour und des Grenzwegs. „Ein weiterer Meilenstein war die Einstellung unseres Wegewarts, der sich hervorragend um die Qualität der Rad- und Wanderwege in den beiden Landkreisen Dillingen und Günzburg kümmert“, betont Tittl. Ergänzend appellierte Schrell an die Gemeinden, in den Bereichen Streckenführung und Wegequalität das Team Tourismus & Naherholung weiterhin zu unterstützen.
Auch die Zahl der Gästeankünfte mit einem Plus von 2,4 % zum Vorjahr, die hohe Auslastung der Betten mit 37,5 % und die längste Verweildauer mit 2,7 Tagen in Bayerisch-Schwaben geben Anlass zur Freude. Jedoch musste bei den statistischen Übernachtungszahlen ein kleiner Rückgang von 3 % verzeichnet werden. Angelika Tittl weist auf den Trend zu Kurzaufenthalten, aber auch darauf hin, dass in die Statistik lediglich die gewerblichen Betriebe mit mindestens zehn Betten Eingang finden. Deshalb -so Leo Schrell- stelle die Statistik nur die halbe Wahrheit dar.

Radelspaß-Rekord in Höchstädt
Als großen Imagegewinn für den Landkreis bezeichnete der Landrat den Donautal-Radelspaß, der 2014 sein 10-jähriges Jubiläum in Höchstädt feierte und die Erfolge der vergangenen Jahre nochmals übertraf. „Inzwischen ist der Radelspaß eine unverwechselbare Marke, der maßgeblich dazu beiträgt, den Landkreis mit seinen hervorragend beschilderten Radwegen als attraktive Radregion am touristischen Markt zu etablieren“, zeigte sich Schrell überzeugt.

Maßnahmenplan 2015 beschlossen
Vor dem Hintergrund der positiven Leistungsbilanz genehmigte die Mitgliederversammlung das vorgestellte Maßnahmenpaket für 2015 mit einem Gesamtvolumen von rund 230.000 Euro und stellte damit ausreichend Mittel für Marketing, Infrastruktur und Qualitätsmanagement zur Verfügung. Für die erfolgreiche und engagierte Arbeit dankte der Landrat besonders dem Team Tourismus & Naherholung beim Regionalentwicklungsverein Donautal-Aktiv sowie den beiden Vorsitzenden Erhard Friegel und Franz Kukla.

Tourismusverband stellt sich vor
Im Rahmen der Mitgliederversammlung informierte Anja Müllegger, Marketingleiterin beim Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben, über die Entwicklung seit der Neuausrichtung des Verbands sowie aktuelle und geplante Projekte, die gemeinsam mit den nordschwäbischen Landkreisen umgesetzt werden. Schwerpunkte beim Destinationsmarketing sind die Bereiche Social Media mit dem neuen Familienbayern-Blog sowie Kooperationen mit der Augsburger Allgemeinen (Aktion „Heimatliebe“) und dem FC Augsburg (Bandenwerbung). Ziel ist es, Bayerisch-Schwaben als Kurzurlaubs- und Ausflugsdestination noch besser zu positionieren.

Neue Serviceleistungen für Radfahrer willkommen

Abschließend appellierte Leo Schrell in seinem Statement zur touristischen Entwicklung im Dillinger Land an die Gastronomie in der Region. „Die zunehmende Zahl an E-Bikern führt zu einem erhöhten Bedarf an Ladestationen“, so Schrell. Daher sei es wünschenswert, wenn der eine oder andere Gastronomiebetrieb diesen Service offensiv für E-Bike-Fahrer anbieten würde. „Außerdem wäre es von Vorteil, wenn die Öffnungszeiten auch auf die Bedürfnisse der Wanderer angepasst werden könnten.“ Laut Schrell sollte ein Ausbau der Bettenkapazität im gewerblichen Bereich von den Gastronomiebetrieben geprüft werden. „Die hohe Auslastung in den Sommermonaten erschwert die Unterkunftssuche für Urlauber und Geschäftsreisende“, begründete Schrell diesen Wunsch.
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