Grenzweg – Über sieben Grenzen musst du gehen! Donautal Panoramaweg im Dillinger Land nun offiziell eröffnet.

Begrüßung an der Infostele v. l. Eugen Götz (Bgm. Lutzingen), Michael Holzinger (Bgm. Bissingen), Angelika Tittl (Donautal-Aktiv e.V.), Leo Schrell (Landrat Dillingen), Hermann Schmidt (Bgm. Amerdingen)
 
Unterwegs am Grenzweg
Der Grenzweg ist neben dem Weg „Sagenhaft“ der zweite beschilderte Donautal Panoramaweg im Dillinger Land und bereits bei vielen Wanderern beliebt. Vor Kurzem wurde er offiziell eröffnet. Hierfür hatte Donautal-Aktiv die beteiligten Landräte, Bürgermeister und Protagonisten sowie Gastgeber u.v.m. zu einer besonderen „Grenzerfahrung“ eingeladen. „Für uns ist es besonders wichtig, dass unsere touristischen Multiplikatoren sowie politischen Entscheidungsträger unsere neuen touristischen Angebote selbst erleben können“, so Angelika Tittl vom Team Tourismus von Donautal-Aktiv und verantwortlich für die Donautal Panoramawege.

Auf Schusters Rappen im Dillinger Land
Landrat Leo Schrell tauschte Anzug gegen Wanderoutfit. „Besonders freue ich mich, dass mit dem Grenzweg ein landkreisübergreifender Panoramaweg in die Tat umgesetzt werden konnte“, so Schrell. Zur Eröffnung wurden rund 10 km des Rundweges zwischen Amerdingen, Bissingen und Unterliezheim unter die Sohle genommen. Rund 80 geladene Gäste sind der Einladung gefolgt und erwanderten das Dillinger Land auf Schusters Rappen. Erst ging es jedoch vom Kloster Unterliezheim auf vier Rädern per Bus zum Startpunkt nach Amerdingen. An der Infostele in Amerdingen angekommen, begrüßte Bürgermeister Hermann Schmidt die Teilnehmer und wünschte allen ein grenzloses Wandervergnügen. Vorher richteten sich die Blicke auf die außergewöhnliche Infostele mit Übersichtskarte, die Teil des aus LEADER in ELER geförderten Projektes „Donautal-Panoramawege – Gesamtinfrastruktur“ ist und das Wanderwegenetz an vielen Stellen qualitativ aufwertet. Gut über die bevorstehende Strecke informiert, starteten die Wanderer, angeführt von Wegewart Joachim Lutz, bei typischem Herbstwetter ihr Grenzerlebnis.

Abwechslungsreiches Programm
Bei Grenze denkt man an Schlagbaum und Passkontrolle, aber beides findet man am Grenzweg nicht, dafür aber zwei Kreisgrenzen, drei Gemeindegrenzen, eine Sprachgrenze, Klimagrenze, Religionsgrenze u.v.m.
An der Brotzeitinsel mit Wachhäuschen war die erste Rast. Heinrich Schiele, Ortssprecher von Thalheim, erklärte den Teilnehmern den Blick auf die Bissinger Gemarkung und das Kesseltal. So manche Anekdote gab er zum Besten. Mit flotter Sohle ging es an Zoltingen vorbei in den Wald, der mit seiner Färbung für eine herrliche Stimmung sorgte. Am alten Rennweg stand plötzlich ein Marktstand mit Honigbrot und Fruchtwein. Michael Waldenmayr, ehemaliger Bürgermeister von Lutzingen, sorgte so für ein kulinarisches Grenzabenteuer. Winfried Bschorer, Unterliezheimer durch und durch, erklärte die Religionsgrenze und Dialektgrenze. Wenn aus Vesper Brotzeit wird, dann ist man an der Sprachgrenze angelangt, das ist sicher. Landrat Schrell schaute zum Himmel und hoffte innig, dass die Wassergrenze sich nicht öffnet. Ob er die gelbe Jacke ausgewählt hatte, um die dunklen Regenwolken zu vertreiben? „Aber als Wanderer sollte man für jedes Wetter gerüstet sein“, fügt Schrell hinzu und verweist dabei auf seine Regenjacke.
Am Naturlehrpfad lauschten die Grenzwegwanderer den Erklärungen von Manfred Herian, 1. Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Unterliezheim. Auf den letzten Metern zum Kloster wurde es grenzwertig dunkel, plötzlich öffnete der Himmel seine Pforten. Fast war das Kirchenläuten zum Einzug der Wanderer nicht mehr zu hören und die Wanderer suchten Zuflucht beim Hl. Leonhard im bekannten Unterliezheimer Gotteshaus.

Deftige Brotzeit zum Abschluss
Trocken war es auch zum Abschluss der Eröffnung des Grenzweges nicht. Im Klosterbräu hatte der Obst- und Gartenbauverein eine Apfelsaftverkostung mit über 12 Sorten organisiert. Bürgermeister Eugen Götz dankte dem Team von Donautal-Aktiv für die tolle Vorbereitung der Grenzwegeröffnung und Landrat Schrell erstaunte so manchen mit seinen detaillierten Geschichtskenntnissen rund um den Grenzweg im Schlusswort. Alle Teilnehmer der Eröffnungswanderung waren sich einig – wir kommen wieder zur nächsten Runde auf dem Grenzweg. Als kleines Mitbringsel erhielten die fleißigen Wanderer einen „Grenzweg-Bierdeckel“, der eigens für die an der Strecke gelegenen Gastwirtschaften produziert wurde und die Gäste auf den Panoramaweg aufmerksam macht.

Marschiert man den Grenzweg am Stück, hat man mit über 28 km ein grenzenlos langes Wandervergnügen. Aber der Grenzweg lässt sich problemlos in drei gemütliche Rundwege mit 13, 9 oder 6 km unterteilen. Die 10 km lange Eröffnungswanderung streifte alle Rundwege. Mehr Infos zu den Wanderwegen im Dillinger Land unter www.dillingerland.de/wandern.html.
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