Südharz: Schleichende Aushöhlung des ICE-Haltes Göttingen setzt sich fort - „Höchste Eisenbahn“ moniert erneute Anschlussverschlechterungen (Stand 17.02.2014)

Einer der letzten Züge auf der inzwischen stillgelegten und abgebauten Bahnstrecke Scharzfeld - Bad Lauterberg im Dezember 2004

Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!

Der ICE-Halt in Göttingen verliert aus Südharzer Sicht immer weiter an Bedeutung. Damit einher geht auch eine ständige Verschlechterung der Anschlüsse nach und von Süddeutschland. Das jüngste Beispiel ist die „vorübergehende“ Streichung von zwei weiteren ICE-Halten in der Universitätsstadt. Der ICE aus Frankfurt, Göttingen an 8.41 Uhr, und der ICE ab Göttingen um 19.17 Uhr nach Frankfurt werden nicht mehr halten. Wegen des nach wie vor akuten Fahrzeugmangels bei der DB werden diese Züge durch IC ersetzt, die wegen ihrer geringeren Geschwindigkeit Halte auslassen müssen.

Die DB vertröstet erneut mit der Aussage, dass „zeitnaher Ersatz“ vorhanden sei. Diese Aussage ist – und dies nicht zum ersten Male – falsch. Ersatz mag es für Göttingen selbst geben, nicht jedoch für die zahlreichen Anschlussreisenden in den und aus dem Harz, die wieder einmal im Ragen stehen. Denn die „zeitnahen“ Ersatzzüge verpassen die Anschlüsse, für Harzer Reisende entsteht eine erneute Lücke im Fahrplantakt.
Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn“ hat keinerlei Verständnis für die Aktion der Bahn. „Es ist ja nicht der erste Anschluss, der in die Binsen geht. Am frühen Morgen wird aus dem Harz der ICE um 7.17 Uhr nach Frankfurt nicht erreicht, weil unser Zug erst um 7.12 in den Göttingen Bahnhof darf und 5 Minuten Übergangszeit nicht ausreichen. Am Abend rauscht der ICE aus Wien ebenfalls taktwidrig in Göttingen durch, weil es Fahrplankonflikte mit einem ICE-Sprinter gibt. Nun fallen zwei weitere Halte weg. Der so genannte Takt wird immer löchriger“ meint Reinboth.
Er sieht auch die Befürchtung, dass ab 2016 eine komplette Linie über Göttingen gestrichen wird, erneut bestätigt. „Die Bahn hat einfach nicht genug Züge, um das heutige Angebot abdecken zu können, und will uns weismachen, dass es ab 2016 möglich sein wird, eine völlig neue ICE-Linie einzurichten. Das ist schlicht und einfach nicht wahr, und die Politiker der Region sollten sich hier auf keinen Fall von den Aussagen der Bahn täuschen lassen.“ Denn, so Reinboth, neue Züge seien weit und breit nicht in Sicht. Im Gegenteil: Bau und Inbetriebnahme neuer ICE- und IC-Züge verzögern sich immer weiter – was nicht unbedingt an der Bahn liegt, im Ergebnis aber für die Kunden immer negativ ist.
„Das Land Niedersachsen führt mit der Bahn Gespräche über neue Trassen oder die Weddeler Schleife, merkt aber offenbar gar nicht, dass demnächst ganze Linien einen Bogen um den Landessüden machen werden“ merkt Reinboth zudem in Richtung Hannover an.

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Burkhard Breme
Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"

37431 Bad Lauterberg


E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
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