619. Newsletter Südharzstrecke - Stadtbusverkehr Northeim - Entgleisung des Herrn W.

Regionalbahn auf der Südharzstrecke
Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!

1. Weiterhin Stadtbusverkehr in Northeim mit verbesserten Zuganschlüssen (Stand 16.11.2014)


Die Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses in Northeim war Anlass zu Umstellungen und Anpassungen des Stadtbusverkehrs. Anders als in Osterode am Harz wurde er nicht eingestellt, sondern konnte dank eines erhöhten Zuschusses der Stadt Northeim an den Linienbetreiber sogar etwas ausgebaut werden. Der Northeimer Stadtbus verkehrt bis abends 20.15 Uhr und auch an Wochenenden und Feiertagen.
Für Kunden der Südharzstrecke von Interesse ist hierbei die Anbindung des Northeimer Bahnhofs an die Innenstadt. Sie wird Montag bis Samstagmittag durch die Linien 2 und 3, ab Samstagnachmittag und Sonntag durch die Linie 13 gewährleistet.
Die Südharzer Züge treffen stündlich zur Minute 50 in Northeim ein. Die Linie 2 fährt am ZOB Mo-Fr um 5.57, 6.57, 8.07 und weiter jede Stunde bis 18.07 Uhr in Richtung Wieterviertel – Markt – Einbecker Landstraße – Krankenhaus ab. Samstag wird ein Anschluss jede Stunde von 8.07 bis 13.07 angeboten. Aus Richtung Krankenhaus – Markt treffen die Busse von 8.55 bis 18.55 Uhr jede Stunde am ZOB ein, der Zug in den Südharz fährt jeweils zur Minute 06 ab. Samstag bestehen Anschlüsse von 8.55 bis 13.55 Uhr.
Aus Richtung Rathaus – Markt bietet auch die Linie 3 gute Anschlüsse in den Südharz. Ihre Kurse erreichen die Haltestelle Bahnhof/Annastraße (am Zugang zum Bahnhof in der Güterbahnhofstraße) Montag bis Freitag jede Stunde von 7.47 bis 19.47 Uhr, Samstag von 8.47 bis 13.47 Uhr.
Die Linie 13 bedient Samstag ab 15.08 bis 19.08 Uhr und Sonn- und Feiertags ab 13.08 bis 19.08 Uhr die Haltestelle Bahnhof/Annastraße in Richtung Stadt und aus der Stadt kommend Samstag von 14.48 bis 19.48 Uhr, Sonntag von 13.48 bis 19.48 Uhr mit guten Anschlüssen aus dem und in den Südharz.
In Bahnhofsnähe (Haltestelle Bahnhofstraße) stoppt auch die Linie 1 auf dem Weg von Hillerse über den Markt zur Verdistraße und in der Gegenrichtung. Hier ist der Fußweg zu den Bahnsteigen (über die Zufahrt zum Empfangsgebäude in der Bahnhofsmitte) allerdings etwas länger.
Die Stadt Northeim zeigt, dass bei entsprechendem politischem Willen durchaus ein guter Stadtverkehr in einer „Mittelstadt“ gestaltbar ist. Hoffen wir, dass das neue Netz auch gut angenommen wird.

Michael Reinboth

2. Die Entgleisungen des Herrn W. (Stand 16.11.2014)


Es ist schon peinlich, wenn ausgerechnet der Vorsitzende einer Lokführergewerkschaft ständig entgleist, wenn auch „nur“ verbal. Im Sommer hat uns Claus Weselsky schon mit seinem absurden Behindertenvergleich geschockt, der allerdings von der Versammlung der Lokführer in Fulda vorwiegend mit Johlen und Beifall aufgenommen wurde. Hierfür hat er sich zwar rasch entschuldigt, aber jeder kennt nun seine Meinung zu anderen Gewerkschaften und zu Behinderten, denn die hat er dort ja ausgesprochen.
Jetzt hat er nachgelegt: Eine „Pogromstimmung“ sei von „interessierter Seite“ gegen die Lokführer entfacht worden. Das ist nun in vielerlei Hinsicht ein übler und in jeder Hinsicht zu verurteilender Satz.
Zur Erinnerung: „Pogrome“ gab es in Deutschland seit dem Mittelalter bis zum 9.11.1938 immer wieder gegen jüdische Mitbürger. Hierbei wurden regelmäßig ihre Häuser und Synagogen in Brand gesetzt und sie selbst entweder vertrieben oder aber umgebracht. Das Wort „Pogrom“ ist mithin ein äußerst symbolträchtiges und nur sehr gezielt einsetzbares, jedenfalls für den vernünftig denkenden Menschen. Eine aus seiner Sicht unschöne Stimmungsmache gegen ihn und die Lokführer als „Pogrom“ zu bezeichnen, zeugt ein weiteres Mal davon, dass dieser Mann sich ganz einfach nicht beherrschen kann.
Davon abgesehen: Wer stunden- und tagelang Millionen von Fahrgästen im Stich lässt und permanent die verladende Wirtschaft vor den Kopf stößt, um die Macht seiner Gewerkschaft und den eigenen Job zu sichern, wer also in dieser üblen und völlig überzogenen Weise austeilt, muss damit rechnen, dass es eine Gegenreaktion gibt. Das Verständnis für die Streiks ist in dem Maße gesunken, wie ihr wahrer Hintergrund sichtbar wurde: Ein Machtkampf gegen eine andere Gewerkschaft, ausgetragen auf dem Rücken der Kunden, die in allererster Linie mit ihren Fahrkarten dafür sorgen, dass das nötige Geld zusammenkommt, um Löhne und Gewerkschaftsbeiträge zahlen zu können. Es ist also völlig legitim und keineswegs „unverschämt“, wenn sich die zahlende Kundschaft zur Wehr setzt. Sie wird es sicher auch in anderer Hinsicht, indem sie dem Verkehrsmittel Bahn den Rücken kehren.
Vielleicht sollte Herr Weselsky in sich gehen und sich überlegen, was er da mittel- und langfristig anrichtet, anstatt überall Verschwörungen zu wittern.
Wir als Vertreter der Fahrgäste werden uns weiter das Recht herausnehmen, für unser gutes Fahrgeld das zu fordern, was sich gehört: Fahrende Züge.

Michael Reinboth

Viele Grüße

Burkhard Breme
Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"

37431 Bad Lauterberg

E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
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