Frauenfußball SG Landau/Wolfhagen: Abstieg für ein Jahr hat sich ausgezahlt

Macher bei der SG Landau/Wolfhagen zeigt das Foto von Dirk Schäfer in der WLZ: Trainer Andreas Schäfer, Abteilungsleiter Hartmut Schröder und TSV-Vorsitzender Marco Steinbach (von links).

"Fast in einer eigenen Klasse" titelte die Waldeckische Landeszeitung in ihrer Ausgabe vom 13. März 2014. "Die Fußballerinnen der SG Landau/Wolfhagen treffen im Schnitt fünfmal pro Spiel" lautet die Unterzeile über dem Bericht von Alexander Siebert.

"Die beste Abwehr, der beste Angriff, alles gewonnen, elf Punkte Vorsprung: Begründete Zweifel an der Rückkehr der SG Landau/Wolfhagen in die Verbandsliga kann es bei Halbzeit der Gruppenliga-Runde nicht geben," schreibt der Autor. Und weiter:

"Vor etwas mehr als einem Jahr blickte Marco Steinbach, Vorsitzender und Ex-Abteilungsleiter Frauenfußball beim TSV Landau, auf eine extrem schwierige Hinrunde zurück. „Wenn wir am Ende absteigen, dann reißt uns keiner den Kopf ab“, sagte er und wagte trotzig die Prognose: „Dann erholen wir uns und steigen wieder auf.“ Diesen Weg geht die SG Landau/Wolfhagen aktuell mit großen Schritten.

Die Dominanz des Teams von Trainer Andreas Schäfer, der im Sommer sein Amt antrat, in der Kasseler Gruppenliga ist beängstigend. Die SG hat bei ihren neun Siegen in der Vorrunde im Schnitt genau fünf Treffer erzielt und selbst den Tabellenzweiten TSV Obermelsungen II mit 8:1 abgeschossen. Knapp wurde es nur einmal, beim 2:1 gegen die TSG Wilhelmshöhe.

„Es wäre blöd jetzt zu sagen, die Klasse halten sei das Ziel. Wir wollen natürlich aufsteigen und normalerweise sollte da nichts mehr schiefgehen“, sagt SG-Obmann Hartmut Schröder. Zumal die Ergebnisse in der Vorbereitung auf die zweite Halbserie das Selbstbewusstsein der Spielgemeinschaft wachsen lassen.

Sie gewann gegen­ die Verbandsliga-Spitzenteams des KSV Hessen Kassel (3:1) und DFC Allendorf (2:1) und trennte sich von der ebenfalls klassenhöheren Viktoria Großenenglis unentschieden. Im dritten Testspiel setzte Schäfer sogar fünf B-Juniorinnen ein. „Die Mädels­ ziehen alle super mit und wissen, worum es

Überhaupt hat der Obmann wenig zu meckern. „Großes Lob an die Mädels, die haben richtig klasse gespielt. Zumal viele noch sehr jung sind“, sagt Schröder und würdigt die Arbeit von Trainer Schäfer. „Die Mädels haben sich super aneinander gewöhnt und auch die jungen Spielerinnen wurden prima aufgenommen.“ Den ersten Titel unter ihrem neuen Coach holte die SG als Hallenkreismeister.

Besonders froh waren Trainer und Betreuer über das Comeback von Franziska Heldt. Die Ex-Spielführerin hatte nach einem Kreuzbandriss im ganzen Jahr 2013 kein Spiel bestritten und kehrte zur Kreismeisterschaft ins Team zurück. „Dadurch haben wir natürlich viel mehr taktische Möglichkeiten“, erklärt Schröder.

Der Obmann kündigt für die kommenden nur noch acht Spiele (FSV Kassel hat bekanntlich zurückgezogen) an: „Wir wollen unsere Serie fortsetzen und, da es keine Relegation gibt, natürlich die Position halten.“ Als potenzielle Konkurrenten nennt er Wilhelmshöhe und die Regionalliga-Reserve des TSV Jahn Calden, die freilich schon zwölf Zähler zurückliegen. Läuft es glatt für die SG, kann sie schon am 10. Mai beim Gastspiel in Wilhelmshöhe die Meisterschaft feiern.

So weit ist es noch nicht und Hartmut Schröder würde es auch reichen, wenn vor dem letzten Spieltag mit der Heimpartie gegen Calden alles entschieden wäre. So oder so sagt er schon jetzt: 'Das eine Jahr Abstieg hat sich ausgezahlt.'“
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