Jagdgenossenschaft Landau pflegt Feldholzinsel

Mit dieser Feldholzinsel machen die Landauer Jagdgenossen den Anfang.
Bad Arolsen: Gemarkung Landau |

Es soll der Anfang eines ehrenamtlichen Einsatzes sein, der über Jahre geht: Die Jagdgenossenschaft Landau hat damit begonnen, Feldholzinseln zu pflegen. Im "Himmelreich" unweit des Schwarzenbergs ging es los.

Hier gehen mehrere Feldgehölze fast ineinander über und bieten als Biotop-Verbund auch Hasen und Rehwild Schutz und Nahrung. Angelegt im Rahmen der Flurbereinigung vor rund 40 Jahren, haben diese Inseln Hege dringend nötig, wie Werner Schäfer, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Landau, erklärt.

"Alle 15 Jahre sollte so eine Feldholzinsel gepflegt werden," sagt der Forstwirt. Am besten Abschnitt für Abschnitt und alle fünf Jahre ein Drittel. In Landau hat sich in den fünf Revieren allerdings niemand so recht gekümmert, seit die Inseln angelegt wurden. Die Stadt nicht als Eigentümerin dieser Flächen und auch nicht die Jagdpächter, deren Aufgabe es Schäfer zufolge eigentlich ist.

Das Gefüge aus Kraut- und Strauchschicht und Bäumen erster und zweiter Ordnung gerät ins Wanken, wenn die Bäume zu groß werden. "Dann gehen die unteren Schichten kaputt," erklärt Werner Schäfer. Aus der Feldholzinsel mit geschlossener Hecke am Boden wird nach und nach eine reine Baumreihe.

Bis zu 900 Arten können im besten Fall in einem solchen Heckenstreifen zu finden sein. Doch fehlt die Pflege, verschwinden Holunder, Schwarz- und Weißdorn, Hundsrose, Pfaffenhütchen und Hartriegel ebenso wie Vögel, Insekten und Igel. Hase und Rehwild finden keinen Rückzugsraum mehr.

Auf etwa ein Drittel der für diesen Tag ausgewählten Insel beschränkte sich das siebenköpfige Team dann auch, als es begann, groß gewachsene Aspen mit der Motorsäge zurückzuschneiden - auf Kniehöhe, damit sie wieder austreiben. Vereinzelte Buchen und Eichen blieben stehen.

Mit dem Schlepper zog das Team die Stämme auf den Weg, wo sie direkt im Häcksler zerkleinert und als Hackschnitzel auf Wagen abtransportiert wurden.

Die Jagdgenossen verstehen ihren Einsatz als Entgegenkommen gegenüber der Stadt Bad Arolsen, die kein Geld hat für Hegemaßnahmen dieser Art. Außerdem soll es ein positives Signal an die Jagdpächter sein, denn läuft die Pacht für ein Revier aus, wird es zunehmend schwieriger, einen Nachfolger zu finden.

Jetzt ist fünf Jahre Pause an dieser Stelle - dann geht es im Idealfall mit dem nächsten Drittel weiter. Und auch die nächste Aktion dieser Art wird mit der Stadt und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt sein, wie es auch jetzt der Fall war.
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Heinz Happe aus Bad Wildungen | 17.02.2016 | 18:06  
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