Grundschulkinder beim Saisonstart an der Wasserkunst Landau

Jetzt ist er wieder voll, der Mühlengraben. Im Hintergrund die Wasserkunst (mit Fachwerkgiebel).
Bad Arolsen: Wasserkunst Landau |

Es dreht sich wieder, das große Rad der Wasserkunst. Den spannenden Moment, in dem genügend Wasser in die Taschen gelaufen ist, um es in Bewegung zu setzen, erlebten alle Kinder der Grundschule am Kump mit.

Zum ersten Mal hatte der Verein zur Erhaltung der Wasserkunst von 1535 die Jungen und Mädchen nicht zum Arbeitseinsatz vor Saisoneröffnung an einem Wochenende eingeladen, sondern während eines Projekttages zur Unterrichtszeit.

Der Vorteil: Alle Schulkinder aus Landau, Volkhardinghausen und aus dem Remmeker Feld waren vollzählig dabei. In den Vorjahren hatten beim freiwilligen Arbeitseinsatz (alle zwei Jahre) immer einige gefehlt.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden, Gunthard Ohm, marschierten die beiden Klassen mit den Lehrern Anne-Simone Stiel und Falk Paltinat zunächst zur Quelle am Rand des Wäldchens "Stuken". Sie speist sowohl die Zapfstelle für Weidewasser und den Brunnen an der Wasserkunst, als auch das Freibad. Und natürlich den Kump auf dem Marktplatz, für den die Grundschule vor etlichen Jahren die Patenschaft übernommen hat und der der Schule ihren Namen gab.

Von der Quelle ging's an die Stelle, an der die Watter über die obere Fischtreppe Richtung Wasserkunst fließt. Hier hatte die Schule in gemeinsamer Aktion mit dem Hegering Volkmarsen-Landau vor einigen Jahren Erlen gepflanzt. Je ein Schulkind hatte die Patenschaft für einen der Bäume übernommen.

An dieser Stelle zweigt der Mühlengraben ab, der die Wasserkunst während der Saison mit Wasser versorgt. Hier öffnete Gunthard Ohm das Hauptwehr und mit Spannung verfolgten die Kinder, wie sich das Wasser Meter für Meter den Weg bahnte bis zur Wasserkunst. Wer Gummistiefel anhatte, durfte auch testen, wie tief es im Graben stand.

In der Wasserkunst selbst war sowohl der Blick von oben auf das Rad als auch unten auf die Anlage mit den Pumpen von Interesse. Gunthard Ohm erklärte die Funktionsweise des technischen Denkmals, das jetzt 480 Jahre alt ist. Und auch im Unterricht wird die Wasserkunst als einzigartiges Technikdenkmal in Deutschland noch Thema sein.

Projektarbeit hatte auch in den Wochen zuvor auf dem Stundenplan gestanden. Die Jahrespraktikantin Sarah Staigl gestaltete eine Unterrichtseinheit zum Thema Müll. Unter anderem sammelten Kinder und Lehrer in der Gemarkung rund um den Ort gemeinsam Müll und schufen beim Thema "Nachhaltigkeit" Kreatives aus Dingen, die niemand mehr braucht.

Mehr Informationen zur Wasserkunst gibt es hier.
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