Aufgewachsen in Aachen in den 60er und 70er Jahren -- Ein besonderes Buch der "Erinnerung"...

Buch - Titel Repro:Volker Dau (Foto: http://www.wartberg-verlag.de/)
Aachen: Elisenbrunnen | Aufgewachsen in Aachen in den 60er oder 70er Jahren verbinden wir mit dieser Zeit Weihrauch, Glockenläuten, Printen, Karussells und wilde Spiele auf der Straße.

Als Kinder erlebten wir, wie sehr sich die Stadt veränderte.

Doch im Herzen blieb Aachen, was es immer war: eine alte, junggebliebene Stadt. Poschweck, der Eismann an Siegel, die Karnevalszüge und der Oecher Bend waren Eckpunkte, die uns von Kindesbeinen an bis in die spannende Teenagerzeit begleiteten. – bis hier der Pressetext des Verlages…


Selbst einige Jahre in Aachen aufgewachsen löste dieses kleine „Werk der Erinnerung“ bei mir „großes Kopfkino“ aus.

Wollte vor dem Einschlafen mal kurz reinschauen und wurde mehr gefesselt wie von manchem Krimi.
Kein „ dröger Stoff “ wie manches Heimat(-Geschichts-)Buch.

Geschichtliches bleibt auch eher außen vor, dafür Geschichten die sich automatisch mit eigenem Erleben in dieser Zeit ergänzen!


Derartiges habe ich noch nie so intensiv erlebt.

Als ich viel zu schnell die letzte Seite erreichte war mir als wäre ich gerade aus einem Traum erwacht, so tief war ich in das Buch eingedrungen!

Deshalb ist es auch unmöglich auf einzelne Punkte einzugehen denn gelesenes und erlebtes haben sich vollkommen miteinander verbunden.

Ein Beispiel: Da wird von den Aachener Weihern berichtet und sofort fallen mir dort gefangene Kaulquappen ein…

Beim Elisenbrunnen das „Faule-Eier-Wasser“… und ein dort im Garten gefangener Maulwurf.

Aus Sicht eines „Jungen der Zeit“ vermisse ich im Buch das burgartige Portal des Gerichts/Gefängnisses am Adalbertsteinweg mit den passenden Kaffeeschmuggel-Erzählungen über die 50er Jahre..


Auch Geschichten rund um die große Eisenbahn vermisse ich.

Der „berühmte“ Lokabsturz von der Drimborner Straße fällt auch mit 1958 knapp aus dem Zeitrahmen des Buches. (siehe: http://www.guidorademacher.de/Sonstiges/Unfall/Unfall.htm)

– Der Besuch der Kart(ing)-Bahn in Vaals zum (Go-)Kart fahren war wohl damals auch eher Jungensache.

Vielleicht erinnert sich auch ein Junge eher an den Verkehrsübungsplatz für Kinder mit richtigen Ampeln wo wir mit unseren Tretrollern davor standen…

Mochten Mädchen keine „Fritten“ aus der Tüte vom Kaiserplatz?

Meine Ergänzungen beweisen dass es dem Buch gelungen ist Emotionen freizusetzen und mich in diese Zeit perfekt zurückzuversetzen.

Fazit: Ein Buch wo jede Minute des Lesens ein Genuss der Erinnerung war.


Yvonne Hugot-Zgodda
Aufgewachsen in Aachen in den 60er und 70er Jahren
64 Seiten, 165 x 240 mm, fadengeheftetes Hardcover, zahlr. farb. u. schw.-w. Fotos
August 2010
12,90 €

ISBN 978-3-8313-1997-8

http://www.wartberg-verlag.de/
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