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Döbel-Brothers beim TRISTAR111 in Worms dabei

Wann? 29.05.2011 08:00 Uhr

Wo? Nibelungenbrücke, Am Rhein , 67549 Worms DEauf Karte anzeigen
Heinz und Friedhelm Döbel vom SV Hertha Otze im Ziel beim TRISTAR111 in Worms.
 
Das offizielle Emblem vom TRISTAR111 Germany in Worms.
 
Viel Andrang bei der Wettkampfbesprechung am Vorabend des Events.
Worms: Nibelungenbrücke | Mal wieder einen ganz neuen Wettkampf an einem neuen Veranstaltungsort. Das ist doch mal wieder einen Kurzurlaub wert.
Schon Anfang des Jahres planten Heinz und Friedhelm Döbel, von den Triathlon-Abteilung des SV Hertha Otze, für den 31. Mai den Traitar 111 in Worms.
Dort fand zum zweiten Mal diese Veranstaltung statt. Bei dieser neuen Serie, die weltweit an über 10 Veranstaltungsorten stattfindet (u. a. auch noch in Berlin) müssen die Starter 1 km Schwimmen, 100 km Radfahren und abschliessend noch 10 km laufen. Daher kommt auch der Name: 111er Tristar. 111 km in drei Disziplinen.
Diese Herausforderung wollten sich also die Senioren von Hertha Otze stellen.
Der ältere der Brüder, Heinz, verbrachte schon eine Woche mit seiner Lebensgefährtin in dieser schön gelegenen Gegend westlich des Rheins. In dieser Umgebung war für die Unterkunft natürlich ein Weingut gut geeignet. Dieses fanden sie im Norden von Worms, im Stadtteil Herrnsheim, beim Weingut Hartmann. Dort kam auch sein Bruder Friedhelm, der zwei Tage vor dem Wettkampf anreiste eine Bleibe". Dort war sogar auch das Triathlon-Nationalteam aus Lettland untergebracht. Der Mannschaftsführer, der fliessend deutsch spricht, fungierte als Dolmetscher. Eine sehr sympathische (und gute) Truppe.
Die Vorbereitung war nicht gut, das Alter merkt man doch schon an einigen Stellen, also war das Hauptziel: gesund ins Ziel kommen und den Wettkampf geniessen. Wenn man das sagen kann, wenn man sich freiwillig zwischen 3:15 Std. (der Sieger Dirk Fachbach benötigte nur diese kurze Zeit für alle drei Disziplinen) und bis zu 6 Stunden schindet.
Am Tag vor dem sportlichen Teil mussten die Räder abgegeben werden, um 19:00 Uhr gab es eine Wettkampfbesprechung, allerdings etwas abseits vom restlichen Geschehen. Dort gab es auch ein Buffet, was allerdings nicht allzu üppig war.
Bei dieser Wettkampfbesprechung wurden einige Punkte für den Wettkampf besprochen. Wie der Start beim Schwimmen ablaufen sollte, die "gefährlichen" Stellen der Radstrecke gezeigt und wie die Laufstrecke verläuft, die sich doch recht kompliziert anhörte, erklärt. Doch darum brauchten sich die Herthaner nicht sorgen. Ganz vorn waren sie ja sowieso nicht. Also immer nur den anderen hinterher. Sie sollten aber nicht ganz allein aus der Gegend um Burgdorf sein. Der für Hannover 96 startende Sebastian Kelb (Fahrrad Schiwy aus Burgdorf) war auch am Start. Aber sonst war ausser einem Vereinskameraden niemand aus der hannoverschen Gegend nach Rheinland-Pfalz gefahren (zwischen Mainz und Kaiserslautern).
Am Sonntag, dem 28. Mai um 8:00 Uhr sollte der Startschuss fallen. Ganz lange schlafen j´konnten die Teilnehmer also nicht. Gegen 6:45 Uhr füllte sich der Parkplatz und die Wechselzone, wo jeder noch einmal den letzten Check am Fahrrad vornahm. Luft aufpumpen, Tacho auf null stellen, Getränkeflaschen anbringen usw. Einige Bekannte, u. a. aus Trainingslagern, waren auch am Start. Eine herzliche Begrüßung, denn die Triathleten sind zwar Einzelkämpfer, doch sie respektieren alle die Leistungen der anderen. Und das lieben die Dreikämpfer!
Die Athleten hatten einen Marsch von ca. 1 km zum Start vor sich. Jeder musste sich also rechtzeitig auf den Weg machen.
Der Start war auf einer schmalen Bootsrampe (ca. 5 Meter breit). Die Startnummern waren nach Altersklassen sortiert. So mussten sich die Aktiven auch in Blöcken einordnen. Die jüngeren Jahrgänge durften zuerst in den Flosshafen, in dem in einem S-Kurs die 1.000 Meter absolviert werden mussten.
Nach den 15 Profis, die zusammen ins Wasser liefen, wurden die Athleten nacheinander "freigegeben"! Bis alle knapp 1.000 Aktiven im Wasser waren, dauerte es über 20 Minuten. Die Herthaner zählen ja zu den "älteren Jahrgängen". Zu diesem Zeitpunkt waren die schnellsten Schwimmer schon aus dem Wasser. Sie benötigten nur ca. 12 Minuten für die 1.000 Meter.
Der Burgdorfer Sebastian Kelb (AK M 30), der für Hannover 96 startet, durfte in der Mitte des Feldes. Auch aus der Region Hannover (Isernhagen) war noch Frank Bremer (H 96) am Start. Er sollte in seiner AK M 50 den 6. Platz belegen.
Für die Döbel-Brothers begann der Wettkampf unterschiedlich. Friedhelm war beim Schwimmen schon nach knapp 18 Minuten aus dem Wasser, sein Bruder Heinz brauchte knapp 26 Minuten. Es waren nicht mehr viele Teilnehmer hinter ihm.
Beim Radfahren machte er aber noch einige Plätze gut. Die ersten 18, der 100 km verliefen parallel des Rheins sehr eben und mit schrägem Rückenwind. Hier hatten die meisten Fahrer fast eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 40 km/h. Aber das war nicht von Dauer. Denn diese Gegend in der Rheinpfalz ist für Flachländer schon sehr anspruchsvoll. Auf dem Rundkurs merkte man auch bald, dass der Wind doch recht stark war. Gegenwind und lange Steigungen ließen den "Schnitt" absinken. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke mit schönen Dorfdurchfahrten. Auch der Ort Bockenheim war darunter. Das "Eigangstor zur Weinstraße" war Zielort eines Marathons, wo die Herthaner am 4.4.2004 teilnahmen. Damals waren noch Ingo Heppner und Joachim Wartmann dabei. Dass die Herthaner so nahe an dem Zielort von vor 7 Jahren waren, war ihnen nicht bewusst.
Es war aber nur eine kurze schnelle "Wiedersehensfreude", denn es mussten von dort noch gut 30 km zurückgelegt werden. Die Strecken waren insgesamt sehr gut ausgeschildert, bzw. von den fleißigen Helfern, meistens Feuerwehrleute aus den Orten, gut abgesichert. Die Weinberge (auch auf Ebenen) waren rechts und links der Strecke immer präsent.
Auf den letzten Kilometern sah man ab und zu den hohen Turm der Nibelungenbrücke, wo in der Nähe die Wechselzone war. Die 100 km Radstrecke bewältigten die schnellsten Fahrer unter 2:40 Std.. Die Otzer brauchten (natürlich) erheblich länger. Das liegt aber auch an den Rädern. Was bei solchen Wettbewerben für eine Materialschlacht herrscht, ist schon etwas verrückt. Da stehen zum Teil "Geschosse", die locker 5.000 Euro (und mehr) kosten. Die Räder der Herthaner sind noch mit DM bezahlt worden. Daran sieht man schon, wie alt diese "alten Schlurren" sind. Aber nur das Material macht es auch nicht aus, denn getreten werden müssen diese Hightech-Räder auch.
Als Friedhelm in die Wechselzone einbog, war der Sieger (Markus Facbach, 3:16:58 Std.) schon im Ziel. Der hatte die 10 km Laufstrecke schon geschafft. Dieser Kurs führte zuerst über die Rheinbrücke auf die hessische Seite, somit war es sogar ein Wettkampf in zwei Bundesländern.
Danach mussten die Läufer den Rundkurs (3,5 km) zweimal durchlaufen. Es ging Richtung Innenstadt an vielen historischen Stätten vorbei. Hierbei kamen sich die Läufer an einigen Stellen entgegen. Gegenseitig munterte man sich auf, denn bei der Hitze war es nicht gerade angenehm zu laufen.
Der Zieleinlauf war direkt am Rhein, am Denkmal "Hagen mit dem sagenumwobenen Nibelungenschatz" aufgebaut worden. Ein schönes Ambiente. Hier waren auch einige Zuschauer, die die Finisher auf den letzten Metern feierten. Gleich dahinter gab es den ersten Lohn für die Mühe. Es ist zwar kein materieller Wert, den die Finisher mit der umgehängten Medaille haben, aber der emotionale Wert, den kann sich ein "Nicht-Sportler" nicht vorstellen.
In der Athleten-Mixed-Zone gab es dann Getränke, Essen (gesundheitsbewusst) und das Finiher-T-Shirt. Es gab auch den berühmten Kaiserschmarrn, allerdings nicht für diejenigen, die im hinteren Feld ins Ziel kamen.
Dazu gehörte Heinz auch. Für ihn, aber auch für Friedhelm, war die 3. Disziplin ein reiner "Überlebenskampf!" Einfach nur ins Ziel, egal wie. Da waren auch mal einige Gehphasen beim "Laufen" dabei.
Trotz der Qualen war es mal wieder eine neue Kerbe, die die Brüder in ihrer aktiven Triathleten-Karriere, die immerhin schon über 15 Jahre andauert, abhaken können.
Vor fast genau 10 Jahren haben die Herthaner ihren ersten IRONMAN in Roth gefinisht. Am 8. Juli werden sie den 10. Jahrestag gebührend feiern.
Mal sehen, was die nächsten Jahre noch für neue Veranstaltungen anstehen.


Ergebnisse der "Döbel-Brothers"

Friedhelm
1 km Schwimmen: 17:40 Min.
100 km Rad: 3:07:12 Std.
10 km Laufen: 58:20 Min. + Wechsel/Umziehzeiten
Gesamt: 4:32:03 Std.
Platz: 520. von 750 Teilnehmer/innen; AK-Platze M 55: 14. von 32

Heinz
1 km Schwimmen: 25:52 Min.
100 km Rad: 3:39:11 Std.
10 km Laufen: 64:07 Min. + Wechsel/Umziehzeite
Gesamt: 5:20:40 Std.
Platz: 720. von 750 Teilnehmer/innen; AK-Platze M 55: 28. von 32
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2 Kommentare
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Jürgen Walter aus Lehrte | 20.06.2011 | 13:43  
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Friedhelm Döbel aus Burgdorf | 20.06.2011 | 15:05  
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